Flüchtlingskind in Zelt in Serbien
© Judith Büthe

Flüchtlinge
Vertrieben aus ihrer Heimat

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Eine traurige Rekordzahl: Über 80 Millionen Menschen befinden sich weltweit auf der Flucht. Kriege, Verfolgung, Hunger und Naturkatastrophen zwingen sie, ihre Heimat zu verlassen. Häufig müssen Flüchtlinge unter menschenunwürdigen Bedingungen in Flüchtlingscamps leben.

Help engagiert sich für Menschen auf der Flucht weltweit, aktuell beispielsweise durch Nothilfe für Flüchtlinge der Ukraine. Darüber hinaus bekämpfen wir Fluchtursachen und schaffen Perspektiven. 

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"Wir sind Menschen, so wie ihr! Auch wir haben bestimmte Grundrechte: Ein Zuhause zu haben, in Sicherheit zu leben, ein gutes Leben zu haben." Soheila, 15 Jahre, aus Afghanistan

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Wie ist die Situation?

Es sind so viele Menschen auf der Flucht wie nie zuvor

Zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni 2021 gibt es einen traurigen Rekord: Im vergangenen Jahr waren 82,4 Millionen Menschen auf der Flucht. Somit hat sich die Anzahl der Flüchtlinge in den letzten zehn Jahren fast verdoppelt. Über die Hälfte von ihnen (48 Millionen) sind innerhalb ihres Heimatlandes auf der Flucht. In dem Fall spricht man von "Binnenflüchtlingen" oder "Binnenvertriebenen".

Erschreckend ist, dass ein Großteil der Geflüchteten aus nur fünf Ländern stammt: Syrien, Venezuela, Afghanistan, Südsudan und Myanmar machen laut den Vereinten Nationen 68 Prozent der Geflüchteten weltweit aus. In Syrien herrscht seit Jahren ein grausamer Bürgerkrieg. Rund 13 Millionen Syrer:innen wurden aus ihrer Heimat vertrieben – 6,7 Millionen von ihnen mussten das Land verlassen. Am dringendsten benötigen die syrischen Geflüchteten Wasser, Nahrung und Gesundheitsversorgung.

Expert:innen gehen davon aus, dass die Flüchtlingszahlen auch in Zukunft steigen werden. Vor allem die Klimakrise zwingt immer mehr Menschen dazu, ihre Heimat zu verlassen, da die Anzahl an Dürren, Überschwemmungen und Tropenstürmen stetig zunimmt. Bis 2050 werden deshalb 140 Millionen Klimaflüchtlinge erwartet.

Aktuell bedroht außerdem die Corona-Pandemie die Existenzen vieler Menschen: Ausgangssperren führen dazu, dass viele ohnehin arme Menschen nun noch ärmer sind. Durch wegfallende Arbeitsplätze und wachsenden Hunger könnten weitere Konflikte, und somit weitere Fluchtbewegungen, entstehen.

Was macht Help zum Thema Flüchtlinge?

Weltweit im Einsatz für Flüchtlinge

Die Flüchtlingshilfe von Help hat zwei Ansätze: Zum einen leisten wir Nothilfe bei akuten Fluchtbewegungen, etwa durch die Bereitstellung von Nahrungsmitteln, Wasser, Hygieneartikeln, Medikamenten und Notunterkünften. So helfen wir Menschen auf der Flucht mit dem Nötigsten und sichern das Überleben.

Zum anderen bekämpfen wir Fluchtursachen in Ländern, die von Krisen betroffen sind oder waren. Das geschieht beispielsweise durch den Wiederaufbau nach Kriegen und Konflikten, durch Unterstützung bei der Bewältigung der Klimakrise sowie durch Einkommen schaffende Maßnahmen. Gemeinsam mit den Menschen in den betroffenen Regionen erarbeiten wir Möglichkeiten, die Lebensbedingungen vor Ort zu verbessern, um eventuelle Fluchtursachen zu reduzieren.

Aktuell leisten wir unter anderem Flüchtlingshilfe für ukrainische Flüchtlinge in der Ukraine und Moldawien, helfen vertriebenen Familien in Afghanistan, Burkina Faso sowie Mali und verteilen Hygienepakete an Flüchtlinge in Syrien.


Ein Einblick in die Flüchtlingshilfe von Help

Ukraine: Hilfe für vertriebene Familien

Nach dem russischen Einmarsch und den darauffolgenden Angriffen spitzt sich die Lage in der Ukraine immer weiter zu. Stündlich steigt die Zahl der Menschen, die vor der Gewalt in ihrem Heimatland fliehen. Help steht der Bevölkerung in dieser schweren Krise zur Seite.

Über lokale Partnerorganisationen unterstützen wir aktuell Flüchtlingsfamilien in der Ukraine und in Moldawien: Neben der Verteilung von dringend benötigten Hilfsgütern wie Lebensmitteln, Wasser und Hygieneartikeln leisten wir soziale und medizinische Hilfe. Unter anderem entsenden wir mobile medizinische Teams, die die Geflüchteten in Notunterkünften und an der ukrainisch-moldawischen Grenze behandeln. Weitere Hilfsmaßnahmen sind in Planung. Dafür bitten wir dringend um Spenden:

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Afghanistan: Flüchtlingshilfe für Familien in Herat

Afghanistan durchlebt eine humanitäre Katastrophe: Seit der erneuten Machtübernahme der Taliban im August 2021 hat sich für unzählige afghanische Familien alles verändert. Über 4 Mio. Menschen sind aktuell innerhalb des Landes auf der Flucht vor den radikalen Islamisten. Armut und Hunger wachsen so rasant, dass rund 24 Millionen Afghan:innen, darunter zahlreiche Kinder, auf humanitäre Hilfe angewiesen sind.

Help engagiert sich im Westen des Landes für vertriebene Familien: In und um Herat unterstützen wir besonders schutzbedürftige Menschen, die ihr Zuhause verlassen mussten. Wir verteilen Nahrungsmittel und finanzielle Hilfen, damit sich die Geflüchteten das Nötigste selbst kaufen können.


Bosnien und Herzegowina: Flüchtlingshilfe an der EU-Außengrenze

An der Außengrenze der Europäischen Union spielt sich eine humanitäre Katastrophe ab: Mehrere Tausend Menschen harren unter menschenunwürdigen Lebensbedingungen in Bosnien aus. Ein Großteil von ihnen lebt in Zelten, selbstgebauten Hütten oder verlassenen Gebäuden an der bosnisch-kroatischen Grenze – ohne Strom, Heizung oder fließend Wasser. Sie sind dringend auf Hilfe angewiesen und benötigen Nahrungsmittel, Kleidung und medizinische Versorgung.

Help leistet Nothilfe und versorgt die Betroffenen mit Hilfsgütern. Gemeinsam mit unserer lokalen Partnerorganisation verteilen wir beispielsweise Hygienepakete, Kleidung, Schuhe und Schlafsäcke.


Griechenland: Nothilfe auf der griechischen Insel Lesbos

Auf der griechischen Insel Lesbos leben seit Jahren zahllose Flüchtlingsfamilien unter schrecklichen Bedingungen. Nach der schweren Brandkatastrophe in Moria ist die Situation noch dramatischer: Über 12.000 Menschen hatten zeitweise kein Dach über dem Kopf, Nahrungsmittel und Wasser sind knapp.

Dank der zahlreichen Spenden für unsere Griechenland-Nothilfe konnten wir mit unserer langjährigen Partnerorganisation "Greek Council for Refugees" vor Ort helfen: Mit unserer Unterstützung konnten zahlreiche Menschen mit Schlafsäcken, Hygieneartikeln und anderen Hilfsgütern versorgt werden. Außerdem konnten wir psychologische Unterstützung anbieten, um den Geflüchteten bei der Traumabewältigung zu helfen. Unsere Partnerorganisation begleitet die Menschen zudem zu wichtigen Terminen, vermittelt Griechisch-Sprachkurse und organisiert kostenlose juristische Beratungen.



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Helfen Sie uns, das Überleben von Menschen auf der Flucht zu sichern. Jede Spende zählt!

IBAN: DE47 3708 0040 0240 0030 00
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Aktuelles zu unserer Flüchtlingshilfe


Autor: Help-Redaktionsteam