Ein Überblick

Katastrophen weltweit

Zerstörte Straßen nach Tsunami in Indonesien

Katastrophen

Infolge von Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Erdbeben oder Hurrikans verlieren jedes Jahr Tausende Menschen ihr Zuhause oder sogar ihr Leben.

Help unterstützt die Betroffenen von Katastrophen mit schneller und effizienter Nothilfe. Darüber hinaus fördern wir den anschließenden Wiederaufbau und helfen Menschen in Risikogebieten dabei, sich auf zukünftige Katastrophen vorzubereiten.

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Was ist eine Naturkatastrophe?

Naturkatastrophen sind sehr heftige und ungewöhnliche Naturereignisse, die zu vielen Todesopfern und Verletzten führen. In der Regel richten sie schwere Schäden an Gebäuden und Infrastruktur an, zerstören Wasserquellen und verwüsten landwirtschaftliche Flächen. Nach einer solchen Katastrophe können sich die betroffenen Menschen oft nicht mehr selbst helfen und sind auf internationale Unterstützung angewiesen.

Naturkatastrophen treten in der Regel unerwartet auf, was sie besonders gefährlich macht. Zwar gibt es Frühwarnsysteme, die Naturereignisse wie Erdbeben erkennen, doch meist schlagen diese erst unmittelbar vor der Katastrophe an. In dieser kurzen Zeit können lediglich Warnungen herausgegeben und erste Schutzmaßnahmen eingeleitet werden.

Für Menschen in wirtschaftlich schwachen Ländern sind die Folgen von Naturkatastrophen besonders verheerend. Vielen Familien fehlen die Mittel, um sich auf den Ernstfall vorzubereiten oder ihr Zuhause nach der Katastrophe wiederaufzubauen. Zudem verursachen Dürren, Stürme und Überschwemmungen oft Ernteausfälle, in deren Folge es zu Hungerkrisen kommt.

Ein Mann sitzt inmitten von Schlamm und Trümmern in Libyen

Unwetter in Libyen

Schwere Überschwemmungen haben in Libyen massive Schäden angerichtet. Help war sofort im Einsatz.

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Nothilfe in Syrien

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Verschiedene Arten von Naturkatastrophen

Es gibt sehr unterschiedliche Arten von Naturkatastrophen. Dazu zählen beispielsweise Erdbeben, Überschwemmungen oder Vulkanausbrüche, aber auch schwere Stürme, Erdrutsche, Dürren oder Waldbrände. Besonders gefährlich sind zudem Seebeben, die zu riesigen Wellen führen können, sogenannten Tsunamis. Gemessen an den Todesopfern war der Tsunami 2004 im Südosten Asiens die schwerste Naturkatastrophe aller Zeiten. Mehr als 230.000 Menschen verloren ihr Leben, rund 1,7 Millionen wurden obdachlos.

Während Naturkatastrophen in den meisten Ländern nur sehr selten auftreten, sind manche Regionen einem besonderen Risiko ausgesetzt. So können sich Erdbeben und Vulkanausbrüche beispielsweise überall dort ereignen, wo Kontinentalplatten aneinanderstoßen. Am häufigsten treten sie aber entlang des Pazifischen Feuerrings auf, also an der Westküste von Südamerika sowie im Osten Asiens und Australiens. Tropische Wirbelstürme entstehen vor allem in Ostasien, Ozeanien, Südostafrika sowie im Süden Nordamerikas. Die Trockenregionen des afrikanischen Kontinents sind hingegen besonders anfällig gegenüber schweren Dürren.

Katastrophen und der Klimawandel

In den vergangenen Jahrzehnten hat die Anzahl an klimabedingten Katastrophen deutlich zugenommen. Insbesondere Wetterextreme wie Stürme, Überschwemmungen oder Dürren treten laut einer UN-Studie seit 1960 nicht nur immer öfter auf, sondern werden auch intensiver und damit verheerender. Die Häufigkeit von endogen bzw. tektonisch verursachten Katastrophen wie Vulkanausbrüchen oder Erdbeben ist hingegen gleichgeblieben. Es gilt daher als gesichert, dass die Zunahme von Naturkatastrophen zu einem großen Teil auf den menschengemachten Klimawandel zurückzuführen ist.

Der Klimawandel verstärkt dabei vor allem die Faktoren, die Naturkatastrophen begünstigen, anstatt selbst für einzelne Ereignisse verantwortlich zu sein. So führt die Zunahme von Treibhausgasen in der Atmosphäre beispielsweise dazu, dass weltweit die Temperaturen steigen und Hitzewellen häufiger und intensiver werden. In der Folge wächst das Risiko verheerender Waldbrände und Dürren.

Die wärmere Luft kann zudem mehr Feuchtigkeit aufnehmen, wodurch sich Niederschlagsmuster ändern. Oft bleibt der Regen für längere Zeit aus und verstärkt die Gefahr von Dürren. Sobald die Wolkenmassen abregnen, produzieren sie binnen kurzer Zeit extreme Niederschläge. Die ausgetrockneten Böden können die Wassermassen nicht aufnehmen, wodurch es zu Flutkatastrophen und Erdrutschen kommt.

Wissenschaftliche Studien lassen außerdem vermuten, dass die Erwärmung der Ozeane auch das Risiko schwerer Tropenstürme und Hurrikans erhöht. Dabei treten die Stürme nicht unbedingt häufiger auf, werden aber immer heftiger und somit zerstörerischer. Zyklon Freddy, der Anfang 2023 über Malawi und andere südostafrikanische Länder hinweggefegt ist, gilt beispielsweise als der am längsten andauernde tropische Wirbelsturm, der je gemessen wurde.

Naturkatastrophen: Bedrohung für arme Länder

Insbesondere in den Ländern des Globalen Südens richten Naturkatastrophen immer wieder schwere Schäden an. Große Teile der Bevölkerung leben hier in bitterer Armut und haben keine Möglichkeit, sich auf Katastrophen vorzubereiten. Viele wohnen in einfachen Behausungen, die Stürmen oder Erdbeben nicht standhalten können. Oft ist die Zahl an Todesopfern daher besonders hoch. Hinzu kommt, dass lokale Institutionen meist nicht ausreichend auf Naturkatastrophen vorbereitet sind und im Ernstfall internationale Unterstützung benötigen.

Insbesondere Wetterextreme wie Dürren oder Überschwemmungen führen dazu, dass Ernten ausfallen und Vieh stirbt. Die Menschen verlieren ihre Ernährungs- und Existenzgrundlage, weshalb auf Naturkatastrophen oft der Hunger folgt. Teilweise sind ganze Regionen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Viele Menschen sehen sich nach Katastrophen dazu gezwungen, ihre Heimat, oft sogar ihr Land zu verlassen.

Unser Einsatz nach Naturkatastrophen

Sobald sich eine Naturkatastrophe ereignet, richtet sich unsere volle Aufmerksamkeit auf die betroffene Region. In enger Zusammenarbeit mit unserem weltweiten Netzwerk prüfen wir die Situation vor Ort und bereiten in kürzester Zeit erste Nothilfemaßnahmen vor. Auf diese Weise können wir effektiv helfen und die Menschen mit dem unterstützen, was wirklich gebraucht wird.

Im akuten Krisenfall verteilt Help lebenswichtige Hilfsgüter, zum Beispiel Nahrungsmittel, Decken oder Zelte. Um die Ausbreitung von Infektionskrankheiten zu vermeiden, verteilen wir in den betroffenen Gebieten Hygieneartikel wie Seife oder Windeln und stärken den Zugang zu sauberem Trinkwasser und zu sanitären Einrichtungen.

Sobald die erste Nothilfephase abgeschlossen ist, stellt Help die Weichen für einen nachhaltigen Wiederaufbau. Im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe unterstützen wir die Betroffenen bei der selbstständigen Reparatur ihres Zuhauses, verteilen Baumaterialien und Werkzeug und vermitteln Fachwissen. In Gebieten, die immer wieder von Naturkatastrophen wie Erdbeben oder Tsunamis betroffen sind, achten wir zudem auf eine besonders stabile und sichere Bauweise. Darüber hinaus stärken wir die Katastrophenvorsorge und zeigen den Menschen, wie sie sich auf zukünftige Katastrophen besser vorbereiten können.

Ziel unserer Bemühungen ist es, dass sich die Betroffenen von Naturkatastrophen schnell erholen, sie ihr Leben wiederaufnehmen können und für die nächste Katastrophe gewappnet sind.

Erdbeben in Nepal
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