Ernährung und Einkommen dank Hühnerzucht

Simbabwe
Nachhaltige Existenzsicherung

Spenden für Simbabwe

In Simbabwe ist die Klimakrise deutlich zu spüren: Dürren und Überschwemmungen zerstören immer wieder große Teile der Ernte. Im März 2019 hat Zyklon „Idai“ zusätzlich schwere Schäden angerichtet. Help fördert die nachhaltige Landwirtschaft und verbessert die Lebensbedingungen von bedürftigen Familien.

Spenden Sie jetzt und helfen Sie den Menschen in Simbabwe!

„Help hat mich beim Aufbau meines Geschäfts unterstützt. So habe ich Legehennen und Trainings für eine erfolgreiche Hühnerzucht und Eierproduktion erhalten. Durch den Verkauf der Eier kann ich das Haus für meine Familie fertig bauen und meinen Kindern die Schule bezahlen", Maria aus Simbabwe.

SPENDEN SIE JETZT

Wie ist die Situation in Simbabwe?

Die Kornkammer Afrikas trocknet aus

Jedes Jahr leiden die Menschen in Simbabwe stärker an den Folgen des Klimawandels. Grund dafür ist das Wetterphänomen El Niño: Große Dürren und Hitzewellen zerstören die Ernte. Regenfälle verteilen sich extrem ungleich und sorgen für Flutkatastrophen, die Straßen, Häuser und Felder überschwemmen. Dieser Wechsel zwischen Dürre und Flut bedroht die Existenz der Menschen in Simbabwe, denn rund 70 Prozent der Haushalte sind abhängig von der Ernte.

Nach dem schweren Zyklon Idai im März 2019 und den anschließenden Überschwemmungen waren tausende Menschen in Simbabwe obdachlos. Die Ernten wurden kurz vor Beginn der Erntezeit vernichtet – eine Katastrophe, denn durch die Ernteausfälle leiden die Menschen unter Nahrungsmittelknappheit.

Aktuell herrscht eine Dürre, die die schwerste Hungerkrise seit zehn Jahren ausgelöst hat. Jede:r Zweite in Simbabwe leidet akut Hunger. Von der Kornkammer Afrikas ist nichts mehr übrig: Bilder von ausgetrockneten Viktoriafällen und sterbenden Elefanten gingen um die Welt. Die Wasserknappheit macht sich überall bemerkbar. Für Trinkwasser stehen die Menschen stundenlang vor Supermärkten Schlange.

Die Folgen der Corona-Pandemie verschärfen die Lage zusätzlich. Das Land befindet sich ohnehin in einer stetig zunehmenden Wirtschaftskrise. Hohe Arbeitslosigkeit von über 80 Prozent und extreme Inflation sind der Grund, weshalb so viele Menschen in Simbabwe unterhalb der Armutsgrenze leben. Versorgungsengpässe stehen an der Tagesordnung: Die Verfügbarkeit von Grundnahrungsmitteln, Benzin und Medikamenten nimmt täglich drastisch ab.

Wie hilft Help in Simbabwe?

Durch Vielfalt unabhängig

All unsere Projekte in Simbabwe helfen den Menschen, die Folgen des Klimawandels zu überwinden. Insbesondere setzen wir uns für Kleinbäuer:innen in den ländlichen Gegenden ein. Wir verteilen Saatgut, das auch in trockenen Böden besonders gut wächst und geben Schulungen im wasserschonenden Anbau von Gemüse.

Beim Kampf gegen die Armut setzten wir auf Vielfalt. Über 3.000 Menschen haben wir in der Hühnerzucht ausgebildet und mit Legehennen versorgt. Im Rahmen eines Jugendprogramms werden 300 weitere junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren gefördert. Mit den gewonnenen Eiern können die Kleinbäuer:innen ihre Familie ernähren oder die Eier zum Verkauf anbieten. Bei der Vermarktung unterstützen wir sie.

Auch Honig eignet sich in Simbabwe gut zum Handeln. Deshalb bewirtschaften über 700 Kleinbäuer:innen dank Help ihre eigenen Bienenvölker. Durch den Verkauf des Honigs erhalten die Menschen somit eine gesicherte Existenzgrundlage und haben genug Geld, um z. B. Schulgebühren und Arztkosten zu bezahlen.

Ein wichtiger Aspekt bei unserer Arbeit ist der „Nachahmungseffekt“. Kleinbäuer:innen, die unsere Trainings in der Hühnerzucht und Bodenkultivierung durchlaufen haben, erwirtschaften oft das Dreifache im Vergleich zu anderen. Sie teilen dann ihr Wissen mit ihren Nachbar:innen und werden so zu Vorbildern. Dadurch erzielen wir eine weitreichende Wirkung.


Hilfe nach Zyklon Idai

Unmittelbar nach dem Zyklon hat Help Nothilfemaßnahmen für rund 6.000 Menschen eingeleitet. Durch die Folgen des Zyklons wurden allein in den Regionen Chimanimani und Chipinge in Simbabwe 4.700 Hektar landwirtschaftliche Anbaufläche zerstört. Help verteilt Help Saatgut, damit die Menschen ihre Felder neu bestellen können. Dadurch verbessert Help die Lebensbedingungen von 2.000 Familien nachhaltig. Außerdem hat Help 350 Familien beim Wiederaufbau ihrer Häuser unterstützt.

Fotos und Videos

Spenden Simbabwe: Existenzsicherung nach Zyklon Idai

Zahlen und Fakten

  • 6,8 Mio. Menschen in Simbabwe sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. (03/2020)
  • 5,6 Mio. Menschen haben nicht genug zu essen. (02/2021)
  • 27 Prozent der Kinder sind aufgrund von Mangelernährung unterentwickelt.
  • 80 Prozent der Menschen sind arbeitslos. (04/2019)
  • 270.000 Menschen sind von den Auswirkungen Zyklon Idais betroffen. (04/2019)

Quellen: ACAPSWFP, Reliefweb

  • Über 30.000 Menschen erzielen dank Help ausreichende Ernten. 
  • 1.700 Kleinbäuer:innen wurden in wasserschonenden Anbaumethoden geschult und teilen ihr Wissen mit ihrer Gemeinde.
  • 15 Komitees wurden gegründet, um die Ernte zu fairen Preisen zu vermarkten.
  • 3.000 Landwirtschaft Betreibende haben ein Training in der Hühnerzucht absolviert, wurden mit Material für den Bau eines Hühnerstalls ausgestattet und haben nun durch den Verkauf von Eiern ein gesichertes Einkommen. 
  • Über 1.700 Schüler:innen wurden in ressourcenschonenden Anbaumethoden geschult und für Umweltfragen und den Klimawandel sensibilisiert.
  • 798 Kleinbäuer:innen wurden in der Bienenzucht ausgebildet.

 

Aktuelles aus unseren Projekten

Newsletter


Jetzt anmelden
Hungernde Familie in Simbabwe

Förderer werden

Helfen Sie mit einer Dauerspende – langfristig

Rhythmus

Kontakt

Haben Sie Fragen zu unserer Arbeit in Simbabwe?
Michael Lehmann
hilft Ihnen gerne weiter:
+49 (0)228 91529-32
E-Mail 

Autor: Help-Redaktionsteam