Zerstörung nach Zyklon  Idai in Simbabwe

Simbabwe
Hilfe nach Zyklon Idai

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Im März 2019 hat Zyklon "Idai" schwere Schäden in Mosambik, Malawi und Simbabwe angerichtet - über 800 Menschen kamen ums Leben. Help hat umgehend Nothilfe-Maßnahmen in Simbabwe eingeleitet und Nahrungsmittel-Pakete, Zelte, Decken und Wasser-Aufbereitungsmittel für 6.000 Menschen verteilt.   

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„Help hat mich beim Aufbau meines Geschäfts unterstützt. So habe ich Legehennen und Trainings für eine erfolgreiche Hühnerzucht und Eierproduktion erhalten. Durch den Verkauf der Eier kann ich das Haus für meine Familie fertig bauen und meinen Kindern die Schule bezahlen", Maria aus Simbabwe.

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Wie ist die Situation in Simbabwe?

Schwere Schäden nach Zyklon Idai 

Nach dem schweren Zyklon Idai im März und den anschließenden Überschwemmungen sind tausende Menschen in Simbabwe obdachlos.  Wasser- und Abwasserversorgung sowie die Infrastruktur in den Regionen um Mutare sind völlig zerstört.

Die anhaltenden Regenfälle haben die Lage zusätzlich verschärft und den Einsatz der Rettungskräfte erschwert. Die Ernten wurden kurz vor Beginn der Erntezeit vernichtet – eine Katastrophe, denn durch die Ernteausfälle leiden die  Menschen unter Nahrungsmittelknappheit. 


Wettlauf gegen die Zeit

Jedes Jahr leiden die Menschen in Simbabwe stärker an den Folgen des Klimawandels. Grund dafür ist das Wetterphänomen El Niño: Große Dürren und Hitzewellen zerstören die Ernte der Bauern. Regenfälle verteilen sich extrem ungleich und sorgen für Flutkatastrophen, die Straßen, Häuser und Felder überschwemmen. Dieser Wechsel zwischen Dürre und Flut bedroht die Existenz der Menschen in Simbabwe, denn 92 Prozent der Haushalte sind abhängig von der Ernte.

Die schwache Wirtschaft und politische Instabilität sorgen zudem für hohe Arbeitslosigkeit und geringe Chancen auf ein gesichertes Einkommen. Über 60 Prozent der Menschen leben unterhalb der Armutsgrenze. Lange galt Simbabwe als die Kornkammer Afrikas. Doch durch den Klimawandel und Misswirtschaft ist es heute auf humanitäre Hilfe angewiesen. 

Wie hilft Help in Simbabwe?

Hilfe nach Zyklon Idai

Help hat nach dem Zyklon umgehend Nothilfemaßnahmen eingeleitet. Es wurden Nahrungsmittel-Pakete verteilt sowie Zelte und Decken für die vielen Obdachlosen. Außerdem wurden Mittel zur Wasser-Aufbereitung und Eimer ausgegeben, damit sauberes Wasser vorhanden ist und sich keine Krankheiten ausbreiten. Bis jetzt hat Help 6.000 Betroffenen geholfen. Weitere langfristige Maßnahmen im Bereich der Ernährungssicherung sind in Planung. 

Mehr Informationen zu unseren Hilfsmaßnahmen finden Sie hier.


Durch Vielfalt unabhängig

Alle unsere Projekte in Simbabwe helfen den Menschen, die Folgen des Klimawandels zu überwinden. Insbesondere setzen wir uns für Kleinbauern in den ländlichen Gegenden ein. Wir verteilen Saatgut, das auch in trockenen Böden besonders gut wächst und geben Schulungen im wasserschonenden Anbau von Gemüse.

Beim Kampf gegen die Armut setzten wir auf Vielfalt. Über 3.000 Bauern haben wir in der Hühnerzucht ausgebildet und mit Legehennen versorgt. Mit den gewonnenen Eiern können die Kleinbauern ihre Familie ernähren oder die Eier zum Verkauf anbieten. Bei der Vermarktung unterstützen wir sie. Auch Honig eignet sich in Simbabwe gut zum Handeln. Deshalb bewirtschaften über 700 Kleinbauern dank Help ihre eigenen Bienenvölker. Neben einer regelmäßigen Mahlzeit erhalten die Menschen somit eine gesicherte Existenzgrundlage und haben genug Geld, um z. B. Schulgebühren und Arztkosten zu bezahlen.

Ein wichtiger Aspekt bei unserer Arbeit ist der „Nachahmungseffekt“. Kleinbauern, die unsere Trainings in der Hühnerzucht und Bodenkultivierung durchlaufen haben, erwirtschaften oft das Dreifache im Vergleich zu anderen. Sie teilen dann ihr Wissen mit ihren Nachbarn und werden so zu Vorbildern. Dadurch erzielen wir eine weitreichende Wirkung. 

Fotos und Videos

Zahlen und Fakten

  • Über 1 Mio. Menschen in ländlichen Regionen haben keine gesicherte Ernährung.
  • 27 Prozent der Kinder sind aufgrund von Mangelernährung unterentwickelt.
  • 63 Prozent der Simbabwer leben unterhalb der Armutsgrenze.
  • Simbabwe belegt im internationalen Vergleich der durch den Klimawandel bedrohten Länder Platz 2

Quellen: OCHA; WFP; Klima-Risiko-Index

  • Über 30.000 Menschen erzielen dank Help ausreichende Ernten. 
  • 1.700 Kleinbauern wurden in wasserschonenden Anbaumethoden geschult und teilen ihr Wissen mit ihren Nachbarn.
  • 15 Komitees wurden gegründet, um die Ernte zu fairen Preisen zu vermarkten.
  • 3.000 Bauern haben ein Training in der Hühnerzucht absolviert, wurden mit Material für den Bau eines Hühnerstalls ausgestattet und haben nun durch den Verkauf von Eiern ein gesichertes Einkommen. 
  • Über 1.700 Schülerinnen und Schüler wurden in ressourcenschonenden Anbaumethoden geschult und für Umweltfragen und den Klimawandel sensibilisiert.
  • 798 Kleinbauern wurden zu Imkern ausgebildet.

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Maren Rahlf
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