Spenden Simbabwe: Wiederaufbau nach Zyklon Idai

Simbabwe
Wiederaufbau nach Zyklon Idai

Spenden für Simbabwe

Im März 2019 hat Zyklon "Idai" schwere Schäden in Mosambik und Simbabwe angerichtet - über 800 Menschen kamen ums Leben. Help hat umgehend Nothilfe für 6.000 Menschen geleistet. Anschließend begannen die Wiederaufbau-Maßnahmen für 350 Familien. 

Eine schwere Dürre im Sommer 2019 hat die Situation vieler Bauern zusätzlich verschärft: Help hat 2.000 Landwirte mit Saatgut unterstützt.  

Spenden Sie jetzt und helfen Sie den Menschen in Simbabwe!

„Help hat mich beim Aufbau meines Geschäfts unterstützt. So habe ich Legehennen und Trainings für eine erfolgreiche Hühnerzucht und Eierproduktion erhalten. Durch den Verkauf der Eier kann ich das Haus für meine Familie fertig bauen und meinen Kindern die Schule bezahlen", Maria aus Simbabwe.

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Wie ist die Situation in Simbabwe?

Die Kornkammer Afrikas trocknet aus

Jedes Jahr leiden die Menschen in Simbabwe stärker an den Folgen des Klimawandels. Grund dafür ist das Wetterphänomen El Niño: Große Dürren und Hitzewellen zerstören die Ernte der Bauern. Regenfälle verteilen sich extrem ungleich und sorgen für Flutkatastrophen, die Straßen, Häuser und Felder überschwemmen. Dieser Wechsel zwischen Dürre und Flut bedroht die Existenz der Menschen in Simbabwe, denn rund 70 Prozent der Haushalte sind abhängig von der Ernte.

Aktuell herrscht eine Dürre, die die schwerste Hungerkrise seit zehn Jahren ausgelöst hat. Jeder Zweite in Simbabwe leidet akut Hunger. Von der Kornkammer Afrikas ist nichts mehr übrig: Bilder von ausgetrockneten Viktoriafällen und sterbenden Elefanten gingen um die Welt. Die Wasserknappheit macht sich überall bemerkbar. Für Trinkwasser stehen die Menschen stundenlang vor Supermärkten Schlange.

 

 

Die politische Situation verschärft die Lage zusätzlich: Vom Machtwechsel im Winter 2017 erhoffte sich die Bevölkerung eine Verbesserung der Lebensbedingungen, doch das Land befindet sich in einer stetig zunehmenden Wirtschaftskrise. Hohe Arbeitslosigkeit von über 80 Prozent und extreme Inflation sind der Grund, weshalb so viele Menschen in Simbabwe unterhalb der Armutsgrenze leben.

Zusätzlich bedrohen Versorgungsengpässe die Bevölkerung: Die Verfügbarkeit von Grundnahrungsmitteln, Benzin und Medikamenten nimmt täglich drastisch ab.

Quellen: ACAPS, OHCHR


Schwere Schäden nach Zyklon Idai

Nach dem schweren Zyklon Idai im März 2019 und den anschließenden Überschwemmungen waren tausende Menschen in Simbabwe obdachlos.  Wasser- und Abwasserversorgung sowie die Infrastruktur in den Regionen um Mutare wurden völlig zerstört.

Anhaltende Regenfälle verschärften die Lage zusätzlich und erschwerten den Einsatz der Rettungskräfte. Die Ernten wurden kurz vor Beginn der Erntezeit vernichtet – eine Katastrophe, denn durch die Ernteausfälle leiden die Menschen unter Nahrungsmittelknappheit. 

Wie hilft Help in Simbabwe?

Durch Vielfalt unabhängig

Alle unsere Projekte in Simbabwe helfen den Menschen, die Folgen des Klimawandels zu überwinden. Insbesondere setzen wir uns für Kleinbauern in den ländlichen Gegenden ein. Wir verteilen Saatgut, das auch in trockenen Böden besonders gut wächst und geben Schulungen im wasserschonenden Anbau von Gemüse.

Beim Kampf gegen die Armut setzten wir auf Vielfalt. Über 3.000 Bauern haben wir in der Hühnerzucht ausgebildet und mit Legehennen versorgt. Im Rahmen eines Jugendprogramms werden 300 weitere junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren gefördert. Mit den gewonnenen Eiern können die Kleinbauern ihre Familie ernähren oder die Eier zum Verkauf anbieten. Bei der Vermarktung unterstützen wir sie.

Auch Honig eignet sich in Simbabwe gut zum Handeln. Deshalb bewirtschaften über 700 Kleinbauern dank Help ihre eigenen Bienenvölker. Durch den Verkauf des Honigs erhalten die Menschen somit eine gesicherte Existenzgrundlage und haben genug Geld, um z. B. Schulgebühren und Arztkosten zu bezahlen.

Ein wichtiger Aspekt bei unserer Arbeit ist der „Nachahmungseffekt“. Kleinbauern, die unsere Trainings in der Hühnerzucht und Bodenkultivierung durchlaufen haben, erwirtschaften oft das Dreifache im Vergleich zu anderen. Sie teilen dann ihr Wissen mit ihren Nachbarn und werden so zu Vorbildern. Dadurch erzielen wir eine weitreichende Wirkung.


Hilfe nach Zyklon Idai

Unmittelbar nach dem Zyklon hat Help Nothilfemaßnahmen eingeleitet. Neben Nahrungsmittel-Paketen verteilte Help Zelte und Decken, da viele Menschen über Nacht obdachlos wurden. Um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern, wurden Mittel zur Trinkwasseraufbereitung und Eimer ausgegeben. Unsere Soforthilfe hat 6.000 von Zyklon Idai Betroffene erreicht.

Durch die Folgen des Zyklons wurden allein in den Regionen Chimanimani und Chipinge in Simbabwe 4.700 Hektar landwirtschaftliche Anbaufläche zerstört. Jetzt verteilt Help Saatgut, damit die Bauern ihre Felder neu bestellen können. Dadurch verbessert Help die Lebensbedingungen von 2.000 Familien nachhaltig.

Außerdem unterstützt Help 350 Familien beim Wiederaufbau ihrer Häuser. Getreu dem Motto der „Hilfe zur Selbsthilfe“ verteilen wir Baumaterialien, mit denen die Betroffenen ihre Häuser nach ihren Bedürfnissen wiederaufbauen können.

Fotos und Videos

Zahlen und Fakten

  • Über 1 Mio. Menschen in ländlichen Regionen haben keine gesicherte Ernährung.
  • 27 Prozent der Kinder sind aufgrund von Mangelernährung unterentwickelt.
  • 63 Prozent der Simbabwer leben unterhalb der Armutsgrenze.
  • Simbabwe belegt im internationalen Vergleich der durch den Klimawandel bedrohten Länder Platz 2

Quellen: OCHA; WFP; Klima-Risiko-Index

  • Über 30.000 Menschen erzielen dank Help ausreichende Ernten. 
  • 1.700 Kleinbauern wurden in wasserschonenden Anbaumethoden geschult und teilen ihr Wissen mit ihren Nachbarn.
  • 15 Komitees wurden gegründet, um die Ernte zu fairen Preisen zu vermarkten.
  • 3.000 Bauern haben ein Training in der Hühnerzucht absolviert, wurden mit Material für den Bau eines Hühnerstalls ausgestattet und haben nun durch den Verkauf von Eiern ein gesichertes Einkommen. 
  • Über 1.700 Schülerinnen und Schüler wurden in ressourcenschonenden Anbaumethoden geschult und für Umweltfragen und den Klimawandel sensibilisiert.
  • 798 Kleinbauern wurden zu Imkern ausgebildet.

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Autor: Robin Walter