Spenden Südosteuropa: Wohnsiedlung in Montenegro

Menschenwürdig wohnen

Bau von Sozialwohnungen für benachteiligte Menschen

Der Wohnungsmarkt befindet sich seit Beendigung der Konflikte in den Westbalkanländern im Wandel. Leider verschlechtert sich die Wohnraumsituation mit zunehmender Privatisierung, und Mieten werden für finanziell schwache Familien unbezahlbar. Selbst bei einem funktionierenden Wohnraummarkt ist davon auszugehen, dass sich 25 bis 30 Prozent der Menschen die Mieten nicht leisten können. Sichtbar wird der Nachfrageüberhang an bezahlbarem Wohnraum an den illegalen Stadtrandsiedlungen.


Mangelhafte Wohnverhältnisse führen zu Ausgrenzung

Die Lebensbedingungen in diesen Randgebieten sind menschenunwürdig. In den kleinen, selbst errichteten Baracken gibt es meist weder Wasseranschlüsse noch Sanitäranlagen. Die Dächer sind undicht, und bei extremen Wetterbedingungen macht es kaum einen Unterschied, ob man draußen oder drinnen ist. Bei Starkregen überfluten die Hütten regelrecht. Zudem führen illegal errichtete Elektroinstallationen nicht selten zu Bränden und gefährden die gesamte Siedlung.

Bei den dort lebenden Menschen handelt es sich häufig um ohnehin ausgegrenzte Minderheiten und Menschen mit vielfältigen gesundheitlichen und sozialen Problemen. Durch die mangelhaften Wohnverhältnisse und die damit verbundene gesellschaftliche Ausgrenzung verstärken sich diese Probleme. Viele Kinder weisen zudem Entwicklungsstörungen, psychische Erkrankungen oder Behinderungen auf. Alleinerziehende Elternteile gelangen an ihre äußersten Grenzen. Diese Ohnmacht geht an den Kindern nicht spurlos vorüber. Hinzu kommen Ausgrenzung und Stigmatisierung in der Schule.


Ein erster Schritt zur gesellschaftlichen Integration

In den Westbalkanländern setzt sich Help durch eine Vielzahl von Maßnahmen für sozial benachteiligte und wirtschaftlich schlecht gestellte Gruppen ein. Neben der Verbesserung des Zugangs zu Bildung, Arbeit und Gesundheitsleistungen liegt unser Fokus in Serbien und in Montenegro zudem auf Wohnungsbauprojekten.

Help hat bereits menschenwürdige Wohneinheiten für 2.039 Familien geschaffen. Die Wohnräume wurden neu gebaut oder grundlegend saniert, indem Badezimmer und Küchenräume errichtet wurden und die Wohnungen an das Abwasser-, Wasser- und Stromnetz angeschlossen wurden.

Mit dem Wohnungsbau auf legalem Grund verbessert Help die Lebensbedingungen betroffener Familien und fördert deren Integration in die Gesellschaft.

Ein sicheres Zuhause bildet die Grundlage für eine bessere Zukunft und schafft Perspektiven vor Ort.


"Für die Zukunft Südosteuropas wünsche ich mir, dass Menschenrechte geachtet werden und jeder von seiner Arbeit in Würde leben kann."
Ranko Bruic, Projektkoordinator Serbien



Das haben wir erreicht: 

  • 2.039 Familien leben in einem menschenwürdigen Zuhause.

(Bisherige Investition: 33 Millionen €)


Gemeinsam mit ihrem Mann und ihren vier Kindern wohnt Emilia seit zwei Jahren in dem von Help errichteten 12-Familienhaus in Svilajnac, Serbien. Insgesamt leben dort 48 Menschen – Familien und Alleinstehende, alte und junge Menschen. Die Mutter ist froh, dass ihre Familie nun endlich unter sicheren Bedingungen lebt und sich ihre Kinder so positiv entwickeln. Die Wohnung ist geschmückt mit Medaillen, die ihre Kinder beim Sport gewonnen haben, und bringen zum Ausdruck, wie stolz Emilia auf sie ist. Tochter Jovana möchte Friseurin werden. Sie träumt von einer eigenen Familie, Haus und Auto. Um sie auf die Berufsschule für Friseure zu schicken, fehlt jedoch das Geld für den Bus. Deshalb geht sie in die nahegelegene Schule und macht eine Ausbildung zur Kellnerin. Auch wenn manche Träume noch warten müssen, bleiben sie doch erreichbar.

Spenden Südosteuropa: Roma-Kinder in Montenegro

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Helfen Sie uns, Familien ein menschenwürdiges Zuhause zu ermöglichen.

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