Sanierung von Schulen auf den Philippinen

Philippinen
Katastrophenvorsorge und Wiederaufbau

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Die Philippinen sind besonders häufig Naturkatastrophen ausgesetzt. Help hat die Menschen dabei unterstützt, sich auf den Katastrophenfall vorzubereiten und sich beim Wiederaufbau zerstörter Dörfer engagiert – damit die Betroffenen ein sicheres Zuhause haben.

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"Nach dem Taifun war nichts mehr wie vorher. Unsere Schule wurde stark beschädigt. Ein Unterricht war nicht mehr möglich. Dank Help haben wir nun endlich wieder eine Schule und sie ist sogar schöner als vorher." Schüler der Grundschule im South District Ormoc  SPENDEN SIE JETZT

Wie ist die Situation auf den Philippinen?

Philippinen: Ein Leben auf dem Pulverfass 

Erdbeben, meterhohe Wellen, heftige Regenfälle und Stürme mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 380km/h: Jedes Jahr aufs Neue hinterlassen Naturkatastrophen auf den Philippinen eine Spur der Verwüstung. Warum? Durch ihre geografische Lage auf dem pazifischen Feuerring, dem sogenannten Taifungürtel, sind die Philippinen besonders anfällig für Naturgefahren. Taifune beschädigen Häuser, Schulen, Strom- und Wasserleitungen, vernichten Felder und Ernten und somit die Existenz vieler Menschen. Auch Korallenriffe werden durch die Naturgewalten zerstört. Als Folge bleiben die Netze der Fischer leer, sie verlieren ihr Einkommen und können ihre Familien nicht mehr ernähren. 

Der Klimawandel hat die Lage weiter verschärft: Tropenstürme nehmen auf den Philippinen an Häufigkeit und Stärke zu und brechen immer heftiger über die 7.000 Inseln herein – wie beim Taifun Mangkhut im September 2018. Über 3 Mio. Menschen waren von dem tropischen Wirbelsturm betroffen und sind auf Not- und Wiederaufbauhilfe angewiesen.

Wie hilft Help auf den Philippinen?

Vorsorge statt Nachsicht 

Im Katastrophenfall zählt jede Sekunde: Frühwarnsysteme müssen funktionieren, Nothilfe Maßnahmen schnell umgesetzt werden, Fluchtwege müssen klar gekennzeichnet und Schutzräume für die Evakuierung vorhanden sein.  


Help hat sich seit Ende 2013 auf den Philippinen engagiert und verfolgte dabei den Ansatz „Vorsorge statt Nachsicht“. Gemeinsam mit unserer lokalen Partnerorganisation bereitete Help die Bevölkerung auf den Ernstfall vor. In der Projektregion Ost-Samar lernten die Menschen in Trainings und Workshops wie Verantwortlichkeiten klar zugeordnet werden, um im Notfall handlungsfähig zu bleiben. Außerdem wurden Evakuierungspläne gemeinsam erarbeitet, damit sich die Menschen schnell in Sicherheit bringen können und effektive Nothilfe für die Betroffenen geleistet werden kann.  


Unsere Hilfe hat jedoch nicht bei der Vorsorge aufgehört. Unmittelbar nach den beiden Taifunen Haiyan und Hagupit leistete Help beispielsweise überlebenswichtige Nothilfe, verteilte Nahrungsmittel, Arbeitsmaterialien zur Reparatur und Zeltplanen.

+++ Aktuell laufen keine Projekte von Help auf den Philippinen +++



Gewappnet für die Katastrophe

Karen Gonzales und Maricel Rivera gehören zum Katastrophen-Notfall-Team der Stadt Dolores, in der philippinischen Provinz Ost-Samar. Help und die lokale Partnerorganisation EcoWEB haben hier verschiedene Fortbildungen zur gemeindebasierten Katastrophenvorsorge durchgeführt und Karen, Maricel und das Team auf den Ernstfall vorbereitet. „Help hat uns auf eine ganz neues Erfahrungslevel geführt: Neben Erste-Hilfe-Maßnahmen wissen wir nun, was im Katastrophenfall zu tun ist, damit alle Menschen in den Gemeinden in Sicherheit gebracht werden können“, sagt Karen Gonzales. „Wir lernen sehr viel: Help und EcoWeb helfen uns, persönlich und beruflich besser zu werden.“  

Fotos und Videos

Zahlen und Fakten

  • 12,3 Mio. Menschen waren 2016 von Naturkatastrophen betroffen (2017)
  • Von 2005 bis 2015 waren 83 Mio. Menschen auf den Philippinen von 97 Tropenstürmen betroffen 
  • Die Philippinen belegten 2017 den dritten Platz der weltweit am stärksten von Naturkatastrophen bedrohten Länder (2017)
  • 21 % der Menschen leben unterhalb der Armutsgrenze

Quellen: OCHA, UNU

Aktuell bereitet Help 14.938 Menschen auf Naturkatastrophen vor:

  • Fortbildungen für die lokalen Behörden in der gemeindeorientierten Katastrophenvorsorge 
  • Gefahrenanalyse der Gemeinden und Risiken zu erkennen und vorzubeugen
  • Erstellung von Notfall- und Evakuierungspläne auf Gemeinde- und Dorfebene
  • Installation eines gemeindeorientierten Frühwarnsystems 
  • Durchführung von Simulationen als Vorbereitung für den Ernstfall
  • Bau einer widerstandsfähigen und standardisierten Mehrzweckhalle 

In den letzten 5 Jahren hat Help 32.960 Menschen durch den Wiederaufbau von Schulen und Sanitäranlagen, die Bereitstellung von Hilfsgütern und die Verteilung von Arbeitsmaterialien unterstützt. 

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Autor: Robin Walter