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Einkommen schaffen in Bosnien

Bosnien und Herzegowina
Von Nothilfe zur Selbsthilfe

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Bereits 1995 während des Jugoslawienkriegs begann Help mit Nothilfe in Bosnien und Herzegowina. Mit über 20 Jahren ist es damit der längste ununterbrochene Projekteinsatz von Help in einem Land. Schwerpunkte der Projektarbeit sind heute Existenzsicherung und Einkommensschaffung.

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„Schon als kleiner Junge habe ich davon geträumt, KfZ-Mechaniker zu werden. Dank der Unterstützung von Help ist mein Traum nun in Erfüllung gegangen und ich stehe beruflich auf eigenen Beinen.“
Mehmed, 24 Jahre, KfZ-Mechaniker aus Jablanica, Bosnien und Herzegowina

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Wie ist die Situation in Bosnien?

Nothilfe in Bosnien bei der Flut 2014
Nothilfe in Bosnien bei der Flut 2014

Ein Land mit großen Aufgaben

In seiner heutigen Form existiert Bosnien und Herzegowina erst seit Ende 1995, als der sogenannte Bosnienkrieg mit dem Dayton-Abkommen beendet wurde. Nach drei Jahren Bürgerkrieg waren Sarajevo und viele andere bosnische Städte und Dörfer stark zerstört, weite Landstriche vermint. Etwa 2,2 Millionen Menschen flohen oder wurden vertrieben, sowohl innerhalb des Landes als auch ins Ausland. Von den Flüchtlingen und Vertriebenen ist bis heute nur ein Teil zurückgekehrt.

Bosnien und Herzegowina ist auch heute noch ein stark gespaltener Staat. Von einem vertrauensvollen Zusammenleben sind die verschiedenen Bevölkerungsgruppen nach wie vor weit entfernt. Minderheiten wie Roma werden oft benachteiligt und ausgegrenzt. Die Arbeitslosigkeit ist hoch: Offiziell sind 60 Prozent aller Jugendlichen und jeder vierte Erwachsene ohne Job. Die Jahrhundertflut im Jahr 2014 führte zu zusätzlichen wirtschaftlichen Einbußen in vielen Gemeinden Bosniens und Herzegowinas. Zahlreiche Menschen verloren auf einen Schlag ihre Existenz.

Wie hilft Help in Bosnien?

Traditionelle Handwerke fördern in Bosnien
Help unterstützt Kleinunternehmen wie diese Kerzerei©Buethe

Nähere Informationen finden Sie auf der lokalen Help-Website von Bosnien & Herzegowina. 

Armut langfristig bekämpfen, Stabilität erreichen

Ab 1996, nach dem Ende der Kampfhandlungen, setzte Help in Bosnien und Herzegowina vor allem auf Projekte im Wiederaufbau von Häusern und Infrastruktur, der Neuerrichtung lokaler Strukturen sowie Minenräumung. Später folgten Programme zur Reintegration von Minderheiten und rückkehrender Flüchtlinge. Nach der schweren Flut 2014 leisteten wir Nothilfe für die Betroffenen und unterstützten sie beim Wiederaufbau von Wohnhäusern und Kleinunternehmen.

Heute engagiert sich Help in Bosnien und Herzegowina besonders im Bereich der Kleinwirtschaftshilfe, also der

  • Unterstützung von Existenzgründungen,
  • der Förderung Einkommen schaffender Maßnahmen sowie
  • der betriebswirtschaftlichen Schulung von Kleinunternehmern.

Geber und Partner: AA (Auswärtiges Amt), ADH (Aktion Deutschland Hilft), DEKRA, Globus Stiftung, Hilfswerk der deutschen Lions e.V., Ministerium für Arbeit und Sozialpolitik der Föderation Bosnien und Herzegowina,  Neuapostolische Kirche – karitativ e.V.SDL Foundation, ZF hilft e.V.

Zahlen und Fakten

Fahne Bosnien Herzegowina
  • 28 % beträgt die Arbeitslosenquote (2014)
  • 60 % der Jugendlichen sind arbeitslos, eine Trendwende ist derzeit nicht in Sicht (2016)
  • ca. 425 € verdienen die Menschen durchschnittlich, damit liegt das Durchschnittseinkommen weiterhin am unteren Ende im europäischen und regionalen Vergleich (2014)
  • 60 % der Menschen leben auf dem Land (2014)
  • 1,3 Mio. Menschen waren insgesamt von den Balkan-Fluten im Mai 2014 betroffen

Quellen: BMZ, AA

Fluthilfe 2014:

  • Verteilung von 4.300 Hygiene- und Babypaketen
  • Verteilung von 33.500 Litern Trinkwasser
  • Sanierung und Wiederaufbau von 81 Kleinbetrieben und Bauernhöfen sowie 12 Mehrfamilienhäusern  

    
Armutsbekämpfung und Integration durch Wirtschaftsförderung seit 2005:

  • Starthilfe für 1.825 Existenzgründer
  • Unterstützung von 34 Kleinunternehmern im Tourismusbereich
  • Unterstützung von 32 Menschen mit Behinderung durch Einkommen schaffende Maßnahmen
  • Schaffung von mindestens 1.842 neuen Arbeitsplätzen
  • Bau von 2.500 Wohnhäusern für Rückkehrer seit 1995

Aktuelles zu unseren Projekten

Fotos und Videos


Kontakt

Simone Walter
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Simone Walter
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