Afghanistan-Bildung

Afghanistan
Perspektiven schaffen

Spenden für Afghanistan

Vor 40 Jahren wurde Help gegründet, um afghanischen Flüchtlingen zu helfen. Heute unterstützen wir die Menschen in Afghanistan dabei, sich eine selbstbestimmte Zukunft aufzubauen. Mit Ausbildungsprogrammen und Kleinwirtschaftshilfen schaffen wir Berufsperspektiven, insbesondere für junge Menschen und Frauen. Aktuell unterstützt Help die Bevölkerung zudem im Kampf gegen das Coronavirus.

Spenden Sie jetzt und helfen Sie den Menschen in Afghanistan!

„Das sechsmonatige Programm von Help unterstützte mich bei der Gründung meines kleinen Unternehmens zusammen mit einem meiner Kursteilnehmer. Ich habe gelernt, Mobiltelefone zu reparieren, und habe jetzt ein angemessenes Einkommen. Das alles verdanke ich dem Ausbildungsprogramm von Help.“

(Parwiz betreibt einen Reparaturservice für Mobilfunktelefone in Herat)

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Wie ist die Situation in Afghanistan?

Terror ist Alltag

Krieg, Gewalt und Unterdrückung bestimmen seit Jahrzehnten den Alltag der Menschen in Afghanistan. Nach der Invasion und anschließenden Besetzung durch die Sowjetunion (1979-1989) folgte ein jahrelanger Bürgerkrieg, der in der Machtergreifung der Taliban gipfelte. Infolge der Anschläge vom 11. September 2001 stürzte die internationale Koalition zwar das Schreckensregime der Taliban in Afghanistan, die Gefahr für die Zivilbevölkerung durch tägliche Terroranschläge bleibt aber weiter bestehen. 

Über 40 Länder beteiligen sich heute am Wiederaufbau in Afghanistan: Staatliche Strukturen sollen geschaffen, Schulen, Straßen und Krankenhäuser gebaut werden. Wichtig für die Menschen ist vor allem eine Zukunftsperspektive. In Afghanistan leben etwa 3,2 Millionen junge Menschen, die eine Berufsausbildung machen könnten. Die Förderung der Bildung, des zivilen Wiederaufbaus und die Stärkung gesellschaftlich benachteiligter Personengruppen, wie z.B. der Frauen, sind daher von entscheidender Bedeutung für die weitere Entwicklung Afghanistans.

Wie hilft Help in Afghanistan?


Geber und Partner: AA (Auswärtiges Amt), BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), UNICEF, PATRIP Foundation, World Food Programme

Bildung ist der Schlüssel für die Zukunft

Help engagiert sich in Afghanistan dafür, jungen Menschen eine selbstbestimmte Zukunft zu ermöglichen. Wir fördern die Schulbildung von bedürftigen Kindern und Jugendlichen, vermitteln Ausbildungsplätze und unterstützen ihre Familien finanziell. Unsere Lehrlinge werden in Berufen wie beispielsweise Schneiderei, Automechanik oder Computer- und Mobilfunktechnik geschult und auch nach Abschluss der Ausbildung weiter betreut. Insbesondere afghanischen Frauen ermöglichen wir durch unsere Projekte Eigenständigkeit und Selbstbestimmung. 

Darüber hinaus setzt sich Help dafür ein, Kinder vor Missbrauch und Gewalt zu schützen. Wir machen auf das Thema aufmerksam, bieten psychosoziale Beratungen und bilden Sozialarbeiter:innen aus. 

Seit Beginn der Corona-Pandemie stärkt Help zudem Gemeinden und Krankenhäuser im Kampf gegen das Virus. Wir verteilen Masken, Hygieneartikel und Schutzkleidung, koordinieren die Desinfektion von öffentlichen Plätzen und Einrichtungen und unterstützen besonders benachteiligte Familien.

Help engagiert sich seit vielen Jahren für die afghanische Bevölkerung. Von 1981 bis 1997 wurden in Afghanistan und den Nachbarländern zahlreiche Projekte in den Bereichen Nothilfe, Bildung, Gesundheit und Landwirtschaft umgesetzt. Nur während der Taliban-Herrschaft von 1998 bis 2001 arbeitete Help nicht in Afghanistan. 



Ein Leben nach der Flucht

Ms. Susan hat die meiste Zeit ihrer Kindheit auf der Flucht vor Krieg und Terror verbracht. Nach ihrer Rückkehr nach Afghanistan fasste sie einen Entschluss: Sie wollte eine erfolgreiche Schneiderin werden. Der Grund? Die Schneiderarbeiten, die sie selber in Auftrag gab, gefielen ihr nicht. Also besuchte Sie eine Fortbildung von Help in der Stadt Herat und erlernte das Handwerk selbst. Heute ist sie 34, eine erfolgreiche Unternehmerin und teilt ihr Wissen mir anderen afghanischen Frauen: „Zurzeit besuchen 25 Frauen meinen Kurs ,Banoo Tailoring Production Workshop for Ladies‘. Die Frauen lernen bei mir aber nicht nur, sie verdienen auch Geld. Von Anfang an übernehmen sie Aufträge und werden dafür bezahlt. So können sie ihre Familien wirtschaftlich unterstützen.“



Motivation für die Zukunft

Als ihr Vater von einer Rakete getötet wurde, verschlechterte sich das Leben von Najla drastisch. Gemeinsam mit ihrer Mutter und ihren beiden jüngeren Schwestern musste sie vor dem Krieg nach Herat fliehen und stand vor dem Nichts. Trotz ihrer Erfahrungen als Stickerin fand sie in Herat keine Stelle, um ihre Familie finanziell unterstützen zu können. Durch Zufall erfuhr Najla vom Help-Ausbildungsprogramm – und wurde angenommen! Heute ist die 27-Jährige ausgebildete Schneiderin und verdient gutes Geld. Mit ihrer Leidenschaft fürs Nähen hat Najla außerdem ihre Schwestern angesteckt: Gemeinsam planen sie nun einen Workshop, um andere Frauen auszubilden. „Niemals hätte ich gedacht, dass ich in so kurzer Zeit einen guten Job finden würde und meine Familie unterstützen kann. Jetzt kann ich sogar anderen Mädchen helfen und der Gesellschaft so etwas zurückgeben!“


Fotos und Videos

Spenden Afghanistan: Corona-Hilfe von Help

Zahlen und Fakten

  • Bevölkerung: 38.041.754 (2019)
  • Religionen: 99 % Menschen muslimischen Glaubens (80 % sunnitisch und 19 % schiitisch)
  • 54,5 % der Afghan:innen leben unterhalb der nationalen Armutsgrenze (2016)
  • Kindersterblichkeit unter 5 Jahren: 60,3 pro 1.000 Geburten (2019)
  • Menschen, die lesen und schreiben können: 43,02 % (2018)

Quellen: BMZ / LIPortal

  • Ausbildung von über 10.500 afghanischen Frauen und Männern – jedes Jahr schließen über 1.000 Lehrlinge ihre Ausbildung in Afghanistan ab!
  • 70 % der ausgebildeten Frauen und Männer gehen anschließend einer festen Beschäftigung mit regelmäßigem Einkommen nach. 
  • Verteilung von 12.000 Masken zum Schutz vor Corona
  • Psychosoziale Beratungsangebote für 4.350 Kinder
  • Bau von 15 Biogasanlagen, Schulung von rund 80 Handwerker:innen für solche Anlagen
  • Errichtung von zahlreichen Schulen und Wasserleitungen
  • Einsatz der ersten deutschen Minenräumerin

Aktuelles aus unseren Projekten

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Kontakt

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Autor: Robin Walter