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Presse: Help - Hilfe zur Selbsthilfe
Pressemitteilung

Dramatische Zustände in Serbien

Hilfe für Flüchtlinge in Serbien
© Buethe

Help stockt Flüchtlingshilfe auf über 1 Million Euro auf

Bonn, 2. November 2015 - Allein in Serbien kommen täglich rund 6000 Flüchtlinge an. Die Grenzöffnungen zu den Nachbarländern ändern sich ständig und damit auch die Route der Flüchtlinge. „Viele sitzen tagelang fest – ohne Essen und einem Dach über dem Kopf. Erwachsene wie Kinder sind schutzlos Kälte und Regen ausgeliefert“, sagt Help-Projektkoordinator Timo Stegelmann, der kürzlich vor Ort war. „Help – Hilfe zur Selbsthilfe“ erhöht die Flüchtlingshilfe in Serbien auf über eine Million Euro. Mithilfe des Auswärtigen Amtes versorgt Help die Flüchtlinge entlang der Transitrouten mit Nahrungsmitteln, Winter- und Hygieneartikeln. Rund 38.000 Pakete konnten bereits verteilt werden – Zehntausende liegen für die kommenden Wochen bereit. Help engagiert sich intensiv in den Transitzentren in Presevo im Süden, Belgrad, Sid und Sombor nahe der Grenze zu Kroatien sowie in Kanjiza und Nis. „Wir verteilen zum Beispiel Brot, Dosen-Sardinen, Wasser, Decken, Regenjacken, Seife und Windeln. In den letzten Tagen beobachten wir, dass immer mehr Flüchtlinge ankommen und die Hilfspakete bald knapp werden.

Mit Blick auf den nahenden Winter fehlt es auch an Jacken und festem Schuhwerk. Weitere Hilfe ist dringend notwendig“, so Stegelmann. Die Hilfsorganisation baut zudem mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Transit- und Gesundheitszentren und stellt Krankenwagen als mobile Kliniken für die vorübergehende medizinische Versorgung. Help unterstützt die Flüchtlinge auch bei der Registrierung und Abwicklung von Verwaltungsangelegenheiten durch den Einsatz speziell geschulter Sozialarbeiter und Übersetzer. 

In Serbien ist die Hilfsorganisation bereits über 15 Jahre aktiv. Bisher lag der Schwerpunkt vor allem auf der Armutsbekämpfung durch Förderung von Existenzgründungen. Help konnte bereits nachhaltig Tausende Arbeitsplätze auf dem Balkan schaffen. In vielen Herkunftsländern der Flüchtlinge setzt sich Help seit knapp 35 Jahren für die Verbesserung der Lebensbedingungen und damit für die dauerhafte Beseitigung von Fluchtursachen ein, etwa mit Projekten in den Bereichen Ernährungssicherung, Wasser- und Sanitärversorgung, Gesundheit, Bildung sowie Einkommensschaffung und Existenzgründung. 

Achtung Redaktionen: Help-Projektkoordinator Timo Stegelmann steht in Bonn für Interviews zur Verfügung. Gerne vermittle ich Ihnen auch ein Gespräch mit unserem Landeskoordinator Klaus Mock auf dem Balkan.

Sandra Schiller
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