Urban Gardening in Jordanien

Unsere Unterstützung für syrische Flüchtlinge 

Seit Ende 2018 befindet sich eine grüne Oase auf dem Dach des Help-Büros in Amman, der lauten und hektischen Hauptstadt Jordaniens. Im März 2019 machten wir uns auf den Weg nach Amman, um die Urban Gardening-Anlange mit eigenen Augen zu sehen. Über 36 m² erstreckt sie sich, ein kleiner Garten mit Blick auf die Dächer der Stadt. Den lauten Verkehr, der stets die Straßen von Amman beherrscht, scheint man inmitten der Pflanzen gar nicht zu bemerken. Die Beete sind gefüllt von Brokkoli, Fenchel- und Salbeipflanzen und im Gewächshaus findet man Salat, Erbsen, Tomaten und Erdbeeren. Es riecht nach Erde und Holz, welches die Beete umrahmt, und die Welt draußen ist schnell vergessen. Urban Gardening – ein Projekt, dessen Vorteile an vielen Stellen zu spüren sind.

Urban Gardening: Ein Projekt mit vielen Vorteilen

Auch Jordanien ist vom Syrienkrieg nicht verschont geblieben. Von den 9,7 Mio. Menschen, die in Jordanien leben, sind schätzungsweise 1,3 Mio. syrische Flüchtlinge – eine große Herausforderung für den jordanischen Staat. Die Flüchtlinge leben meist in provisorischen, überfüllten Unterkünften, haben wenig Geld und keine Arbeit oder Beschäftigungsmöglichkeiten. Um die Situation der Flüchtlinge in Jordanien zu verbessern, ist Help seit einigen Jahren mit verschiedenen Projekten in Amman tätig. 

Seit Ende 2018 ist Urban Gardening eines dieser Projekte. Im Rahmen eines Pilotprojektes haben wir auf dem Dach des Help-Büros sowie auf dem Grundstück eines Gemeindezentrums zwei Anlagen errichtet. Weitere sollen folgen – zu Gunsten syrischer Flüchtlinge, denn Urban Gardening bietet mehr Vorteile, als auf Anhieb zu erkennen sind.

Wie die ersten zwei Anlagen gezeigt haben, kann bei guter Pflege der Pflanzen reichlich geerntet werden. Die Flüchtlingsfamilien können die Kräuter und Gemüse anschließend verkaufen, wodurch eine Urban Gardening-Anlage als zusätzliche Einnahmequelle dienen kann. Davon abgesehen lässt sich das frische Gemüse auch zum Eigenbedarf verwenden und bietet so eine gesunde Ernährungsergänzung. 

Hoffnung schöpfen mit Urban Gardening

Die Arbeit in einer Urban Gardening-Anlage bietet eine gute Beschäftigungsmöglichkeit für die Flüchtlinge, sowie einen Rückzugs- und Erholungsort. Viele von ihnen leiden unter Ängsten oder psychischen Problemen aufgrund der Erfahrungen, die sie im Krieg gemacht haben. Zusammen mit anderen Menschen an einem Projekt zu arbeiten, das sichtbare Resultate bringt, hilft ihnen beim Wiederaufbau von Hoffnung und Vertrauen. 

Davon abgesehen trägt die Begrünung der Stadt in Form von Urban Gardening zu einer besseren Luftqualität in der Stadt bei und verringert den Hitzeinsel-Effekt, was in großen Städten wie Amman ein spürbares Problem ist.

Während unserer Zeit in Jordanien konnten wir uns die zwei bisher bestehenden Anlagen in Amman, die letztes Jahr unter der Planung von Help-Mitarbeiter Jonas Espeter gebaut wurden, anschauen und uns selbst von ihren Vorteilen überzeugen. Der Bau weiterer Anlagen ist bereits in Planung: Wir haben uns mit Partnern und potentiellen Spendern zur Durchführung des Urban Gardening-Projektes in Jordanien getroffen und vielversprechenden Zuspruch erhalten. Es sieht also so aus, als würde Amman in Zukunft noch ein bisschen grüner werden.

Spenden Sie für den Bau weiterer Gewächshäuser!


IBAN: DE47 3708 0040 0240 0030 00
BIC: DRES DE FF 370


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