40 Jahre Hilfe zur Selbsthilfe

40 Jahre Hilfe zur Selbsthilfe

Help feiert Jubiläum

40 Jahre Help – das sind vier Jahrzehnte Hilfe zur Selbsthilfe. Gegründet wurde Help 1981, um afghanischen Geflüchteten nach der sowjetischen Invasion dabei zu helfen, ihr Leben in Würde und Selbstbestimmtheit wiederaufzubauen. Es wurden Nahrungsmittel und medizinische Versorgung bereitgestellt, bald darauf begannen die ersten Berufsausbildungen.

Seitdem hat sich vieles geändert: Mit fast 500 Mitarbeitenden in 23 Ländern und jährlich über vier Millionen Begünstigten ist Help heute kaum noch wiederzuerkennen. Eines jedoch bestimmt unser Handeln heute wie damals: Die Hilfe zur Selbsthilfe.


Mit Afghanistan fing alles an

Die sowjetische Invasion in Afghanistan löste 1981 die größte Flüchtlingsbewegung seit dem zweiten Weltkrieg aus: Mehr als drei Millionen Menschen mussten in die Nachbarländer Pakistan und Iran fliehen. Die Lebensbedingungen und Aussichten in den Notlagern waren bedrückend.

Aus der Motivation heraus, langfristige Perspektiven für die vom Krieg gezeichneten Afghan:innen zu schaffen, gründeten am 15. Juli am Frankfurter Flughafen Abgeordnete aller im damaligen Bundestag vertretenen Parteien zusammen mit Vertreter:innen aus Wissenschaft und Kirche „Help – Hilfe zur Selbsthilfe“.

Die Idee war und ist noch heute, akute Not zu lindern und den nachhaltigen Aufbau von Lebensgrundlagen zu fördern.


Auf Nothilfepakete folgten Ausbildungsprogramme

Die Gründung war zugleich die erste Hilfsaktion von Help: Ein Flugzeug mit Hilfsgütern wurde direkt nach Pakistan geschickt, um dort Nothilfe für die Flüchtlinge zu leisten. Für die Hilfsmaßnahmen vor Ort stand Help der Verein für afghanische Flüchtlingshilfe e.V. (VAF) zur Seite.

Wenig später starteten auch Berufsausbildungen für Geflüchtete: Männer und Frauen wurden in Handwerksberufe eingeführt, um sich z.B. als Tischler:in oder Schneider:in eine neue Existenz aufbauen zu können.

In den 90er Jahren folgten Einsätze in elf weiteren Ländern; Hungerbekämpfung in Simbabwe und Hilfe für Kriegsopfer in Bosnien standen im Fokus.


„Es ist beeindruckend, wenn man die Entwicklung von Help so hautnah mitverfolgen konnte. Angefangen als kleine Organisation mit Hilfsprojekten für afghanische Flüchtlinge hin zu einer weltweit operierenden humanitären Hilfsorganisation mit rund 30 Mio. Euro Projektvolumen jährlich."

Rudolf Bindig, ehemaliger Vorstandsvorsitzender
 

Die nuller Jahre: Von Naturkatastrophen geprägt

2001 war Help Gründungsmitglied von Aktion Deutschland Hilft. Gemeinsam waren wir zur Stelle, als 2004 ein schwerer Tsunami Teile Süd- und Südostasiens traf und Küstenregionen in Trümmern ließ.

Die Nothilfe startete noch am selben Tag, und die Unterstützung setzte sich auch Jahre später mit Investitionen in den Bau von tsunami- und erdbebensicheren Häusern fort.

Nothilfe wurde auch nach dem Erdbeben in Kaschmir in 2005 und den Überschwemmungen in Bangladesch in 2007 geleistet. Im Nahen Osten begann Help, die Wasserversorgung zu stärken und in der Sahelzone wurden Mütter und Kinder mit Nahrungsmitteln und medizinischer Versorgung unterstützt.


Die Hilfe wird immer weiter ausgeweitet

Das letzte Jahrzehnt startete mit dem verheerenden Erdbeben in Haiti, nach dem Help nicht nur die lokale Infrastruktur wieder mitaufbaute, sondern auch ein Ärzte-Team für Notoperationen entsandte.

Ein Jahr später begann in Japan nach dem Tsunami der erste Einsatzfall in einem Industrieland.

In den Folgejahren widmete sich Help den Geflüchteten auf dem Weg nach Deutschland und konnte in Burkina Faso einen Meilenstein feiern: Nach jahrelangen Verhandlungen führte dort die Regierung eine kostenlose Gesundheitsversorgung für Mütter und Kinder ein.


Dort, wo alles begann

40 Jahre nach der Gründung von Help wandert unser Blick erneut nach Afghanistan. Heute sind es unter anderem die Nachkommen der Geflüchteten von 1981, die Help dabei unterstützt, den Wiederaufbau ihres Heimatlandes voranzutreiben. Denn Handlungsbedarf gibt es heute wie damals.

Die afghanische Jugend ist bereit, ihr Leben in die Hand zu nehmen, doch es gibt nicht genügend Ausbildungsplätze. Viele von ihnen sind deshalb gezwungen, Arbeit im Iran zu suchen.

So ging es auch Sayyed (17), bis er mit Help seine Berufsausbildung zum Zimmermann beginnen konnte. Nun ist er stolz darauf, seinen Unterhalt im eigenen Land und mit seinem eigenen Handwerk verdienen zu können.


Die Hilfsorganisation der Parlamentarier

Über die Jahrzehnte hinweg ist sich Help als Organisation treu geblieben.

Und treu war auch ihr Vorstand: 35 Jahre lang ist Help zusammen mit Rudolf Bindig, MdB a.D./SPD als Vorstandsvorsitzenden und seinem Stellvertreter Klaus-Jürgen Hedrich, ehemaliger Parlamentarischer Staatssekretär im BMZ und MdB a.D./CDU, gewachsen.

Und seinen Charakter als Hilfsorganisation der Parlamentarier behält Help auch mit dem neuen Vorsitz unter Dr. Georg Kippels, MdB/CDU und seinen Stellvertreter:innen Ute Vogt, MdB/SPD und ehemalige Parlamentarische Staatssekretärin im BMI sowie Ottmar von Holtz, MdB/Bündnis 90/Die Grünen bei.


40 Jahre Help: Wir helfen weiterhin

Wir danken all unseren Wegbegleiter:innen, Spender:innen, Partnern und Gebern für die treue Unterstützung in den vergangenen 40 Jahren. Gemeinsam haben wir viel erreicht – und gemeinsam blicken wir hoffnungsvoll in die Zukunft.

Der Bedarf an humanitärer Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit wächst, doch wir werden weiterhin alles Erdenkliche tun, um Menschen in Not zu einem Leben in Würde und Selbstbestimmtheit zu verhelfen. Unterstützen Sie uns dabei – mit Ihrer Spende!


 „Wir sind sehr stolz, was die Arbeit von Help bisher bewirkt hat und freuen uns, dass Help mit seinem neugewählten Vorstand auch weiterhin seinen Charakter als Hilfsorganisation der Parlamentarier behält.“

Klaus-Jürgen Hedrich, ehemaliger stellv. Vorstandsvorsitzender
 

40 Jahre Hilfe zur Selbsthilfe: Nothilfe in Afghanistan

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