Spenden Südosteuropa: Ankommen in der Heimat

Ankommen in der Heimat

Reintegration und Bleibeperspektiven für Rückkehrer und sozial benachteiligte Menschen

Die eigene Heimat aus der Not heraus zu verlassen, ist eine Entscheidung, die Angst macht, aber auch mit Zuversicht verbunden ist. Zurückkehren zu müssen, weil man im Zielland
nicht bleiben darf, nimmt den Menschen hingegen jegliche Hoffnung. Die meisten von ihnen treten den Rückweg zwar freiwillig an, aber in großer Sorge um ihre Zukunft und die ihrer Kinder. Sie gehen zurück in eine Heimat, in der sie bisher keine Arbeit finden konnten und sich nur mühevoll mit Subsistenzwirtschaft oder prekären Gelegenheitsjobs versorgen konnten. Mit etwas Glück haben sie Familienmitglieder im Ausland, die unterstützen können, wenn die Last zu groß wird.


Flucht aus den Westbalkanstaaten

Zwischen 2011 und 2015 stieg die Anzahl der Asylanträge von Menschen aus den Westbalkanstaaten in Deutschland wieder stark an. Erfolgsaussichten bestehen nur in den wenigsten Fällen.

Während bis 2014 besonders Roma aufgrund ihrer sozialen Ungleichbehandlung ihre Heimat verließen, suchen seit 2015 auch andere Volksgruppen, besonders aus Serbien und Albanien, Asyl.

Die Spitze der Asylanträge durch Menschen aus den Westbalkanstaaten in Deutschland wurde 2015 mit 144.000 Erst- und Folgeanträgen erreicht. Trotz der wieder rückläufigen Tendenz, sind die Fluchtursachen längst nicht behoben. Serbien hat sich mit dem starken Anstieg von Geflüchteten selbst zu einem Zielland für Asylsuchende entwickelt. Umso wichtiger ist es, das Land bei Maßnahmen zur wirtschaftlichen und sozialen Stabilisierung zu unterstützen. Dazu braucht es ganzheitliche Ansätze und die Zusammenarbeit unterschiedlicher Stakeholder.


Perspektiven in der Heimat statt Flucht ins Ungewisse

In Serbien hat Help im Jahr 2018 das erste Programm zur Unterstützung freiwilliger Rückkehrer und stark marginalisierter Menschen gestartet. In 13 Integrationszentren werden die Betroffenen u.a. über den Zugang zum Gesundheits- und Bildungssystem beraten. Entsprechend ihres Bedarfs werden sie zudem an öffentliche Stellen und Partnerorganisationen, wie lokale Roma-Vereinigungen, vermittelt.

Neben der sozialen Integration bildet die wirtschaftliche Sicherheit einen entscheidenden Faktor auf dem Weg zu einem selbstbestimmten Leben. Help unterstützt die Zielgruppe daher beim Aufbau von Kleinst- und Kleinbetrieben und finanziert Berufsqualifizierungstrainings.

Ein menschenwürdiges Leben setzt darüber hinaus angemessene Wohnverhältnisse voraus. Fließendes Wasser und angemessene Sanitäranlagen sind auch in Serbien noch längst nicht jedem zugänglich. Als dritte Komponente baut Help daher Sozialwohnungen und saniert bestehende Wohneinheiten. Kindern wird so die Scham vor besser gestellten Schulkameraden genommen, angemessene Hygienebedingungen werden geschaffen und Erwachsenen der Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtert.


"Ich wünsche unserer sehr fleißigen und talentierten Jugend, dass sie nicht auswandert, sondern einen Beitrag für unser Land leistet."
Rrezart Shala, Senior Field Officer Kosovo


Das haben wir erreicht: 

  • „530 Businesstrainings- und Netzwerktreffen wurden abgehalten
  • 245 berufliche Trainings, Studienausflüge und Messen wurden veranstaltet
  • 320 Wohneinheiten wurden gebaut und saniert
  • 530 Kleinst- und Kleinbetriebe und vier Kooperativen wurden unterstützt und aufgebaut
  • 300 Kinder haben Schulmaterialien erhalten
  • 13 Informationszentren für Rückkehrer und hilfsbedürftige Personen werden betrieben
  • 320 Familien wurden mit Mobiliar und Haushaltsutensilien unterstützt
  • 337 Personen haben an Sprachkursen teilgenommen und Lernmaterialien erhalten

(Bisherige Investition: 5 Millionen €)


Das Roma-Kulturzentrum in Niš dient dem kulturellen Austausch von Roma und Nicht-Roma-Bürgern. Darüber hinaus bietet es Raum für Projekte zur wirtschaftlichen Stärkung benachteiligter Menschen. Help unterstützte das Zentrum beim Aufbau einer Nähwerkstatt, die als Ausbildungsstätte genutzt wird.

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