Jahresbericht 2025
Unser Jahresbericht 2025
2025 haben zentrale Gebernationen ihre Budgets für humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit massiv gekürzt. Diese Kürzungen haben bereits Menschenleben gekostet und werden es auch weiterhin tun.
Wie also den Schaden begrenzen, wenn immer weniger Geld da ist und zugleich 240 Millionen Menschen dringend auf humanitäre Unterstützung angewiesen sind? Das Zauberwort lautet, wie so oft in diesen Tagen: Effizienz.
In unserem Jahresbericht erfahren Sie, wo und wie Help 2025 dank effizienter Projektplanung Menschen in Not unterstützt hat.
Was hat Help erreicht?
Unsere Projekte weltweit
So wirkt Ihre Spende
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Von Nothilfe zu nachhaltiger Entwicklung
Über 30 Jahre Help in Simbabwe
Die Geschichte von Help in Simbabwe begann im Jahr 1992 mit einer der schwersten Krisen des Landes. Eine verheerende Dürre trocknete ganze Landstriche aus, mehr als eine Million Nutztiere verendeten, rund die Hälfte der Bevölkerung verlor ihre Lebensgrundlagen und geriet in humanitäre Not. Mit Soforthilfemaßnahmen reagierte Help auf die akute Notlage und legte damit den Grundstein für ein langfristiges Engagement im Land.
Auch in den folgenden Jahrzehnten blieb Simbabwe von Krisen geprägt. Wiederkehrende Dürren, die Folgen des Klimawandels, Wirbelstürme wie Zyklon Idai, Cholera-Ausbrüche und wirtschaftliche Herausforderungen verschärften die Lebensbedingungen vieler Menschen. Help unterstützte betroffene Gemeinden in diesen Situationen immer wieder mit schneller humanitärer Hilfe.
Gleichzeitig entwickelte sich der Fokus der Arbeit kontinuierlich weiter. Neben der Bewältigung akuter Krisen rückten langfristige Perspektiven für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern zunehmend in den Mittelpunkt. Die einstige „Kornkammer Afrikas“ leidet heute besonders unter den Auswirkungen des Klimawandels. Deshalb setzt Help verstärkt auf Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel, zur Ernährungssicherung und zur Stärkung lokaler Wirtschaftskreisläufe.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Förderung von kleinbäuerlichen Betrieben, Frauenorganisationen sowie lokalen Initiativen. Durch die enge Zusammenarbeit mit lokalen Partnern konnten in den vergangenen Jahren in allen Distrikten Simbabwes Lösungsansätze entwickelt und implementiert werden, die an die Bedürfnisse der Gemeinden angepasst sind und dauerhaft Wirkung zeigen.
Die Unterstützung reichte von Lebensmittelverteilungen und dem Bau von Brunnen über Gesundheitsmaßnahmen als Reaktion auf die anhaltende HIV-Krise bis hin zu landwirtschaftlichen Trainings. Spar- und Kreditgruppen wurden gefördert, lokale Unternehmen gestärkt und Kleinbäuerinnen und Kleinbauern wurden besser an lokale Märkte angebunden. Mit Unterstützung zahlreicher Geber – darunter USAID, WHO, UNFPA, dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie dem Auswärtigen Amt – konnte Help in mehr als drei Jahrzehnten über 150 Projekte erfolgreich umsetzen.
Ein zentrales Merkmal der Arbeit von Help in Simbabwe war dabei stets die Fähigkeit, sich an veränderte Rahmenbedingungen anzupassen und neue Wege zu gehen. Dieser kontinuierliche Lernprozess und der konsequente Lokalisierungsansatz auf Augenhöhe bilden heute die Grundlage für den nächsten Entwicklungsschritt: die stärkere Umsetzung von Projekten durch lokale Partnerorganisationen und die Nutzung digitaler Lösungen, um Wissen, Beratung und Unterstützung noch mehr Menschen zugänglich zu machen.
Wenn Wissen Zukunft schafft: Digitale Innovationen für resilientere Gemeinden
Wie dieser nächste Schritt konkret aussieht, zeigt ein Projekt, das Help gemeinsam mit der Postcode Lotterie in den Jahren 2025 und 2026 umgesetzt hat. In diesem Projekt wurde die langjährige Erfahrung in der Förderung kleinbäuerlicher Gemeinschaften in Südmatabeleland mit innovativen digitalen Ansätzen verbunden und eröffnete so neue Möglichkeiten für nachhaltige Entwicklung.
Im Mittelpunkt stand dabei die Vermittlung von Wissen rund um die Verarbeitung und Vermarktung von Lebensmitteln. 150 Teilnehmende – überwiegend Frauen – besuchten Trainings zu nachhaltiger Lebensmittelverarbeitung und erhielten Zugang zu Solartrocknern und Getreidemühlen. Damit können sie landwirtschaftliche
Produkte weiterverarbeiten, haltbar machen und gewinnbringend vermarkten. Gleichzeitig entstehen neue lokale Märkte und zusätzliche Einkommensmöglichkeiten innerhalb der Gemeinschaften.
Besonders innovativ war die Entwicklung digitaler Beratungsangebote. Über SMS-Dienste, Radioformate und eine eigens entwickelte App, erhielten mehr als 3.000 Landwirtinnen und Landwirte Zugang zu Wetterdaten, Anbauwissen und Marktinformationen. Die App soll künftig auch in weiteren Projekten und Gemeinden eingesetzt werden und bietet Potenzial für eine Ausweitung weit über die Projektregion hinaus.
Die Förderung der Postcode Lotterie ermöglichte dabei weit mehr als einzelne Projektaktivitäten. Sie trug dazu bei, nachhaltige Strukturen aufzubauen, Wissen langfristig in den Gemeinden zu verankern und Menschen in ihrer Autonomie zu stärken. Eine Teilnehmerin eines „Learn and Do Clubs“ brachte dies treffend auf den Punkt:
Jetzt kann ich mein Wissen auch an meine Kinder und die Jugendlichen im Dorf weitergeben, damit auch diese unabhängig werden können.
Jacqueline Msebele, Projektteilnehmerin
Das Projekt zeigt, wie sich Menschen mit innovativen und partizipativen Ansätzen nachhaltig Lebensgrundlagen aufbauen können. Gleichzeitig verdeutlicht es, wie die Zukunft der Arbeit von Help in Simbabwe aussieht: lokal verankert, digital unterstützt und konsequent darauf ausgerichtet, Menschen dabei zu stärken, ihre Entwicklung
selbst in die Hand zu nehmen.
Medizinische Versorgung in Syrien
Gesundheit darf keine Frage des Geldes sein
Vierzehn Jahre Krieg, eine Pandemie und verheerende Erdbeben haben Aleppo tief gezeichnet. Die Stadt trägt die Spuren all dieser Krisen. Die Folgen zeigen sich im Alltag der Bevölkerung: wirtschaftliche Unsicherheit, anhaltende Engpässe bei Nahrungsmitteln und eine medizinische Versorgung, die für viele Menschen nur eingeschränkt verfügbar oder finanziell kaum tragbar ist. Eine Operation kann bis zu 500 US-Dollar kosten, ein Monatsvorrat an Medikamenten rund 30 US-Dollar. In Haushalten, in denen täglich weniger als zehn US-Dollar zur Verfügung stehen, sind diese Beträge ein unüberwindbares Hindernis für eine uneingeschränkte, lebenswichtige medizinische Versorgung.
Um an dieser Situation etwas zu ändern, hat Help von August 2024 bis Mai 2025 im Rahmen eines Gesundheitsprojektes bestehende medizinische Strukturen gestärkt und zusätzliche Ressourcen bereitgestellt. Partner vor Ort war die Nour Al-Eshan Charitable Society, eine in Aleppo ansässige Organisation, die bereits eine eigene Primärversorgungsklinik betreibt. Statt parallel neue Strukturen aufzubauen, stärkte das Projekt diese Klinik und ermöglichte so mehr unterschiedliche Behandlungen, ein strukturiertes Überweisungssystem in die Sekundärversorgung und ein Aufnahmeprotokoll, das Menschen nach medizinischer Dringlichkeit und wirtschaftlicher Vulnerabilität priorisiert.
Basisversorgung für alle: kostenlos und zugänglich
Das Ausmaß der Nachfrage lässt sich an den Zahlen in der Evaluation nach Projektende erkennen: Innerhalb von neun Monaten wurden 19.361 Konsultationen in der Primärversorgungsklinik dokumentiert (siehe Grafik 1).
Hinzu kamen 13.857 Personen, die Medikamente erhielten, darunter über 6.500 chronisch Erkrankte, die für drei Monate mit ihren Dauerpräparaten versorgt wurden. Weitere 4.018 Menschen nutzten Laborleistungen, 2.240 erhielten radiologische Bildgebung (wie Röntgenaufnahmen oder MRT Scans) und 379 Patient:innen wurden chirurgische Eingriffe ermöglicht. Insgesamt erbrachte das Projekt 39.855 Gesundheitsleistungen (siehe Grafik 2). All diese Leistungen standen den Projektteilnehmenden kostenfrei zur Verfügung.
Das ursprüngliche Angebot aus Innerer Medizin, Pädiatrie und Gynäkologie wurde im Projektverlauf aufgrund des großen Bedarfs der Bevölkerung um eine kardiologische und eine endokrinologische Klinik erweitert. Für chirurgische Eingriffe, die die Klinik nicht selbst durchführen konnte, wurde ein Überweisungssystem aufgebaut. Die Patient:innen erhielten eine Liste geeigneter Einrichtungen und wählten selbst. Dieses Modell respektiert Autonomie, ohne Menschen mit der Bürokratie allein zu lassen.
Jede Aufnahme in das Projekt durchlief eine mehrstufige Anamnese: Medizinische Fachkräfte prüften Dringlichkeit und Diagnose, während gleichzeitig die sozioökonomische Lage des Haushalts erfasst wurde. Die Fälle wurden in vier Kategorien eingeteilt, von lebensrettenden Notfällen bis hin zu Fällen außerhalb des Projektumfangs. Dieses System sorgt für Transparenz und Nachvollziehbarkeit und stellt sicher, dass weder eine willkürliche Auswahl erfolgte noch besonders vulnerable Menschen ausgeschlossen wurden.
Weitermachen trotz multipler Krisen
Das Projekt lief trotz des politischen Umbruchs in Syrien im Dezember 2024 ohne Unterbrechung weiter. Als Wechselkursschwankungen die Beschaffung und Vertragsgestaltung erschwerten, reagierte das Team mit angepassten Einkaufsstrategien und regelmäßigen Abstimmungsrunden. Zudem wurden Rückkehrende aus Idlib nach Aleppo in den Patient:innenkreis aufgenommen.
„Während des Krieges und der Erdbeben waren wir natürlich betroffen. Wir konnten nicht öffnen. Aber es gab Menschen, die zu uns kamen und Analysen durchführen mussten. Wir haben den Willen weiterzumachen – wir gehen zur Arbeit, auch wenn es gefährlich ist. Weil es Leute gibt, die dringend Hilfe benötigen. Viele Krankenhäuser und Labore haben geschlossen – warum sollen wir nicht weitermachen und den Menschen helfen? Wir haben es so gut wie möglich versucht."
Amal, Labormitarbeiterin im Gesundheitszentrum in Aleppo
In der humanitären Gesundheitsversorgung gibt es ein strukturelles Dilemma: Angebote, die sich auf Primärversorgung beschränken, lassen die Menschen im Stich, sobald eine Überweisung oder ein Eingriff nötig wird. Angebote, die sich nur auf Krankenhausversorgung konzentrieren, sind für viele Menschen ohne funktionierende Basisversorgung unerreichbar. Unser Projekt in Aleppo arbeitete auf beiden Ebenen gleichzeitig und verbindet sie durch das Überweisungssystem. Unsere Evaluationen bestätigen: Der Ansatz hat sich bewährt.
Das Projekt sieht weiteren Bedarf für spezialisierte Kliniken und ein erweitertes Laborangebot. In einem Land, dessen Gesundheitssystem seit über einem Jahrzehnt unter chronischer Unterfinanzierung, Zerstörung und der Abwanderung medizinischer Fachkräfte leidet, ist eine Sicherung und Verbesserung der Grundversorgung nach wie vor zentral.
Das Projekt wurde 2026 weitergeführt und wird gemeinsam mit dem lokalen Partner in Syrien weiterentwickelt, mit dem Ziel, die Grundversorgung zu stärken, spezialisierte Angebote auszubauen und noch mehr Menschen in Aleppo Zugang zu verlässlicher Gesundheitsversorgung zu ermöglichen.
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Ihre Hilfe wirkt
Dank effizienter Projektplanung im Jahr 2025 konnten wir nachhaltige Veränderungen bewirken.
Unsere Projektausgaben beinhalten die unmittelbare Projektumsetzung, Qualitätssicherung, Logistik sowie materielle Ausgaben vor Ort
Mit unserer satzungsgemäßen Bildungs-/Öffentlichkeitsarbeit sowie Spendenwerbung informieren wir über unsere Arbeit und werben Fördernde, die unseren Projekten beim Wachsen helfen.
Eine gut funktionierende Verwaltung bildet die Grundlage unserer Arbeit und ermöglicht die effiziente und professionelle Arbeit unseres Vereins.
Unsere Partner weltweit
Lokale Hilfsorganisationen spielen eine zentrale Rolle in der Bewältigung von humanitären Krisen. Sie arbeiten koordiniert mit Akteuren des Krisen- und Notfallmanagements zusammen und helfen so, Leben zu retten. Die Kenntnis lokaler Organisationen von den jeweiligen Kontexten sowie ihr Zugang zu den betroffenen Menschen ermöglicht es ihnen, Bedarfe schnell zu erfassen, die schnellsten Versorgungswege zu erkunden und Hilfsgüter lokal und effizient zu beschaffen.
Auch nachdem die akute Krise vorbei ist, gehen unsere Partner vor Ort gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung Schritt für Schritt den Weg zum Wiederaufbau.
Center for Social Integrity in Myanmar
Die Partnerschaft von Help mit dem Center for Social Integrity begann ebenfalls infolge eines verheerenden Erdbebens. Als im März 2025 Myanmar und Thailand stark erschüttert wurden, war binnen weniger Tage das große Ausmaß der Zerstörung ersichtlich. In Myanmar traf das Erdbeben die urbanen Zentren von Mandalay und Sagaing, wo bis zu 80 Prozent einzelner Stadtteile zerstört wurden. Der seit 2021 andauernde Bürgerkrieg, durch dessen Auswirkungen aktuell 16 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen sind, aber auch Überschwemmungen in der Monsunzeit, haben bis heute den Wiederaufbau erschwert.
Unmittelbar nach der Katastrophe entsandte unser Partner Center for Social Integrity erste Teams für eine Bedarfserkundung in die betroffenen Regionen. Innerhalb der ersten Woche nach der Katastrophe konnten wir daher frühzeitig mit der Unterstützung beginnen. Ausgestattet mit Lebensmitteln, Notunterkünften, Wasser und Bargeldhilfen konnten die betroffenen Menschen in dieser kritischen Zeit so ihre Grundbedürfnisse decken. Projektteilnehmende nutzten die Bargeldhilfen beispielweise, um Kosten für medizinische Versorgung zu decken oder Materialien für den Wiederaufbau ihrer Häuser zu besorgen. Um ihre Lebensbedingungen nachhaltig zu verbessern, errichtete unser Partner in Schulen und Gemeindezentren Wasseraufbereitungsanlagen, die die Trinkwasserversorgung maßgeblich verbesserten. Mit einem konfliktsensiblen und menschenorientierten Ansatz passte das Center for Social Integrity seine Aktivitäten an die sich verändernden Umstände an und begleitete die Gemeinden von der Katastrophe bis zur Phase des Wiederaufbaus.
Amal in der Türkei und Syrien
Die Partnerschaft zwischen Help und Amal begann nach den verheerenden Erdbeben in Syrien und der Türkei im Februar 2023. Bei den Beben kamen Zehntausende Menschen ums Leben, unzählige Städte wurden verwüstet und große Teile der Infrastruktur zerstört. Help und Amal realisierten bis heute im Erdbebengebiet mehrere Projekte, die betroffene Personen nachhaltig bei der Bewältigung der Krise begleiten. In der Provinz Hatay in der Türkei, welche durch die Erdbeben signifikante Zerstörungen erlitten hat, ermöglichte Amal mit der Ausgabe von Lebensmittelgutscheinen einen wichtigen Beitrag zur Ernährungssituation betroffener Familien. In der nordsyrischen Stadt Al-Bab in der Provinz Aleppo unterstützte Amal existierende Gesundheitseinrichtungen, baute mobile Gesundheitsteams auf und stellte Medikamente, medizinische Geräte und psychosoziale Dienste bereit.
In den Folgejahren fokussierten wir uns auf psychosoziale Hilfe. In der Provinz Idlib im Nordwesten Syriens baute Amal einen sogenannten „Safe Space“ für Frauen und Mädchen auf. Die Einrichtung bietet Besucherinnen den Zugang zu verschiedenen Angeboten: von Sensibilisierungs- und Empowerment-Trainings und psychosozialer Beratung bis hin zur Vermittlung berufsrelevanter Kenntnisse (z. B. Computer- und Englischkurse) sowie einkommensschaffenden Maßnahmen im handwerklichen Bereich.
Der geschlechtssensible Ansatz unseres Partners stützt sich nicht nur auf seine Schutzangebote für Überlebende von geschlechtsspezifischer Gewalt. Amal trägt neben dem Empowerment von Frauen und Mädchen auch zur Bekämpfung der Ursachen von geschlechtsspezifischer Ungleichheit bei und investiert damit in den nachhaltigen Aufbau widerstandsfähigerer Gemeinschaften. Amal bedeutet auf Arabisch „Hoffnung“. Und genau diese Hoffnung stärkt vielen Frauen und Mädchen, die hierherkommen, den Rücken.
Schutzräume für Frauen in Syrien
Projektteilnehmerin Thanaa aus Syrien erzählt, wie Help und Amal sie unterstützt haben.
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Ausblick
Seit Jahren ist bekannt, dass die Umsetzung von Hilfsprojekten durch lokale Akteure deutlich effizienter ist als durch internationale Organisationen. In akuten Krisen sind sie meist als Erste vor Ort, kennen die lokalen Gegebenheiten und können am besten einschätzen, was die Menschen am dringendsten brauchen. Gerade in schwer zugänglichen Regionen – geografisch oder sicherheitsbedingt – sind lokale Hilfsorganisationen unersetzlich, um schnell Nothilfe leisten zu können.
Umso dringender ist jetzt der Handlungsbedarf. Wenn Ressourcen knapper werden, muss ihre Wirkung maximiert und die „Hilfe zur Selbsthilfe“ zur Selbstverständlichkeit werden – nicht nur als Hebel zur Effizienzsteigerung, sondern auch als Grundlage für ein gerechteres Hilfssystem, das neokoloniale Machtgefälle abbaut und lokale Akteure an Planung und Entscheidungen beteiligt. Dazu gehört, lokale Organisationen stärker direkt zu finanzieren, bürokratische Hürden abzubauen und Entscheidungskompetenzen näher in die betroffenen Regionen zu verlagern. Das wäre nicht nur gerechter, sondern auch wirtschaftlich vernünftig.
In einer Welt rasanten Wandels braucht es jetzt Weitsicht und Ausdauer, um diese richtigen Weichen zu stellen. Dafür stehen wir und brauchen Sie an unserer Seite. Unterstützen Sie uns weiterhin dabei.
Ausführlicher Jahresbericht als PDF
In der barrierefreien PDF-Version unseres Jahresberichts erhalten Sie Informationen zu allen laufenden Projekten im Jahr 2025, den Bericht des Vorstands, den Finanzbericht, eine Übersicht unserer Gremien, eine Auflistung unserer Dienstleister und vieles mehr.