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Coronavirus

Fragen und Antworten zur COVID-19-Pandemie

Das Coronavirus verbreitet sich rasant. Während die Fallzahlen steigen, nimmt auch die tägliche Informationsflut zu – und wächst vielen von uns über den Kopf. Damit Sie nicht den Überblick verlieren, fassen wir die wichtigsten Informationen auf dieser Seite zusammen und beantworten die meist gestellten Fragen.

Wenn Sie gesundheitliche Beschwerden haben oder vermuten, sich infiziert zu haben, wenden Sie sich bitte telefonisch an Ihre Hausärztin / Ihren Hausarzt oder rufen Sie die 116 117 an.


Coronavirus, SARS-CoV-2, COVID-19 – was ist was?

Die Bezeichnung „Corona“ oder „Coronavirus“ meint in der Regel das Virus SARS-CoV-2. Die Abkürzung steht für „Severe Acute Respiratory Syndrome Coronavirus 2“ (Schweres akutes Atemwegssyndrom Coronavirus 2).

Tatsächlich gehört SARS-CoV-2 zu einer ganzen Familie von Viren, die allesamt Coronaviren genannt werden und seit den 1960ern bekannt sind. Ihren Namen tragen die Viren aufgrund der Fortsätze auf ihren kugelförmigen Hüllen, die an eine Krone oder einen Strahlenkranz (lat. corona) erinnern.


Die durch SARS-CoV-2 ausgelöste Atemwegserkrankung heißt COVID-19, was für „Coronavirus Disease 2019“ (Coronavirus Krankheit 2019) steht.


Woher kommt das Coronavirus?

Ende 2019 informierten chinesische Behörden die Weltgesundheitsorganisation (WHO) über eine ungewöhnliche Häufung von Lungenentzündungen in der Stadt Wuhan. Im Januar 2020 wurde bei den Erkrankten das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 entdeckt.

Zum Ursprung des Virus sind noch immer viele Fragen offen. Die Forscher vermuten, dass das Virus zuerst bei Fledermäusen vorkam und über ein weiteres Säugetier auf den Menschen übergegangen ist – möglicherweise Schuppentiere, die in China als Delikatesse gelten. Die ersten Fälle von COVID-19 wurden bei Mitarbeitern eines Marktes in Wuhan entdeckt, auf dem diverse Wildtiere gehandelt wurden. Es wird vermutet, dass das neuartige Coronavirus hier erstmals auf den Menschen übergegangen ist.

Von Wuhan hat sich das Coronavirus auf der ganzen Welt verbreitet. Am 11. März 2020 wurde die Krankheit von der WHO offiziell zur Pandemie erklärt. Neben China gibt es mittlerweile besonders in den USA, Italien und Spanien eine Vielzahl von Fällen.


Welche Symptome verursacht das Coronavirus?

Wie die meisten Coronaviren befällt SARS-CoV-2 vor allem die unteren Atemwege. Die Symptome bei einer Infektion ähneln denen einer Grippe. Typisch sind Fieber und trockener Husten, häufig begleitet von Kopf- und Gliederschmerzen, Schnupfen, Müdigkeit und Halskratzen. In seltenen Fällen treten Symptome wie Übelkeit oder Durchfall auf. Manche Betroffene leiden unter schwerer Atemnot, die sich bis zur Lungenentzündung entwickeln kann. Bei einem kritischen Krankheitsverlauf ist mit Atemversagen, septischem Schock und/oder Organversagen zu rechnen.

In der Regel klingen die Symptome innerhalb von zwei Wochen ab. Bei einem schweren Verlauf kann es bis zu sechs Wochen dauern, bis sich die Betroffenen von der Krankheit erholt haben.


Wie gefährlich ist das Coronavirus?

Die Krankheitsverläufe bei einer Infektion mit dem Coronavirus sind sehr unterschiedlich. Bei den meisten Menschen verläuft COVID-19 glücklicherweise mild, teilweise treten gar keine Symptome auf. Knapp 20 Prozent der Betroffenen erleiden jedoch einen schweren Verlauf, der in seltenen Fällen tödlich enden kann. Obwohl vor allem Menschen mit Vorerkrankungen, ältere Personen und Raucher gefährdet sind, können schwere Verläufe bei allen Erwachsenen auftreten.

Eine Gefahr geht zurzeit vor allem von der rasanten Ausbreitung von COVID-19 aus. Eine infizierte Person steckt in der Regel mehrere Menschen an, was zu einem exponentiellen Wachstum der Fallzahlen führt. Ab einem bestimmten Punkt reichen die Kapazitäten unseres Gesundheitssystems nicht mehr aus, um alle gleichzeitig zu versorgen – Menschen sterben, die unter normalen Umständen hätten gerettet werden können. Um das zu verhindern, verfolgen mittlerweile viele Staaten das „flatten the curve“-Prinzip: Durch Einschränkungen des öffentlichen Lebens wird die Wachstumskurve abgeflacht.


Ist das Coronavirus gefährlicher als die Grippe?

Jedes Jahr sterben Menschen an der Grippe – weit mehr als bisher an COVID-19. Daraus lässt sich aber keinesfalls ableiten, dass die neue Krankheit harmloser ist. Zum einen lassen die bisherigen Fallzahlen vermuten, dass die Sterblichkeitsrate höher liegt als bei der saisonalen Influenza. Zum anderen besteht bei uns keine Grundimmunität aufgrund früherer Infektionen, wie es bei der Grippe der Fall ist. Wir sind dem Coronavirus also schutzlos ausgeliefert. Dies führt auch dazu, dass sich das Virus so rasant ausbreiten und unser Gesundheitssystem an seine Grenzen bringen kann.


Wie wird das Coronavirus übertragen und wie kann ich mich schützen?

Das Coronavirus wird vor allem über Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen, also beim Ausatmen, Sprechen oder Husten. So gelangen die Erreger an Schleimhäute wie Atemwege oder Mund. Eine Infektion ist auch über indirekten Kontakt möglich, beispielsweise durch Berühren von Mund oder Augen mit ungewaschenen Händen. Nach der Ansteckung kann es bis zu zwei Wochen dauern, bis Symptome auftreten.

Wasser und Seife bieten den besten Schutz vor dem Coronavirus. Gründliches Händewaschen für mind. 20 Sekunden beseitigt die Erreger fast vollständig. Ein Tipp: Beim Händewaschen zweimal „Happy Birthday“ singen. Um sich selbst und andere zu schützen, sollte man zudem den Kontakt zu anderen Menschen nach Möglichkeit meiden und das Haus nur noch für notwendige Erledigungen wie Einkäufe oder Arzttermine verlassen.


Wie lange überlebt das Coronavirus auf Oberflächen?

Wie lange sich Coronaviren auf Oberflächen halten, hängt stark von deren Beschaffenheit sowie den äußeren Umständen ab. Die Erreger lieben Kälte und hohe Luftfeuchtigkeit, andernfalls trocknen sie schnell aus. Aktuelle Studien zeigen, dass die Viren unter günstigen Bedingungen auf Kunststoffen und Edelstahl bis zu drei Tage überleben können, auf Papier oder Pappe nur einen Tag. In der Luft sind Coronaviren sogar schon nach drei Stunden nicht mehr überlebensfähig.

Neue Untersuchungen deuten zudem daraufhin, dass COVID-19 kaum über Schmierinfektionen übertragen wird. Um sich wirklich auf diese Weise anzustecken, müsste der berührte Gegenstand sehr frisch und sehr stark kontaminiert sein. Trotzdem ist es ratsam, sich regelmäßig und gründlich die Hände zu waschen sowie Gegenstände wie Türklinken, Handys oder Schlüssel zu desinfizieren.


Wie beeinflusst das Coronavirus die Arbeit von Help?

Mit Homeoffice und Notfallplänen stellen wir bei Help sicher, dass unsere Hilfsprojekte weiter umgesetzt werden. Gleichzeitig beobachten wir mit Sorge, dass sich in vielen Krisengebieten eine Katastrophe anbahnt: In den syrischen Flüchtlingslagern, wo die Menschen auf engstem Raum zusammenleben. Oder im Südsudan, wo kaum jemand Zugang zu sauberem Wasser oder Seife hat.

Ohne internationale Hilfe wird sich das Coronavirus hier rasend schnell verbreiten und zahllose Todesopfer fordern. Damit es nicht dazu kommt, fördert Help weltweit Projekte zur Krankheitsprävention. Wie wir vorgehen und in welchen Ländern wir aktiv sind, erfahren Sie HIER.

Nur gemeinsam können wir die drohende Katastrophe abwenden:  Spenden Sie jetzt!


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Fabian Nolde
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