Bonn, 19. Mai 2026 – Nach dem Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo verstärkt Help die Hilfsmaßnahmen in der Region Nord-Kivu und leistet dringende Unterstützung. Den Menschen in den betroffenen Regionen fehlt aktuell vor allem sauberes Trinkwasser sowie ausreichend Desinfektionsmittel wie Chlor.
„Die Lage ist extrem besorgniserregend, landesweit wurden bereits mehr als 400 Ebola-Fälle registriert. Demzufolge wurde der Gesundheitsnotstand ausgerufen und die Grenze zwischen der ruandischen Stadt Gisenyi und Goma im Kongo ist geschlossen. Die Menschen leben in großer Angst“, berichtet Help-Programm-Manager Christoph van Edig. „Um eine weitere Ausbreitung einzudämmen, unterstützt Help Präventionsmaßnahmen in Gesundheitseinrichtungen, Krankenhäusern und Vertriebenencamps, etwa durch die Herstellung und Verteilung von Flüssigchlor zur Desinfektion sowie Schulungen für Gesundheits- und Gemeindepersonal. Doch die Bedarfe übersteigen unsere Kapazitäten bei Weitem.“
Die Demokratische Republik Kongo gehört zu den ärmsten Ländern der Welt, rund 15 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. „Das Gesundheitssystem im Kongo ist bereits jetzt vollkommen überlastet, vielerorts sind die Menschen auf Gesundheitsangebote von lokalen Hilfsorganisationen angewiesen“, so van Edig. „Ebola ist hoch ansteckend, durch Fluchtbewegungen im Land kann sich die Krankheit unkontrolliert ausbreiten. Um einer weiteren Eskalation vorzubeugen, braucht es dringend weitere finanzielle Unterstützung. Wenn wir jetzt nicht entschlossen reagieren, ist es zu spät.“
Help ist bereits seit vielen Jahren im Kongo aktiv. Gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation UGEAFI setzt sich die Hilfsorganisation für die Stärkung der Gesundheitsversorgung in der Region Nord-Kivu im Ostkongo ein und leistet Nothilfe.
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