Petition: Solidarität nicht kaputtsparen!
Gemeinsam mit zahlreichen anderen Organisationen fordert Help von der Bundesregierung, das Budget für humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit nicht weiter zu kürzen.
Solidarität nicht kaputtsparen! Internationale Hilfe stärken!
An: Bundeskanzler Merz, Finanzminister Klingbeil und die Fraktionsvorsitzenden Spahn (CDU/CSU) und Miersch (SPD)
Krisen und Konflikte spitzen sich weltweit zu. Millionen Menschen kämpfen gegen Hunger, Armut und die Folgen der Klimakrise – besonders Frauen und Kinder. Trotzdem plant die Bundesregierung weitere Kürzungen bei der Entwicklungszusammenarbeit. Dabei wurde bereits massiv gekürzt, die Gelder für Nothilfe wurden in den letzten zwei Jahren sogar halbiert.
Diese Kürzungen treffen die Falschen. Humanitäre Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit retten Leben. Sie stärken Bildung, Gesundheit, Ernährungssicherheit und Einkommenschancen. Besonders wirksam sind sie dort, wo sie Ungleichheit abbauen und die Rechte von Frauen, Mädchen und anderen benachteiligten Gruppen gezielt stärken.
Wer hier spart, verschärft die Folgen von Krisen: Mehr Menschen hungern, Gesundheitsstationen schließen, Mädchen verlieren ihren Schulplatz und Familien ihre Lebensgrundlage.
WIR FORDERN SIE AUF: STOPPEN SIE DIE KÜRZUNGEN UND INVESTIEREN SIE IN NOTHILFE UND ENTWICKLUNGSZUSAMMENARBEIT!
Sparen Sie nicht bei denen, die unsere Solidarität am dringendsten brauchen. Stärken Sie Menschenrechte und Gleichberechtigung, damit Menschen Hunger, Armut und Abhängigkeiten überwinden können, Frauen selbst über ihr Leben entscheiden und Kinder überall eine Zukunft haben.
Im Herbst 2026 sollen die gesammelten Stimmen an Bundeskanzler Merz, Finanzminister Klingbeil und die Fraktionsvorsitzenden Spahn (CDU/CSU) und Miersch (SPD) übergeben werden.
ADRA | Aktion gegen den Hunger | Brot für die Welt | CARE Deutschland | Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) | Global Citizen | Help – Hilfe zur Selbsthilfe | Hirschfeld-Eddy-Stiftung | International Rescue Committee (IRC) | Misereor | NRC | ONE | Oxfam | Terre des Hommes | VENRO | Welthungerhilfe
Seit 2022 wurden die deutschen Mittel für humanitäre Hilfe bereits um fast 70 Prozent gekürzt, dabei ist die Bundesregierung eine zentrale Stütze des internationalen humanitären Systems. In anderen Geberstaaten ist die Situation ähnlich. Die globale Finanzierungslücke hat zur Folge, dass Millionen Menschen in Not keine humanitäre Hilfe erhalten.
Auf Grundlage der zentralen Erfolge der humanitären Hilfe im Jahr 2024 bedeuten die anhaltenden Kürzungen statistisch, dass:
- 4,3 Mio. Menschen keine Ernährungshilfe mehr erhalten,
- 1,5 Mio. Frauen und Kinder den Zugang zu Basisgesundheitsversorgung verloren haben,
- 1,4 Mio. Menschen der Zugang zu sauberem Trinkwasser, Sanitäranlagen und Hygienemaßnahmen verwehrt bleibt,
- 580.000 Kinder den einzigen Zugang zu formeller oder informeller Bildung verloren haben,
- 300.000 Betroffene von geschlechtsspezifischer Gewalt nicht länger unterstützt werden.
Hier finden Sie eine detaillierte Analyse der Haushaltskürzungen und ihren Auswirkungen.