Ein Gebäude mit Einschusslöchern in Luhansk in der Ost-Ukraine

Nothilfe Ukraine: Eine neue Realität

Help-Projektmanagerin berichtet von der Lage vor Ort

Nothilfe Ukraine

"Was wir jetzt erleben, die Realität, mit der wir jetzt leben, das ist ein ausgewachsener Krieg", berichtet Nelia Surus, Help-Projektmanagerin in der Ukraine.

Nelia musste ihr Zuhause in Kiew verlassen. So wie ihr geht es zurzeit Millionen Menschen. Sie erzählt uns, was sie seitdem bewegt.

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Krieg in der Ukraine

"Die Situation in der Ukraine ist kaum zu begreifen, es ist schwer zu verstehen und zu verarbeiten. Alles, was man sonst nur aus Büchern oder Filmen kennt, das ist jetzt unsere Realität", erzählt uns Nelia.

"Es gibt keine Resaurantbesuche mehr, man kann nicht mehr ausgehen, mit Freund:innen und Familie. Auch keine Konzerte mehr. Das ist jetzt alles erst mal unmöglich. Davor war das unsere Lebensrealität."

"Wir sehen in den Nachrichten, wie unsere Häuser zerstört werden, wie unsere Städt vernichtet werden. Vieles wird außerdem gerade knapp: Essen, Wasser, Strom, Gas, und so weiter.

Wenn man in den Supermarkt geht, weiß man nicht, ob man Essen bekommt oder nicht, denn die Regale sind leer. Man weiß nicht, ob man Geld abheben kann und die Karte akzeptiert wird", erzählt Nelia weiter.

"Menschen verstecken sich für Wochen in Schutzbunkern und wissen nicht, welche Zukunft sie erwartet. Familien werden getrennt und man weiß nicht, ob man seine Verwandten jemals wiedersieht. Wenn man sein Zuhause verlassen muss, weiß man nicht, was damit passiert. Es könnte zerstört oder ausgeraubt werden. Man weiß einfach nicht, was einen erwartet. Ich selbst weiß auch nicht, ob ich jemals in meine Heimat zurückkeren kann. Die Lage ist grauenvoll."


Help leistet Nothilfe in der Ukraine

Jetzt wo sie in Sicherheit ist, koordiniert Nelia die Hilfe von Help und unseren Partnern in der Ukraine.

"Als Help Ukraine haben wir uns dazu entschlossen, nicht tatenlos zuzusehen, sondern zu handeln, denn eigentlich waren wir schon immer betroffen. Das ist nicht das erste Mal, dass wir vertrieben wurden, dass wir Angst hatten, dass wir fliehen mussten und in wirtschaftliche Not geraten sind. Das wird uns nicht aufhalten."

"Mit unseren Partnern haben wir innerhalb weniger Tage Hilfsmaßnahmen für Menschen in Not gestartet. Jetzt verteilen wir Lebensmittel, Wasser, Hygieneartikel, Medikamente und weitere Hilfsgüter. Und das ist nur der Anfang", berichtet Nelia.

"Unsere Botschaft an euch ist, dass wir da sind. Bereit, Hilfe zu leisten. Egal, ob du innerhalb des Landes vertrieben bist, flüchten musst oder anderweitig vom Konflikt betroffen bist, wenn du den Krieg erlebst, bitte sei gewiss, dass wir für dich hier sind und weiterhin hier sein werden."

Ein älterer Mann in der Ost-Ukraine in einem Bus

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