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Straße im Südsudan

Jedes Leben zählt 

Im Südsudan kämpft Help gegen Hunger und Krankheit

Alltag in südsudanesischem Dorf
©Lehmann

Das Dorf Yali liegt im Herzen des Südsudan, nur wenige Kilometer nördlich der Stadt Yirol. Hohe Mangobäume umringt von rundlichen Hütten aus Holz oder Lehm mit spitzen Reisig-Dächern prägen das Bild. Am Abend tanzen Moskitos in der warmen Luft, Kinder spielen Fangen und springen Seil. Ein paar Jungs haben auf der trockenen Erde ein kleines Fußballfeld gezeichnet und Tore aus Zweigen errichtet. 

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Sie bringen ihre Kronkorken-Spieler in Position, während sie auf das Abendessen warten. Wie fast jeden Tag gibt es Hirse, die von den Frauen des Dorfes in Wasser eingeweicht und anschließend in Mörsern zu einer klebrigen Paste verarbeitet wurde. Dieser Brei ist nicht sonderlich nahrhaft, doch die Menschen sind dankbar für jede Mahlzeit – im Südsudan herrscht Hunger. Über sechs Millionen haben nicht ausreichend zu essen.


Südsudanesische Kinder beim Spielen
©Lehmann
Brunnenbau im Südsudan
Help errichtet eine Vielzahl an Brunnen im Südsudan

Als der Südsudan am 9. Juli 2011 seine Unabhängigkeit vom Norden erklärte, keimte zunächst Hoffnung auf Frieden auf. Nach Jahrzehnten des Bürgerkriegs waren für die Bewohner des fruchtbaren Landes Stabilität und wirtschaftliche Entwicklung endlich in greifbarer Nähe. Alle Hoffnung wurde jedoch schon im Dezember 2013 zerstört. 

Der Machtkampf zwischen den Anhängern des Präsidenten Salva Kiir und seinem Stellvertreter Riek Machar eskalierte und entwickelte sich rasch zum Bürgerkrieg zwischen den Volksgruppen der Dinka und der Nuer. Infolge der anhaltenden Gewalt sind tausende Menschen auf der Flucht und können ihre Felder nicht bestellen. Die Lebensmittelknappheit ist alarmierend und wird durch Dürreperioden weiter verschärft – es droht ständig eine Hungersnot.


Nahrung und Wasser

Auch in Yali waren die Schreie hungernder Kinder und die Tränen der Mütter bis vor kurzem an der Tagesordnung. Mittlerweile können die Dorfbewohner jedoch wieder lachen. Die Hilfsorganisation „Help – Hilfe zur Selbsthilfe“ hat in dem Ort ein Behandlungszentrum errichtet. Akut unterernährte Kinder werden hier mit Medikamenten sowie therapeutischer Nahrung versorgt, beispielsweise mit einer energiereichen Paste aus Erdnussbutter. 4.200 Kinder konnte die Hilfsorganisation auf diese Weise schon vor dem Hungertod bewahren.

Brunnen im Südsudan
Die Brunnen verbessern die Hygiene und Wasserversorgung nachhaltig.

Ein weiteres Problem, das in Yali und vielen anderen Dörfern schon vor dem Krieg zahlreiche Kinderleben gefordert hat, ist die Wasserversorgung. Im Südsudan ist der nächste Brunnen oftmals etliche Kilometer entfernt. Die Dorfbewohner entnehmen ihr Wasser daher meist aus Pfützen oder schmutzigen Bächen. In der Folge leiden die meisten Menschen unter Parasitenbefall, immer wieder kommt es zu schweren Durchfallerkrankungen und Todesfällen, gerade unter Kindern und werdenden Müttern.

Help bohrt daher in weiten Teilen des Landes neue Brunnen und errichtet stabile Latrinen, um die Hygiene und Wasserversorgung nachhaltig zu verbessern. Die Menschen werden zudem in der Wartung der Anlagen geschult, damit das Projekt dauerhaft Erfolg hat. 

Erfolgsgeschichten wie aus Yali führen die große Bedeutung humanitärer Hilfe vor Augen. Doch die Arbeit der Helfer ist nicht immer einfach, gerade in konfliktreichen Ländern wie dem Südsudan. Seit Ausbruch des Bürgerkrieges 2013 wurden 95 humanitäre Helfer ermordet, davon 28 allein im letzten Jahr. Doch trotz der bedrohlichen Situation setzen die Mitarbeiter von Help und anderen NGOs ihre Arbeit unbeirrt fort. In diesem Konflikt, in dem nicht einmal mehr die Vereinten Nationen die Toten zählen, ist jedes gerettete Leben von unschätzbarem Wert.

2800 Kinder konnten bislang gerettet werden

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Bereits 10 € reichen aus, um 10 unterernährte Kinder mit therapeutischer Nahrung zu versorgen. 

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Fabian Nolde
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