Geflüchtete Mutter mit Kind

Irak
Stein für Stein in eine bessere Zukunft

Spenden für Irak

2017 endete der Krieg gegen den sogenannten Islamischen Staat (IS). Seitdem kehrten mehr als 4 Millionen geflüchtete Menschen in ihre zerstörte Heimat zurück. Help unterstützt die Menschen im Irak beim Wiederaufbau der Infrastruktur, um die Grundlage für eine bessere Zukunft zu schaffen.

Spenden Sie jetzt für den Wiederaufbau im Irak!

„Als der IS mein Heimatdorf Baawiza überfiel, musste ich mit meiner Familie fliehen. Während der Flucht wurde ich am Kopf verletzt und mein Bruder wäre fast gestorben. Jetzt konnten wir nach Baawiza zurückkehren, aber der IS hat alles geplündert und zerstört. Help hat uns geholfen, das Wassernetzwerk wiederaufzubauen: Dank Help haben wir wieder sauberes Trinkwasser!“
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Wie ist die Situation im Irak?

Ein Land gezeichnet vom Krieg

Die Kämpfe mit dem IS sind beendet, markiert durch die Befreiung Mossuls im Juli 2017. Millionen Menschen machten sich seit sich auf den Weg zurück in ihre Heimat.

Gleichzeitig gibt es viele Geflüchtete, die noch nicht zurückkehren können. Eine Dynamik, die eine besondere Herausforderung darstellt: Nach Einschätzungen der Vereinten Nationen sind über 4 Millionen Menschen auf die Unterstützung von Hilfsorganisationen angewiesen.

Besonders betroffen ist die Region Ninawa im Norden des Iraks. Straßen und öffentliche Gebäude wie Krankenhäuser und Schulen sind beschädigt oder gänzlich zerstört. Neben einer medizinischen Versorgung mangelt es vor allem an sauberem Wasser für den täglichen Gebrauch. In Zeiten der Corona-Pandemie ist das besonders gefährlich, da die fehlende Wasserinfrastruktur die Ausbreitung des Coronavirus begünstigt. Im März 2020 wurden in unserer Projektregion bereits erste COVID-19-Fälle bestätigt.

Die Sicherheit der Menschen ist weiter bedroht. Auch wenn der IS aus den Städten vertrieben ist, erhält er nach wie vor Rückhalt in einigen ländlichen Gegenden. Immer häufiger berichten Medien, dass der IS durch die Corona-Pandemie wieder an Stärke gewinnt, da die Sicherheitskräfte mit der Überwachung der Ausgangsbeschränkungen beschäftigt sind.

Wie hilft Help im Irak?

Gemeinsam bauen wir an der Zukunft

Seit 2017 kümmert sich Help um den Wiederaufbau im Irak. Nachdem wir bereits 32 Schulen saniert haben, widmen wir uns seit der Befreiung Mossuls 2017 der Trinkwasserversorgung in unserer Projektregion Ninawa. Für 2021 planen wir, die traditionelle, kleinbäuerliche Landwirtschaft in vier Distrikten wiederzubeleben und nachhaltig umzugestalten.

Aktuell bohren wir Brunnen und installieren Pumpanlagen, die sauberes Trinkwasser an die Oberfläche pumpen. Zudem baut Help Wassertanks und renoviert Wasseraufbereitungsanlagen. Um die Haushalte mit diesen Einrichtungen zu verbinden, erneuert und verlegt Help Wasserleitungen.

Bislang erhielten bereits über 327.000 Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Aktuell sind wir dabei, weitere 175.000 Menschen mit fließend Wasser zu versorgen. Endlich müssen sie sich keine Sorgen mehr machen, wo sie sauberes Wasser zum Trinken, Kochen, Waschen und für die Hygiene herbekommen.

Um Familien in Flüchtlingslagern während der Corona-Pandemie zu unterstützen, haben wir außerdem ein Cash-for-Work Programm umgesetzt. 96 Flüchtlingsfrauen wurden im Umgang mit der Nähmaschine geschult. Gemeinsam haben sie über 50.000 Masken genäht, die an die anderen Bewohner des Lagers sowie an Gesundheitsstationen und Menschen in armen Stadtvierteln verteilt wurden. Ihre neu erlernten Fähigkeiten können die Frauen weiterhin anwenden und mit dem verdienten Geld ihre Familien unterstützen.



Neue Perspektiven für den Irak

„Als der IS in unser Dorf kam, änderte sich mein ganzes Leben“, erinnert sich die 11-jährige Mira aus der Nähe von Mossul. „Es ging alles so schnell. Mein Vater zog sich Frauenkleidung über, um nicht gefangengenommen zu werden. Dann rannten wir los.“

Gemeinsam mit ihren Eltern und ihren fünf Geschwistern war Mira über einen Tag lang zu Fuß auf der Flucht – ohne Wasser, ohne Essen. Drei Jahre lang kam die Familie in einem Flüchtlingslager unter. „Als wir endlich nach Hause zurückkehren konnten, war alles zerstört. Es gab kein fließendes Wasser, keinen Strom, nicht einmal Straßen. Überall lag Müll aus den letzten drei Jahren. Deshalb wurden viele Menschen krank“, erzählt Mira traurig. Doch schon bald begann der Wiederaufbau: Help setzte das Wassernetzwerk wieder instand, führte ein Abfallsystem ein und reparierte Straßen. Der Wiederaufbau gibt den Menschen neue Perspektiven. „So langsam finden wir zu unserem alten Leben zurück!“, freut sich Mira.



Irak: Sauber in die Zukunft

  • Irak: Sauber in die ZukunftHygiene und Trinkwasser sind Schwerpunktthemen von Help. Neben dem Wiederaufbau eines funktionierenden Wassernetzwerks haben wir deshalb in unserer Projektregion im Norden Iraks auch die Beseitigung des Abfalls in den Gemeinden übernommen. ++Zum Öffnen klicken++ Datei öffnen

Fotos und Videos

Zahlen und Fakten

  • Rund 6 Millionen Iraker:innen wurden zwischen 2014 und 2017 aus ihrer Heimat vertrieben
  • 4,1 Millionen Menschen im Irak sind auf humanitäre Hilfe angewiesen (11/2019)
  • 1,85 Millionen Menschen brauchen Hilfe bei der Wasser- und Sanitärversorgung (01/2020)
  • Inzwischen konnten bereits mehr als 1,5 Millionen Menschen nach Ninawa zurückkehren (08/2018)
  • 247.000 syrische Flüchtlinge leben derzeit im Irak (04/2020)

Quellen: OCHA, UNHCR, Reliefweb

  • Insgesamt erhalten über 500.000 Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser
  • Rund 5.000 Haushalte können ihren Abfall nun fachgerecht entsorgen
  • Ca. 30.000 Schüler:innen können dank der Sanierung von 32 Schulen wieder lernen
  • In 95 Schulen haben 65.000 Schüler:innen nun Zugang zu sauberem Trinkwasser durch die Installation von Wasserfiltern
  • 1.200 junge Menschen erhielten eine Berufsausbildung, unter anderem in den Bereichen Informatik, Friseurhandwerk, Nähen, Mechanik und Fotografie
  • 79.000 Binnenflüchtlinge haben Nahrungsmittelhilfe erhalten

Spenden Irak

Jetzt spenden und beim Wiederaufbau im Irak helfen

Mit 100 € sichern Sie langfristig die Wasserversorgung einer ganzen Familie im Irak.

IBAN: DE47 3708 0040 0240 0030 00
BIC: DRES DE FF 370


Aktuelles aus unseren Projekten

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Autor: Robin Walter