Ein Kind zwischen Trümmern im Jemen (Copyright Islamic Relief)
© Islamic Relief

Jemen
Im Kampf gegen Cholera und Corona

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Seit 2015 herrscht grauenvoller Krieg im Jemen. Der brutale Konflikt und seine Folgen haben bereits zehntausende Menschenleben gefordert. Zusätzlich wächst die Bedrohung durch den Ausbruch von Cholera und des Coronavirus. Millionen Menschen im Jemen sind dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen. Help fördert die medizinische Versorgung vor Ort und verbessert den Zugang zu Trinkwasser. Über 72.000 Menschen profitieren von unserem Projekt.

Unterstützen Sie unsere Arbeit im Jemen – spenden Sie jetzt!

Wie ist die Situation im Jemen?

20 Millionen Menschen im Jemen brauchen Hilfe

Die Lage im Jemen ist katastrophal. Grund für den anhaltenden Krieg sind gewaltvolle Auseinandersetzungen zwischen der Huthi-Bewegung und einer von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition. Als Folge droht der stille Tod überall: Krankheiten und Hunger sind allgegenwärtig. Durch den Krieg ist die Gesundheitsversorgung komplett zusammengebrochen, die Preise für Lebensmittel stark angestiegen. Insbesondere Kinder im Jemen leiden stark: Über 2 Millionen Kinder unter fünf Jahren sind von Mangelernährung bedroht.

Zusätzlich zum Hunger leidet die Bevölkerung im Jemen unter der bislang schwersten Cholera-Epidemie weltweit. Die Trinkwasser-Infrastruktur wurde durch den Krieg größtenteils zerstört, weshalb es vielerorts keinen Zugang zu sauberem Wasser gibt. Seit Beginn der Corona-Pandemie hat sich die gesundheitliche Situation im Jemen weiterhin verschlechtert.

Aktuell leben rund 20 Millionen Jemenit:innen in Not, das sind zwei Drittel der Bevölkerung. Ihnen mangelt es an allem: Nahrung, Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen, einem Leben in Würde und Sicherheit.


Wie hilft Help im Jemen?

Geber:  ADH (Aktion Deutschland Hilft), ZF hilft e.V. | Lokale Partner im Jemen

Kampf gegen Cholera und Corona

Als gemeinnützige Organisation unterstützt Help die Menschen im Jemen. In der Region Hajjah haben wir sechzehn Gesundheitseinrichtungen errichtet, in denen insbesondere Cholerapatienten behandelt werden können. Dafür haben wir medizinisches Personal vor Ort geschult und sie für Themen wie Cholerabehandlung, WASH Standards sowie allgemeine Hygiene sensibilisiert. Um der Ausbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken, haben wir zusätzliche Schulungen zur Prävention und Behandlung von COVID-19 durchgeführt. Neben Medikamenten stellen wir dringend benötigte medizinische Ausrüstung zur Verfügung und stellen den Betrieb der Gesundheitseinrichtungen sicher.

Unsere Partnerorganisation im Jemen ist für die Überwachung der Cholera-Entwicklung in der Projektregion tätig und wird dabei von uns gestärkt. Sobald ein Cholera-Fall auftritt, entsenden wir ein Soforthilfe-Team, welches sich um die Behandlung und die Rückverfolgung der Infektion kümmert. Ist die Quelle der Infektion ausfindig gemacht, sorgt unser Team für die Desinfektion und verteilt Hygiene-Pakete in der betroffenen Gemeinde und klärt die Menschen über Schutzmaßnahmen auf.

Zusätzlich engagiert sich Help für die Rehabilitierung von Trinkwassersystemen, installiert Solarpumpen und errichtet Sanitäreinrichtungen in Haushalten sowie an vier Schulen. Insgesamt profitieren über 72.000 Menschen von unserem Projekt.

Fotos und Videos

Cholera im Jemen

Zahlen und Fakten

  • 30 Millionen Menschen leben im Jemen und sind vom Krieg betroffen. Zwei Drittel von ihnen benötigen dringend humanitäre Hilfe, davon 11 Millionen Kinder im Jemen. (03/2021)
  • Über 18 Millionen Jemenit:innen haben keinen Zugang zu einer sicheren Wasser- und Sanitärversorgung. (06/2020)
  • 2,3 Millionen Kinder unter fünf Jahren leiden im Verlauf des Jahres 2021 an akuter Mangelernährung. (03/2021)
  • 400.000 mangelernährte Kinder im Jemen sind vom Tod bedroht (03/2021).

Quellen: ACAPS, WHO

  • Help unterstützt über 72.000 Menschen in der Region Hajjah
  • Einrichtung und Betrieb von fünfzehn kleinen und einer großen Krankenstation
  • Bereitstellung von Medikamenten, medizinischer Ausrüstung und Transport von Patienten
  • Schulung von lokalem medizinischem Fach- sowie administrativen Personal
  • Durchführung von Haushaltsschulungen zur Choleraprävention, -früherkennung und Haushaltshygiene
  • Verteilung von Hygiene-Paketen an Haushalte
  • Rehabilitierung der Sanitäreinrichtungen an vier Schulen
  • Wiederaufbau eines Trinkwassersystems (Rehabilitierung des Brunnen, Bau eines Speichertanks, Bau einer Viehtränke, Verlegung von Wasserleitungen, Installation einer solarbetriebenen Pumpe inkl. Solarpanelen)
  • Bau von 32 Haushaltslatrinen
Ein jemenitischer Junge erhält Zugang zur medizinischen Versorgung.

Jemen: Spenden Sie jetzt für Menschen in Not

Bereits mit 50 € finanzieren Sie ein Cholera-Hygiene-Paket und schützen eine Familie vor der Ansteckung mit Cholera.

IBAN: DE47 3708 0040 0240 0030 00
BIC: DRES DE FF 370


Aktuelles aus unseren Projekten

Kontakt

Julian Loh
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Autor: Help-Redaktionsteam