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Moria: Ein Jahr nach dem Brand

Wirkungsvolle Hilfe für die Flüchtlinge auf Lesbos

Ein Jahr ist es her, dass Moria, das damals größte Flüchtlingslager Europas, in einem Flammenmeer unterging. Fast 12.000 Menschen, darunter etwa 4.000 Kinder, verloren auf einen Schlag das Wenige, das sie noch besaßen. Mittlerweile lebt der Großteil der Flüchtlinge im neuen Lager „Kara Tepe“, in dem das Elend bis heute weitergeht. 

Seit der Brandkatastrophe engagiert sich Help gemeinsam mit unserer Partnerorganisation „Greek Council for Refugees“ (GCR) für die Menschen auf Lesbos. Wir blicken zurück auf ein Jahr voller Herausforderungen – und nachhaltiger Erfolge.

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Leben in der Hölle auf Erden

Schon vor dem verheerenden Brand hatte das Flüchtlingslager Moria jahrelang für Schlagzeilen gesorgt. In dem für 2.800 Personen konzipierten Camp hatten zeitweilig rund 20.000 Menschen gelebt. Für die Bewohner:innen war das Lager die Hölle auf Erden: Es gab weder genug Essen noch sauberes Trinkwasser, die sanitären Anlagen waren eine Katastrophe. Immer wieder entlud sich die angespannte Situation in Gewalt, viele Menschen nahmen sich das Leben.

Am 9. September 2020 ist das Flüchtlingslager Moria in einem Flammenmeer verschwunden – doch in dem neuen Lager „Kara Tepe“ geht die Tragödie weiter. Weite Teile des Camps bestehen nur aus provisorischen Zelten, die kaum Schutz vor Wind und Kälte bieten. Bei Regen versinken die Zelte im Schlamm, Strom gibt es nur mit Glück. Vor allem fehlt es an sanitären Einrichtungen: Die rund 3.500 Bewohner:innen müssen sich 330 Toiletten und 170 Duschen teilen. Mangels Waschmöglichkeiten sind Hautkrankheiten und Läuse allgegenwärtig.


Die Hilfe kommt an

Nach der Brandkatastrophe in Moria standen fast 12.000 Geflüchtete vor dem Nichts, darunter etliche Kinder, Schwangere und schwerkranke Menschen. Um den Betroffenen schnell und effektiv zu helfen, hat Help unmittelbar nach dem Feuer die Nothilfe unseres langjährigen Partners „Greek Council for Refugees“ (GCR) gestärkt und die Verteilung von dringend benötigten Hilfsgütern unterstützt. 

Im neuen Lager „Kara Tepe“ geht die Hilfe weiter. Da viele der Bewohner:innen während der Flucht oder im Camp Opfer von Übergriffen und sexueller Gewalt geworden sind, bietet GCR ihnen psychologische Unterstützung an. GCR begleitet die Menschen zudem zu wichtigen Terminen, vermittelt Griechisch-Sprachkurse und organisiert kostenlose juristische Beratungen. Denn viele Flüchtlinge können aufgrund von fehlenden Sprach- und Fachkenntnissen oder Corona-bedingten Ausgangssperren ihre Rechte nicht wahrnehmen.


So haben wir geholfen:

  • Verteilung von Hilfsgütern
  • Psychosoziale Unterstützung
  • Begleitung zu Krankenhäusern und Behörden
  • Vermittlung von Sprachkursen
  • Juristische Beratung


Neue Hoffnung wagen

Amina war hochschwanger, als sie mit ihrem Mann Sayed und ihren zwei Kindern im März 2021 die Küste von Lesbos erreichte. Nach ihrer Ankunft wurde die junge Familie sofort in die Quarantäne-Zone des Lagers Kara Tepe verwiesen, wo sie ohne warmes Wasser, Strom oder anständige Betten auskommen musste. Trotz ihres Zustandes schlief Amina jede Nacht auf dem Boden.

Nach der Geburt ihres Kindes bezog die Familie ein Zelt im Hauptteil des Lagers, doch die Probleme gingen weiter. Für die Eltern war es ein Kraftakt, an sauberes Wasser oder angemessene Kleidung für ihre Kinder zu kommen. Vor allem sorgten sie sich aber um ihr Baby, das jeden Tag schwächer wurde. Amina konnte nicht genug Milch produzieren und Alternativen ließen sich nicht auftreiben.

Dank der Unterstützung durch Help konnte GCR der Familie unter die Arme greifen. Amina und Sayed erhielten Milch für ihr Neugeborenes sowie Kleidung und Nahrungsmittel. Das älteste Kind der Familie kann heute wieder die Schule besuchen und Sayed, der noch immer an einer alten Verletzung leidet, wurde der Zugang zu medizinischer Versorgung erleichtert. Seit ihrer Ankunft auf Lesbos spürt die junge Familie erstmals wieder ein wenig Hoffnung aufkeimen.

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© Judith Büthe

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