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Afghanistan-Bildung

Afghanistan
Selbsthilfe und Wiederaufbau

Spenden für Afghanistan

Help, ursprünglich gegründet um afghanischen Flüchtlingen zu helfen, unterstützt heute Rückkehrer und schutzbedürftige Afghanen dabei, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Unsere umfassenden Ausbildungsprogramme schaffen Zukunftsperspektiven in nachhaltigem Tourismus, Landwirtschaft, Handwerk und Behördenaufbau und helfen afghanischen Kleinunternehmern bei den ersten Schritten.

Spenden Sie jetzt und helfen Sie den Menschen in Afghanistan!

„Das sechsmonatige Programm von Help unterstützte mich bei der Gründung meines kleinen Unternehmens zusammen mit einem meiner Kursteilnehmer. Ich habe gelernt, Mobiltelefone zu reparieren, und habe jetzt ein angemessenes Einkommen. Das alles verdanke ich dem Ausbildungsprogramm von Help.“ (Parwiz betreibt einen Reparaturservice für Mobilfunktelefone in Herat)

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Wie ist die Situation in Afghanistan?

Wiederaufbau in Afghanistan
Afghanistan ist geprägt vom Terror - die Statuen im Fels wurden zerstört.

Terror ist Alltag

Krieg, Gewalt und Unterdrückung bestimmen seit Jahrzehnten den Alltag der Menschen in Afghanistan. Nach der Invasion und anschließenden Besetzung durch die Sowjetunion (1979-1989) folgte ein jahrelanger Bürgerkrieg, der in der Machtergreifung der Taliban gipfelte. Infolge der Anschläge vom 11. September 2001 stürzte die internationale Koalition zwar das Schreckensregime der Taliban in Afghanistan, die Gefahr für die Zivilbevölkerung durch tägliche Terroranschläge bleibt aber weiter bestehen. 

Über 40 Länder beteiligen sich heute am Wiederaufbau in Afghanistan: Staatliche Strukturen sollen geschaffen, Schulen, Straßen und Krankenhäuser gebaut werden. Wichtig für die Afghanen ist vor allem eine Zukunftsperspektive. In Afghanistan leben etwa 1,4 Millionen junge Menschen, die in einem Alter sind, in dem sie eine Berufsausbildung machen könnten. Die Förderung der Bildung, des zivilen Wiederaufbaus und die Stärkung gesellschaftlich benachteiligter Personengruppen, wie z.B. der Frauen, sind daher von entscheidender Bedeutung für die weitere Entwicklung Afghanistans.

Wie hilft Help in Afghanistan?


Einkommen schaffende Maßnahmen in Afghanistan
Frauen bei der Schneiderarbeit.

Bildung ist der Schlüssel für die Zukunft

Help ermöglicht den Menschen in Afghanistan eine berufliche Perspektive. In den Provinzen Herat und Bamyan konzentrieren wir unsere Hilfe auf Rückkehrer und schutzbedürftige afghanische Familien. Unsere Lehrlinge werden in Berufen wie beispielsweise Schneiderei, Automechanik, Büroadministration, Verwaltung, Tourismus oder Computer- und Mobilfunktechnik geschult und auch nach Abschluss der Ausbildung weiter betreut. Insbesondere afghanischen Frauen ermöglichen wir durch unsere Projekte Eigenständigkeit und Selbstbestimmung. Dabei ist uns der Praxisbezug wichtig. Neben der Ausbildung in den Berufsschulen lernen die Männer und Frauen direkt im Betrieb. Dadurch können sie das Gelernte sofort umsetzen und nach Abschluss der Ausbildung ein gesichertes Einkommen erzielen.

Von 1981 bis 1997 wurden Projekte in Afghanistan und zur Unterstützung afghanischer Flüchtlinge in den Nachbarländern in den Bereichen Nothilfe, Bildung, Gesundheit und Landwirtschaft umgesetzt. Während der Taliban-Herrschaft von 1998 bis 2001 arbeitete Help nicht in Afghanistan. 

Geber und Partner: AA (Auswärtiges Amt), BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung)


Ms Susan in ihrer Schneiderei in Afghanistan
Dank der Unterstützung von Help hat Ms. Susan nach ihrer Rückkehr eine Perspektive in Afghanistan.

Ein Leben nach der Flucht

Ms. Susan hat die meiste Zeit ihrer Kindheit auf der Flucht vor Krieg und Terror verbracht. Nach ihrer Rückkehr nach Afghanistan fasste sie einen Entschluss: Sie wollte eine erfolgreiche Schneiderin werden. Der Grund? Die Schneiderarbeiten, die sie selber in Auftrag gab, gefielen ihr nicht. Also besuchte Sie eine Fortbildung von Help in der Stadt Herat und erlernte das Handwerk selbst. Heute ist sie 34, eine erfolgreiche Unternehmerin und teilt ihr Wissen mir anderen afghanischen Frauen: „Zurzeit besuchen 25 Frauen meinen Kurs ,Banoo Tailoring Production Workshop for Ladies‘. Die Frauen lernen bei mir aber nicht nur, sie verdienen auch Geld. Von Anfang an übernehmen sie Aufträge und werden dafür bezahlt. So können sie ihre Familien wirtschaftlich unterstützen.“

Fotos und Videos

Zahlen und Fakten

Fahne Afghanistan

  • Einwohner: 35.530.081 (2017)
  • Religionen: 99 % Muslime (80 % Sunniten und 19 % Schiiten)
  • 54,5 % der Afghanen leben unterhalb der nationalen Armutsgrenze 
  • Kindersterblichkeit: 67,9 (Kinder unter 5 Jahren, pro 1.000 Einwohner / Stand: 2017)
  • Menschen, die lesen und schreiben können: 38 % (2015)

Quellen: BMZ / LIPortal

  • Über 10.500 afghanische Frauen und Männer hat Help seit 2005 in Herat und Bamyan ausgebildet.
  • Jedes Jahr schließen über 1.000 Lehrlinge ihre Ausbildung in Afghanistan ab
  • 70 % der Frauen und Männer, die eine Ausbildung erhalten haben, gehen einer festen Beschäftigung mit einem regelmäßigen Einkommen nach. 
  • In Bamyan schulte Help von 2014 bis 2016 rund 80 Handwerker im Bau von Biogasanlagen und baute 15 solcher Anlagen.

Seit November 2001 arbeitet Help in Herat, seit 2014 in Bamyan. In dieser Zeit hat Help: 

  • Schulen und Wasserleitungen errichtet,
  • die erste deutsche Minenräumerin eingesetzt,
  • kriegsgeschädigten Jugendlichen Schul- und Berufsbildungen ermöglicht,
  • die berufliche Ausbildung und Reintegration von Rückkehrern aus dem Iran ermöglicht,
  • den Aufbau der Behördenstrukturen unterstützt,
  • die Selbstständigkeit von Frauen in Afghanistan gestärkt.

Aktuelles aus unseren Projekten

Kontakt

Kayu Orellana
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Kayu Orellana
hilft Ihnen gerne weiter:
+49(0)228 91529-41
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