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Helfer unterwegs - Schriftzug
Schulmahlzeiten für Notunterricht in Syrien
Syrien

Syrien 2016 und ein vorsichtiger Blick in die Zukunft

Zuerst möchte ich im Namen von Help und unserem Team in Syrien Ihnen allen ein frohes neues Jahr 2017 wünschen und hoffe, dass Sie die Weihnachtstage gut und besinnlich verbracht haben. Auch wir von Help in Syrien haben die Gelegenheit genutzt, um unsere Familien und Freunde zu sehen. Jetzt, nach einer guten Woche in der Heimat türmen sich jedoch wieder die Ideen und Planungen für das kommende Jahr in unseren Köpfen und ich möchte mit Ihnen auf mein Jahr 2016 zurückschauen und einen vorsichtigen Ausblick auf 2017 wagen.

Nothilfe für Flüchtlinge in Syrien
Wir verteilen Hilfspakete an die Menschen in Syrien, sie enthalten Nahrung, Hygieneartikel oder wetterfeste Kleidung.

Ich persönlich blicke mit gemischten Gefühlen auf 2016 zurück. Für viele war das Jahr verlustreich und man musste sich von vielen großen Figuren aus Kunst und Politik verabschieden. Auf der anderen Seite konnte ich in meinem Leben ein neues Kapitel öffnen, als ich meine Arbeit bei Help im September begann. Ich hatte in den vergangen Jahren stark darauf hingearbeitet meine Fähigkeiten und mein Profil besonders auf die humanitäre Hilfe im Kontext von Krieg und Konflikt zu optimieren. Im Herbst dieses Jahres war es dann endlich soweit und ich konnte als Projektkoordinator für Help in Syrien anfangen.

 Als einer von sehr wenigen Europäern versuche ich in Zusammenarbeit mit meinem fantastischen Team aus syrischen Kollegen seither die Überlebenschancen der Menschen in Syrien zu verbessern. Doch die Arbeit wurde nicht mit meiner Ankunft begonnen. Schon seit fast 10 Jahren ist Help in Syrien aktiv und hat bereits während des Irak-Krieges Hilfe für Flüchtlinge geleitet. Aufbauen auf dieser Arbeit gilt es jetzt das Leid der Menschen zu lindern und dem Schaden, den der Krieg angerichtet hat, entschlossen entgegenzutreten.

Nothilfe für Flüchtlinge in Syrien
Die Menschen in Syrien verarmen, das verschlechtert ihre Situation noch mehr.

Für 2017 bleibt die Lage kritisch, wir sehen uns einer Phase der Situation gegenüber, in der den Menschen die wenigen Ersparnisse ausgehen und wir mit einer zusätzlichen Verelendung der Menschen rechnen müssen. Die Folgen sind Unterernährung, Verwahrlosung und die Häufung von Krankheiten. Es ist für uns also weiterhin dringend notwendig nicht wegzuschauen und für die Menschen vor Ort aktiv zu bleiben und Fluchtursachen zu bekämpfen. Ich werde Sie in Zukunft über unsere Arbeit in einem der komplexesten Felder der Welt auf dem Laufenden halten und über unsere Arbeit, unser Team und die Menschen vor Ort berichten.  

Viele Grüße, euer Kayu