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Helfer unterwegs - Schriftzug
Entwicklungszusammenarbeit in Simbabwe
Simbabwe

Entwicklungshilfe in Simbabwe

Help-Mitarbeiter in Simbabwe
Christoph Laufens, Projektkoordinator für Simbabwe.

Meine Name ist Christoph Laufens und ich arbeite als Landeskoordinator für „Help“ in Simbabwe. Ich werde oft von Freunden und Bekannten in Deutschland sowie hier in Simbabwe gefragt, ob sich unsere Arbeit in den Projekten wirtschaftlich lohnt, und ob am Ende des Tages auch wirklich den Menschen vor Ort geholfen wird. 


Ländliche Entwicklung in Simbabwe

Ernährungssicherung in Simbabwe
Durch Ackerbau wird nicht nur die Ernährung sondern auch das Einkommen gesichert.

Ich verweise dann gerne auf ein Projekt, das wir seit einigen Jahren in dem Distrikt Centenary in Simbabwe umsetzen. In dem Projekt unterstützen wir inzwischen 4,250 Familien mit Saatgut und Düngemitteln. Zudem halten wir intensive Schulungen mit dem Ziel, dass die Familien sich selbst versorgen können. Inzwischen ernten die Familien in Centenary nicht nur ausreichend Lebensmittel für ihre eigene Ernährung, sondern darüber hinaus auch noch genug, um es auf den Märkten der Region zu verkaufen. Dadurch können sie ihre Kinder in die Schule schicken und sich dringend benötigte ärztliche Hilfe leisten.

Über Training zum Erfolg

Der wichtigste Bestandteil dieses Projektes ist allerdings das Training. Die Bauern werden von unserem qualifizierten Personal in verschiedenen Formen der Landwirtschaft unterrichtet. Ihnen werden Wege gezeigt, wie sie auch unter schwierigen Bedingungen, eine vielversprechende Ernte erzielen. Da die Menschen mit ohne Material starten, werden ihnen zu Beginn landwirtschaftliche Inputs, wie Saatgut und Düngemittel, zur Verfügung gestellt. In den folgenden Jahren haben sie dann genug erwirtschaftet, um sich ihre eigenen Inputs zu leisten.

Das Kosten-Nutzen Verhältnis spricht für sich

Kampf gegen Hunger in Simbabwe
Entwicklungszusammenarbeit lohnt sich!

Die verschiedenen Projekte in der Region haben seit 2011 3.2 Millionen Euro gekostet. Das klingt erstmal nach sehr viel Geld, aber nachdem die Bauern im ersten Jahr genug für ihren eigenen Konsum produziert haben, haben sie im Jahr 2013 bereits Überschüsse in Höhe von 2,112,500 USD erwirtschaftet. Im Jahr 2014 haben sie einen dann einen Gegenwert von über 5 Millionen USD erzielt. In dieser Saison, die schwierigere Wetterbedingungen aufweist, haben sie bereits einen Überschuss von ca. 4,8 Millionen USD eingenommen! Das Projekt wird noch bis zur nächsten Erntesaison 2016 laufen und es wird erwartet, dass ein ähnlicher Ertrag erwirtschaftet wird. Das bedeutet, dass die Menschen durch die Investition von 3.2 Millionen Euro nicht nur mit genug Nahrungsmitteln versorgt wurden, sondern auch noch neue Verdienstmöglichkeiten geschaffen wurden. Der Nahrungsmittelbedarf wurde gedeckt und um ein vielfaches überstiegen, so dass wir die Lebensbedingungen deutlich verbessert haben. Um auf die Ausgangsfrage zurückzukommen: Wenn ich gefragt werde, ob sich unsere Arbeit eigentlich lohnt, dann kann ich mit sehr gutem Gewissen antworten: „Ja, das tut sie - absolut!“