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Historie von Help

Geschichte

Seit 35 Jahren hilft Help Menschen in Not

Deutsche helfen Afghanistan seit 1981

Help hilft seit über 35 Jahren

Die sowjetische Intervention in Afghanistan 1979 führte dazu, dass drei Millionen Menschen in die Nachbarländer Pakistan und Iran flüchteten. Am 15. Juli 1981 gründeten Abgeordnete aller im Bundestag vertretenen Parteien sowie Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Kirche die Organisation „Help – Hilfe zur Selbsthilfe e.V.“ und riefen unter dem Motto „Deutsche helfen Afghanistan“ zu Spenden auf. Erster Vorsitzender war Wolfgang Beitz, ehemaliger Geschäftsführer der Otto-Bennecke-Stiftung. Die Gründungsmitglieder Dr. Naim Assad und Uwe Janssen gehören noch heute der Mitgliederversammlung an. Direkt nach der Gründung des Vereins startete eine Bundeswehrmaschine vom Frankfurter Flughafen vollgeladen mit Medikamenten und vom Vorstand begleitet nach Islamabad zur Versorgung der afghanischen Flüchtlinge. Es folgten 20 Lkws, tonnenweise beladen mit Proteinzusatznahrung, Decken, Zelten, Medikamenten und Prothesen.

Help hatte von Beginn an seinen Dienstsitz in Bonn und kooperierte hier mit dem „Verein für afghanische Flüchtlinge“ und vor Ort mit der „Union Aid for Afghan Refugees“. Mit Spenden und Förderung durch die Bundesregierung startete Help die medizinische Versorgung und verteilte Nahrungsmittel und Milch an Kinder. Getreu dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ bildete Help afghanische Flüchtlinge in Pakistan zu Handwerkern aus und stärkte auch die Frauen durch Schulungen zu Krankenschwestern, Näherinnen und Stickerinnen. Medizinische Basisversorgung, die Förderung von Kliniken und plastischen Operationen waren weitere Schwerpunkte.


Nothilfe und Wiederaufbau seit 1990 weltweit

Help hilft Kindern seit über 35 Jahren

Seit 1990 ist Help weltweit tätig. Zunächst in Rumänien, dann auch in Afrika, Südosteuropa und weiteren Ländern Asiens. Nach Naturkatastrophen und kriegerischen Konflikten weitet Help immer wieder seine Hilfsangebote auf neue Projektländer aus. Auslöser waren z.B. die Kriege in Bosnien und Irak, Dürren in Afrika, Erdbeben und Tsunamis in Asien. Dabei folgt auf die erste Soforthilfe meist ein längerfristiges Engagement zum Wiederaufbau aller Lebensbereiche durch Gesundheits- und Wasserversorgung, Ernährungs- und Existenzsicherung, Bildung und Ausbildung. Ziel war und ist die Stärkung der Selbstständigkeit und Widerstandsfähigkeit betroffener Gesellschaften. Unser Programm: „Menschen retten – Zukunft schaffen“.


Ein verzweifelter Vater und sein vom Krieg entstelltes kleines Mädchen


Menschen in Not helfen - seit 35 Jahren

„Mitte der 1980er Jahre war ich als Help-Geschäftsführerin in Pakistan. Plastische Chirurgen aus Deutschland operierten Kriegsopfer in Peschawar. Ein afghanischer Arzt traf die Vorauswahl, welchen der vielen Patienten geholfen werden konnte.

Dr. Göser, unser „Mann vor Ort“ leitete seit 1986 die Arbeit von Help und machte einen hervorragenden Job. Mit ihm war ich in der Praxis des Arztes, als ein Vater mit seiner kleinen Tochter hereinkam. Das kleine Mädchen sah schlimm aus. Es hatte eine ganz verbrannte, vernarbte Gesichtshälfte. Eine Brandbombe hatte ihr Haus in Afghanistan getroffen und das Kind konnte sich nicht schnell genug retten. Danach war die Familie nach Pakistan geflüchtet und suchte dringend Hilfe. Uns war klar: Diesem Mädchen musste geholfen werden, sein ganzes Leben wäre sonst zerstört worden. Eine normale Kindheit, Ehe, Familie wären unmöglich und leidvoll geworden.  Die Dankbarkeit des Vaters kannte keine Grenzen, als wir ihm sagten, sein Kind könne operiert werden. Er schüttelte uns immer wieder die Hand und war überglücklich. Das kleine Mädchen streichelte ganz zart meinen Arm. Es war einer der bewegendsten Momente während meiner Tätigkeit für Help. Wenn ich mich heute noch für Help engagiere, dann auch weil dieses kleine Ärmchen mich nicht loslässt.“

Angelika Josten-Janssen, Vorstandsmitglied / Geschäftsführerin von Help von 1984 bis 1989

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