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Hilfe für die Opfer des Tschetschenienkonflikts

In zehn Jahren hat Help 27 Projekte im Nordkaukasus durchgeführt. Über einer Million Menschen konnten seit Dezember 1999 geholfen werden. Über viele Jahre hinweg lag der Schwerpunkt auf der Verteilung von Non-Food-Artikeln wie Wolldecken, Bettlaken, Hygieneartikeln und Waren des täglichen Bedarfs. Nachdem sich die generelle Lage etwas entspannt hatte, verlagerte sich ab 2005 der Schwerpunkt von der reinen humanitären Hilfe hin zum Wiederaufbau von Unterkünften mit Selbsthilfebeteiligung und zu Einkommen schaffenden Maßnahmen.

Blick nach vorne

Trotz einer speziell in Grosny nicht zu übersehenden Normalisierung – Grosny ist praktisch aus Ruinen neu aufgebaut worden – haben die gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Regierung und militanten Gruppierungen in den letzten beiden Jahren im Nordkaukasus erheblich zugenommen und damit die Sicherheitssituation für die internationalen Helfer verschlechtert. Ob diese Versuche der Destabilisierung in einen neuen Krieg münden, muss abgewartet werden. Unterm Strich aber bleibt, dass sich das internationale Interesse anderen Krisengebieten zugewandt hat. Obwohl es durchaus noch gezielten Bedarf in den Sektoren Wiederaufbau und Einkommen schaffenden Maßnahmen gibt, wird Help wohl im Herbst 2010 die Arbeit für die Opfer des Tschetschenienkonflikts einstellen müssen.