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Endlich Schule!  

Durch Schul- und Berufsausbildung in den Help-Projekten erhalten Kinder und Jugendliche einen guten Start in eine bessere Zukunft.

 

Mehr als 115 Mio. Kinder auf dieser Welt können nicht zur Schule gehen. Ihren Familien fehlt das Geld für Schuluniform und -gebühren, Bücher und Hefte. Oft ist noch nicht einmal genug zu essen da und so müssen Kinder arbeiten anstatt zu lernen.

 

Zum Beispiel Tafi und Tererai in Simbabwe:

Die 13 jährige Tafi geht in die 7. Klasse des Gymnasiums, ihr 8 Jahre alter Cousin Tererai in die 3. Klasse der Grundschule. Um 4 Uhr morgens verlassen sie das Haus auf dem Dorf, um pünktlich um 7.30 h zum Unterricht in der Stadt zu erscheinen. Ohne Mittagessen machen sie sich nach der Schule auf den Rückweg – zu Fuß durch die Mittagshitze. Die Schulgebühren wurden von 20 auf 200 US-Dollar pro Kind und Semester angehoben. Hinzu kommen 83 US-Dollar für Material. Wer keine Uniform hat, darf zum Unterricht nicht erscheinen. Tafis Mutter ist allein erziehend und verdient 40 US-Dollar im Monat. Davon müssen Miete, Wasser, Strom und Essen bezahlt werden. Die drastisch gestiegenen Schulgebühren kann sie nicht mehr bezahlen. Tafi will Wissenschaftlerin werden, doch wie kann sie ihr Ziel erreichen?

Zum Beispiel Halima und Nasima aus Afghanistan:

Die beiden 15 und 13 Jahre alten Schwestern sind vor drei Jahren aus dem Exil in Iran nach Afghanistan zurückgekehrt. „Meine Eltern durften in Iran nicht offiziell arbeiten, wir Kinder nicht zur Schule gehen. Privatschule für 320 Euro Schulgeld pro Jahr hat mein Vater zwei Jahre lang bezahlen können durch Gelegenheitsarbeit, dann war er ganz ohne Arbeit und wir mussten die Schule verlassen. Wir sind froh, zurück in Afghanistan zu sein. Meine Eltern erhalten eine Berufsausbildung dank Help und wir können zur Schule gehen. Help hat uns sogar das Schulmaterial und die Uniform geschenkt. Meine Mutter arbeitet bereits als Schneiderin. Ich will Lehrerin werden. Bildung wird mir helfen, mein Ziel zu erreichen,“ sagt Halima.

 

Zum Beispiel Mohammed in Syrien:

In den Vororten von Damaskus leben rund 1 Mio. irakische Flüchtlinge in einfachsten Übergangs- behausungen ohne Strom und Wasser. Die syrischen Schulen sind überfüllt, für irakische Flüchtlingskinder ist kaum noch Platz. Ohnehin können sich die Eltern ohne Arbeit und mit schwindenden Ersparnissen Schuluniform und Bücher nicht leisten. Als der letzte Notgroschen verbraucht ist, muss auch Mohammed, 9 Jahre alt, versuchen, als Helfer auf dem Bau zu arbeiten, damit die 7 köpfige Familie sich wenigstens eine Mahlzeit am Tag leisten kann. Jungs arbeiten auf dem Bau oder im Bazar, Mädchen landen nicht selten in der Prostitution.

Erfolge von Help

In Afghanistan hat Help bisher 20.000 Kindern und Jugendlichen eine Schul- bzw. Berufsausbildung ermöglicht. In Syrien erhalten irakische Flüchtlingskinder einen finanziellen Zuschuss für den Lebens- unterhalt der Familien, wenn sie regelmäßig am Schulunterricht teilnehmen. In Simbabwe schaffen wir neue Einkommensmöglichkeiten für Eltern, die dadurch die Schulgebühren ihrer Kinder wieder zahlen können. 

Bildung ist der Schlüssel zu einer besseren Zukunft und schafft Chancen auf Arbeit, Einkommen und ein eigenständiges Leben. Deshalb unterstützt Help – ganz im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe – Familien durch Zugang zu Schulbildung und Berufsausbildung. Wer lesen, schreiben, rechnen kann und einen Beruf erlernt, schafft den Sprung aus der Armut meist ganz alleine. Darauf setzen wir.