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Wasser und Klimaschutz:
Simbabwe - Sauberes Trinkwasser mit sauberer Energie gewinnen

Einheimische beim Bau von neuen Brunnen

Die Wasserversorgung in Simbabwe ist landesweit unzureichend, an vielen Stellen sogar völlig zusammen- gebrochen. Welche Auswirkungen der Mangel an sauberem Trinkwasser hat, zeigte uns zu Beginn des Jahres 2009 auch die anhaltende Cholera-Epidemie in Simbabwe. Bis Ende März 2009 wurden rund 94.000 Cholera-Fälle registriert und über 4.000 Menschen sind an der Krankheit gestorben. Viele Brunnen sind seit langem nicht mehr funktionsfähig oder hygienisch nicht einwandfrei, weil sie nicht gewartet werden können. Es fehlt an Ersatzteilen.

Je mehr Brunnen unbrauchbar werden, umso mehr Familien müssen auf die noch verbliebenen intakten Brunnen zugreifen. Dies führt zu dauerhaftem massivem Druck auf die Wasserpumpe und die Verschleißteile, so dass durch Abnutzung und fehlende Wartung weitere wichtige Brunnen verloren gehen.

Solarstation zum Betrieb eines Brunnes

Neben der Bevölkerung leiden vor allem die ländlichen Gesundheitsstationen unter Mangel an sauberem Trinkwasser und Strom. Ohne Strom und Wasser sind Operationen, ja oft einfachste Behandlungen, nicht durchführbar. Deshalb verknüpft Help hier die Wasser- versorgung mit Solartechnik. Solaranlagen machen die Gesundheitsstationen von Dieselpumpen unabhängig und sind zudem klimafreundlich. In den Provinzen Matabeleland North und Midlands wurden so 450 Brunnen instand gesetzt. Davon profitieren rund 100.000 Haushalte und 12 ländliche Kliniken.

Help unterstützt Familien auch mit Saatgut

Die Not in Simbabwe ist seit Jahren dramatisch. Unter der Misswirtschaft der Regierung leidet das ganze Land und politische Gewalttaten gehören zum Alltag. Help versucht, der notleidenden Bevölkerung zu helfen, wo es nur geht. Neben den Projekten zur Wasserversorgung unterstützt Help Familien mit Saatgut, Dünger und Nahrungsmitteln und versorgt Kliniken und Gesundheits- stationen mit Medikamenten und medizinischem Material.

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) fördert die Projektaktivitäten von Help in Simbabwe.