Niger - Gesundheit für Mütter und Kinder

Help - Hilfe zur Selbsthilfe hat im Sahelland Niger verschiedene Projekte in den Bereichen Gesundheit und Ernährungssicherung. Help ist im Niger seit 2004 tätig.
Mangel an Trinkwasser und Nahrung im Sahel
Die Sahelzone hat eine erschreckende Statistik: Jedes vierte Kind stirbt vor seinem fünften Geburtstag. In den Sahelländern fehlt sauberes Trinkwasser und Nahrung. Dadurch kommt es oft zu Mangelernährung und Krankheiten, die im Niger oft unbehandelt bleiben, da viele Menschen arm sind. Armut und Krankheit sind im Sahel eng miteinander verbunden. Erkrankten Menschen fehlt oft das Geld für eine ärztliche Untersuchung oder für Medikamente. Selbst wenn ein Arztbesuch für ein Kind nur einen Euro und für einen Erwachsenen zwei Euro kostet, ist diese Summe für die Menschen im Niger unbezahlbar. Deshalb sterben besonders Kinder und werdende oder stillenden Mütter an vermeidbaren Krankheiten oder an fehlender Behandlung.
Bei Kleinkindern und Babys führen so häufig auftretende Erkrankungen wie Durchfall und Malaria unbehandelt fast immer zum Tod. Ein weiteres Problem sind die vielen Geburten, die medizinisch nicht betreut werden: Dadurch ist die Anzahl von Frauen und Babys, die bei der Geburt sterben, hoch.
Kostenlose Gesundheitsversorgung für Mütter und Kinder durch Help
Mit Unterstützung der Generaldirektion für Humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission (ECHO) bietet Help seit 2006 in Niger eine kostenlose Gesundheitsversorgung von schwangeren und stillenden Müttern und Kindern unter fünf Jahren, die besonders auf medizinische Betreuung angewiesen sind.
In den Departements Mayahi und Tera in Niger sowie Dori und Sebba in Burkina Faso erhalten 450.000 Kinder unter fünf Jahren sowie schwangere und stillende Mütter eine kostenlose Behandlung, Geburtshilfe und Nachsorge.
Help finanziert in den Projekten im Niger auch Krankentransporte und Medikamente. Ein nachhaltiger Erfolg wird durch Vorsorgeprogramme und regelmäßige Kontrollen von Gewicht und Wachstum der Kleinkinder und Babys hergestellt. In den von Help betreuten Gebieten sinken Mütter- und Kindersterblichkeit kontinuierlich und die Behandlungsrate in den Gesundheitszentren steigt. "Unser Konzept geht auf und wird von den Menschen im Niger dankbar angenommen. Hemmschwellen wurden durch Aufklärungsarbeit überwunden. Wichtig ist für Help die Zusammenarbeit mit den lokalen Gesundheitsbehörden. Denn das Ziel von Help ist es, die Projekte so schnell wie möglich in lokale Hände zu übergeben“, berichtet Help-Projektkoordinatorin Kristina Rauland aus Westafrika. 2008 wurde das Konzept und Projekte auf das Sahelnachbarland Burkina Faso ausgedehnt.
Hilfsprojekte im Niger werden ausgebaut
Die Ergebnisse beeindrucken auch unsere Kofinanzierungsgeber, und so konnte das Projektvolumen hier von 2008 auf 2009 um rund eine halbe Million Euro aufgestockt werden. Eine positive Nachricht für die Überlebenschancen der Kleinkinder und Frauen.
Zusätzlich hat Help in 2009 damit begonnen, der sich ausweitenden Unterernährung von Kindern in Niger entgegen zu wirken. Gemeinsam mit Unicef führt Help präventive Maßnahmen durch und fördert das exklusive Stillen von Kindern bis zum sechsten Lebensmonat. Mit Informationsveranstaltungen zeigt Help wie lebenswichtig Impfungen, Vitamingaben, regelmäßige Gewichtskontrollen sowie Vermeidung und Behandlung von Durchfall-Erkrankungen für ein gesundes Wachstum sind.

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