Tschad - Wasser, Hygiene und Medizin für Flüchtlinge und lokale Bevölkerung

Help im Tschad

Help stellt im Tschad die Wasserversorgung für sudanesische Flüchtlinge aus dem Darfur sicher. Das Flüchtlingslager Am Nabak im Osten des Tschad und die lokale Bevölkerung erhalten zudem medizinische und gesundheitliche Unterstützung.

Flüchtlingscamp besteht zur Mehrheit aus Frauen und Kindern

Darfur-Flüchtlinge im Tschad
Die Flüchtlinge leben seit 2004 im Tschad.

Seit Mitte 2004 stellt Help die Wasserversorgung für 12.000 sudanesische Flüchtlinge im Lager Am Nabak und für 1.500 Menschen der benachbarten Siedlung Am Nabak im Tschad sicher. Von den Flüchtlingen sind 80% Frauen und Kinder.

Auch wenn es inzwischen auf dem Papier einen Friedensvertrag zwischen Tschad und Sudan gibt, der auch die Situation im Darfur berücksichtigt, ist eine Rückkehr dieser Menschen in ihre Heimatregionen nach wie vor nicht möglich. Zu groß ist die Angst, im Darfur wieder Opfer von Gewalt und Plünderungen zu werden. Die Flüchtlinge müssen weiterhin im Flüchtlingslager ausharren und sind von der Unterstützung durch Hilfsorganisationen wie Help abhängig.

Flucht aus Darfur

2003 eskalierte die Situation im Sudan, als regierungsgestützte Reitermilizen, die sogenannten Janjaweed, über die Dörfer der westsudanesichen Darfur-Region herfielen, Häuser plünderten, die Felder zerstörten und das Vieh raubten. Am schlimmsten waren jedoch die Gräueltaten an der Bevölkerung. Die Milizen verschleppten, vergewaltigten und ermordeten Frauen, Männer und Kinder. Mehr als 300.000 Menschen starben. Den Überlebenden blieb nur die Flucht in den Tschad.

Video über die Wasserprojekte im Osten des Tschad

Solarpumpen, Krankenhäuser und Gesundheitsstationen

Heute stellt Help nicht nur die Wasserversorgung im Lager Am Nabak sicher, sondern baut Solarpumpen, stattet Krankenhäuser und Gesundheitsstationen aus und arbeitet an langfristigen Projekten für eine nachhaltige Wasserversorgung. So wurden auch Flussschwellen in Wadis gebaut.

Die Projekte im Tschad werden finanziert durch das Auswärtige Amt, die Europäische Kommission (ECHO), das deutsche Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und den Verein ZF Hilft (ZF Friedrichshafen).