Mobile Kliniken von Help versorgen Patienten und leisten Prävention

Patienten warten auf Ihre Behandlung.

Help setzt im Bereich Gesundheit mobile Kliniken in Pakistan ein. In der pakistanischen Provinz Khyber Pakhtunkhwa, in den Regionen um die Städte Charsadda, Nowshera und Peshawar, wurden 80% der medizinischen Infrastruktur zerstört. Help setzt dort zusammen mit seiner lokalen Partnerorganisation CAMP (Community Appraisal and Motivation Programme) acht mobile Kliniken mit medizinischen Hilfsteams ein, die Krankheiten wie Durchfall und andere Magen-Darm-Infektionen behandeln und deren Verbreitung vorbeugen. Die medizinischen Fachkräfte bieten hierzu täglich Hygieneschulungen an, die v.a. für Frauen offen stehen. Durch die Aufklärung und Prävention wird auch der Ausbreitung von Seuchen Einhalt geboten. Zusammen werden in den Kliniken täglich bis zu 1.600 Patienten behandelt.

Im Bereich Gesundheit hat Help nach der Flut mehrere Hilfsprojekte erfolgreich abgeschlossen. So führte Help mehrere tausende Impfungen gegen Diphterie, Masern, Keuchhusten, Tetanus und Polio durch. Weiterhin leisteten in der Grenzregion der pakistanischen Provinzen Belutschistan und Sindh sieben mobile Kliniken und eine semi-permanente Zeltklinik gesundheitliche Erstversorgung und führten Hygieneschulungen durch.

Trinkwasser aus mobilen Anlagen für pakistanische Schulen

Beim Wiederaufbau der betroffenen Regionen Pakistans versorgt Help – Hilfe zur Selbsthilfe Schulen mit mobilen Wasseraufbereitungsanlagen. An den Einsatzorten wird so für sauberes Wasser gesorgt. Der Wasserfilter, entwickelt von der Universität Kassel, mit dem Namen Paul (Portable Unit for Life Saving) kann pro Tag 1.200 Liter Wasser reinigen und etwa 200 Menschen mit trinkbarem Wasser versorgen.

Erfolgreiches Projekt: Einkommen schaffende Maßnahmen als langfristige Hilfe

Flut in Pakistan
Eine Fläche von der Größe Italiens war überschwemmt.

Folgen der Flut in Pakistan 2010: Die zeitweise meterhohe Schlammbrühe tötete Vieh, vernichtete Ernten, zerstörte Saatgutlager und hat weite Teile von landwirtschaftlichen Anbaugebieten auf längere Zeit unbestellbar gemacht. Viele pakistanische Familien verloren so ihre Lebensgrundlage. Diesen Menschen fehlen finanzielle Mittel, um ihre Existenz wiederaufzubauen.

In einem nachhaltigen Hilfsprojekt von Help in Pakistan wurde 2.000 Familien eine Starthilfe gegeben um selbstständig ein Einkommen zu erwirtschaften. Dabei wurden besonders Schwache und Benachteiligte berücksichtigt. Help half bei einem Neuanfang, indem z. B. Nutztiere, wie Schafe, Ziegen und Hühner beschafft wurden. Andere Maßnahmen waren die Anschaffung von Handwerkszeug und Landwirtschaftsgeräte sowie der Kauf von Saatgut und Dünger. Help unterstützte zudem Kleinunternehmen beim Wiederaufbau des Geschäftsbetriebes und Frauenbetriebe wie z. B. Näherinnen. Gleichzeitig boten Help und CAMP Trainings an, die Chancen zum Wiedereinstieg in dem jeweiligen Beruf verbesserten. Unser Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ wurde hier praktisch umgesetzt und gab 2.000 Familien eine neue Chance.