Haiti – Nothilfe und Wiederaufbau nach dem Erdbeben

Help in Haiti

Am 12. Januar 2010 erschütterte ein schweres Erdbeben Haiti. 250.000 Menschen verloren ihr Leben, Hunderttausende wurden verletzt und 1,5 Millionen Menschen obdachlos.

Infrastruktur von Haiti wurde lahm gelegt

Das Erdbeben hinterließ nicht nur große Zerstörung, sondern legte auch die Infrastruktur des Landes komplett lahm. Außerdem wurden die Behörden schwer getroffen und funktionieren immer noch nur eingeschränkt. Eine solch große Katastrophe auf solch engem Raum hat es in den letzten 50 Jahren auf der Welt nicht gegeben: eine riesige Herausforderung für die Hilfsorganisationen und die internationale Gemeinschaft.

Help leistet Nothilfe nach dem Erdbeben

In der ersten Nothilfephase konnte Help – Hilfe zur Selbsthilfe schnell reagieren und lieferte medizinisches Material zur Versorgung von 60.000 Menschen und verteilte dringend benötigte Lebensmittel. Ein fünfköpfiges Ärzteteam reiste sofort aus Deutschland nach Haiti und operierte zwei Wochen lang die vielen Verletzten. Leider mussten wegen der schweren Verletzungen viele Amputationen durchgeführt werden.

Help hilft beim Wiederaufbau Haitis

Jetzt ist Help im Wiederaufbau Haitis tätig und baut hurrikan- und erdbebensichere Häuser für Menschen, die ihr Obdach durch die Katastrophe verloren haben, darunter auch barrierefreie Häuser. Diese werden zusätzlich mit Solarlampen ausgestattet. Weiterhin wurden Gesundheitsstationen und Schulen errichtet bzw. wiederaufgebaut. Daneben ist Help im Bereich Hygiene und Gesundheit tätig. Für ärmere Haushalte hat Help ein landwirtschaftliches Projekt gestartet, das die Familien dabei unterstützt, ihre Ernährung selbstständig zu sichern.

Hurrikan Sandy und Tropensturm Isaac

Die Projektregion von Help wurde teilweise vom Tropensturm Isaac im August 2012 und schwer vom Hurrikan Sandy im Oktober 2012 getroffen. Help unterstützt nun betroffene Familien bei der Behebung der Schäden nach den Stürmen. Die Hilfsmaßnahmen umfassen u. a. die Reparatur von Häusern sowie die Verteilung von Saatgut. Ferner werden in der Projektregion Sträucher und Bäume zur Bodensicherung gepflanzt, um größere Schäden bei weiteren Stürmen zu verhindern.