Bangladesch - Schutz vor der Flut

Help in Bangladesch

Help - Hilfe zur Selbsthilfe war von 2007 bis 2009 in Bangladesch tätig.

Help half Flutopfern

Help - Hilfe zur Selbsthilfe hat über Jahre gemeinsam mit seiner Partnerorganisation NETZ und lokalen Partnern den Menschen in Bangladesch bei Überschwemmungen geholfen und Maßnahmen ergriffen, um die Auswirkungen zukünftiger Flutkatastrophen einzudämmen. Das Einsatzgebiet der Nothilfe durch Help war der obere Lauf des Brahmaputra-Flusses im Norden Bangladeschs. Der Brahmaputra-Fluss ist ein bis zu zehn Kilometer breiter Strom mit Schwemmlandinseln, auf denen ein Teil der lokalen Bevölkerung lebt.

Gefährlicher Monsun in Bangladesch

Jährlich sorgt der Monsun in Bangladesch zwischen Juli und Oktober für massive Regenfälle. Dabei regnet es tagelang ununterbrochen. Bäche werden zu Flüssen, und Flüsse zu reißenden Strömen, die über ihre Ufer heraustreten und Straßen, Felder und Häuser oder Hütten überschwemmen.  Die schlimmste Katastrophe in den letzten Jahren ereignete sich 2007 als es über 500 Todesopfer gab und 6 Millionen Menschen durch die Flut obdachlos wurden und in Auffanglagern versorgt werden mussten.

Vorsorge und Schutz vor der nächsten Flut

Einkommen durch Bau von Flutschutz
Die Bevölkerung ist in das Projekt einbezogen.

Nach der Soforthilfe bei der Flutkatastrophe hat Help beim Wiederaufbau geholfen und mit seinen Bündnispartnern einkommensschaffende Maßnahmen für die nach der Flut landlose Bevölkerung geschaffen. Dies geschah mit dem Bau von Schutzmaßnahmen für künftige Fluten in Form von zehn Flutschutz-Arealen in zehn Gemeinden. Ein Areal bietet während einer Flut Zuflucht für mindestens 1.500 Menschen sowie den gesamten Viehbestand und alle beweglichen Güter. Das traditionelle Wissen der Bevölkerung wurde beim Bau der Areale mit einbezogen. Für jedes Areal wurde ein Flutschutzkomitee eingerichtet und mit einem Training in Katastrophenmanagement sowie in Wartungsmaßnahmen der Flut-Areale ausgebildet.

Help schließt Projekt erfolgreich ab

Die Help-Projekte in Bangladesch sind derzeit erfolgreich abgeschlossen, vor allem durch eine effiziente Zusammenarbeit zwischen Help, NETZ und seinen Partnern sowie der lokalen Bevölkerung. Jedoch sind zukünftige Überschwemmungen und deren Ausmaße nicht vorhersehbar. Falls es zu neuen Katastrophen in Bangladesch kommt, wie z. B. durch Fluten oder Wirbelstürme, wird Help wieder zur Stelle sein und helfen. Dabei kann auf die bestehenden Strukturen und Partnerschaften aufgebaut werden.