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Afghanistan-Bildung

Afghanistan

Flüchtlings- und Selbsthilfe

Kurzinfo Afghanistan

Gegründet um afghanischen Flüchtlingen zu helfen, unterstützt Help heute Flüchtlinge bei der Reintegration durch Berufsausbildung, fördert die Selbstbestimmung von Frauen und bietet Zukunftsperspektiven in nachhaltigem Tourismus, Landwirtschaft, Handwerk und Behördenaufbau sowie bei der Nutzung alternativer Energien.

„Als 21jährige afghanische Frau will ich Veränderungen in meinem Land, Frieden und Sicherheit. Dank Help habe ich Abitur gemacht, studiere Volkswirtschaft und nehme halbtags am Help-Kurs für Bürokommunikation teil. Heute bin ich eine gebildete Studentin, die alle Chancen nutzen wird.“ (Maria aus Herat)

>> Helfen Sie jetzt!

Wie ist die Situation in Afghanistan?

Jahrzehntelanger Kampf gegen Armut und Gewalt

Afghanistan ist eines der ärmsten Länder der Welt. Seit der sowjetischen Invasion 1979 leidet Afghanistan unter Krieg, Gewalt und Terror. Das Land am Hindukusch ist geprägt von terroristischen Anschlägen und unzureichenden Lebensbedingungen. Die Sicherheitslage bleibt angespannt.

Fehlende Bildung verhindert Entwicklung und reduziert die Möglichkeiten sich selbstständig aus der Armut zu befreien. Ein Großteil der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft. Afghanistan ist der größte Opiumproduzent weltweit. Das Land hat eine hohe Kinder- und Müttersterblichkeit, eine niedrige Bildungsrate und wenig Energiestoffe.

Afghanistan steht heute am Scheideweg zwischen Aufbruch in die Moderne und erneutem Rückfall in archaische Traditionen und Gewalt. Die Förderung der Bildung, des zivilen Wiederaufbaus und die Stärkung gesellschaftlich benachteiligter Personengruppen wie z.B. der Frauen sowie nachhaltige Perspektiven zur Existenzsicherung sind von entscheidender Bedeutung für die weitere Entwicklung des Landes.

Wie hilft Help in Afghanistan?

Einkommen schaffende Maßnahmen in Afghanistan

Einkommen schaffen mit Frauen in Handwerk, Klimaschutz und Tourismus

Seit 2005 fördert Help die Integration von Rückkehrern aus dem Iran und die berufliche Eigenständigkeit von Frauen. In der westafghanischen Provinz Herat bildet Help Frauen und Männer in marktfähigen Berufen aus. Angeboten werden:

  • Schneiderei und Kürschnerei
  • Automechanik und Biogasanlagenbau
  • Landwirtschaft
  • Weiterbildung von Behördenmitarbeitern
  • Computerkurse, Englisch und Projektmanagement

In der afghanischen Kulturhauptstadt Bamyan unterstützt Help afghanische Jungunternehmerinnen mit Verkaufsraum, Frauencafé und Schulungsraum, fördert den Ausbau des Tourismus und unterweist Endnutzer im Bau von Biogasanlagen als alternative klimafreundliche Energiequelle.

Geber und Partner: AA (Auswärtiges Amt), BMZ Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), BORDA, Slowenisches Außenministerium

Zahlen und Fakten

Fahne Afghanistan
  • Einwohner: 31.627.506 (2014)
  • Hauptstadt: Kabul (ca. 4,5 Mio. Einwohner)
  • Offizielle Landessprachen: Dari (50%) und Paschtu (35%)
  • Religionen: 99% Muslime (80% Sunniten und 19% Schiiten)
  • Lebenserwartung: 60,03 Jahre (2013)
  • Kindersterblichkeit (Kinder unter 5 Jahren, pro 1.000 Einwohner): 91,1 (2015)
  • Menschen, die lesen und schreiben können: 31,75% (2011)

Quellen:
Auswärtiges Amt / Human Development Reports / UNDP / UNHCR / BMZ / International Food Policy Research Institute /
Weltbank

  • Seit 10 Jahren bildet Help in Herat jährlich bis zu 1.000 Frauen und Männer in marktfähigen Berufen aus.
  • In Herat und Bamyan werden 2015/2016 insgesamt 560 Verwaltungsangestellte geschult.
  • 110 Frauen absolvieren 6-9 monatige Praktika in Behörden.
  • In Bamyan schult Help von 2014 bis 2016 rund 80 Handwerker im Bau von Biogasanlagen und baut 15 solcher Anlagen.

Von 1981 bis 1997 wurden Projekte in Afghanistan und zur Unterstützung afghanischer Flüchtlinge in den Nachbarländern in den Bereichen Soforthilfe, Bildung und Berufsausbildung, Gesundheit und Landwirtschaft umgesetzt. Während der Taliban-Herrschaft von 1998 bis 2001 arbeitete Help nicht in Afghanistan.

Seit November 2001 arbeitet Help in Herat, seit 2014 in Bamyan und hat

  • Schulen und Wasserleitungen errichtet,
  • die erste deutsche weibliche Minenräumerin eingesetzt,
  • kriegsgeschädigten Jugendlichen Schul- und Berufsbildungen ermöglicht,
  • die berufliche Ausbildung und Reintegration von Rückkehrern aus dem Iran
  • sowie den Aufbau der Behördenstrukturen unterstützt,
  • und stärkt die Selbstständigkeit von Frauen.

Aktuelles aus unseren Projekten

Fotos und Videos

Kontakt

Heinz Bitsch
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Heinz Bitsch
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+49 (0) 228 / 91529 - 14
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