Afghanistan - Landwirtschaftliche Ausbildung schafft Einkommen

Seit Juli 2005 konzentriert sich die Arbeit von Help auf die Reintegration von kriegsgeschädigten Kindern und Jugendlichen sowie auf afghanische Flüchtlinge aus dem Iran und auf besonders bedürftige Afghanen in der Provinz Herat. Mittlerweile wurden rund 20.000 Personen erreicht und in handwerklichen Berufen wie Mechaniker, Rollerhersteller und Dienstleistungen wie Catering Services, Näherin oder zum Friseur ausgebildet. Ab 2008 kamen neue Ausbildungskurse, vor allem landwirt- schaftliche Trainings, hinzu. Hierfür wurde das landwirtschaftliche Ausbildungszentrum Sangbast, etwas außerhalb von Herat gelegen, kontinuierlich auf- und ausgebaut. Afghanischen Rück- kehrern aus Iran wird eine Perspektive für den Neuanfang in ihrer Heimat geboten. Afghanen, die sich größtenteils illegal in Iran aufhalten, haben dort nur unzureichende Arbeitsmöglichkeiten und keinen Zugang zu Bildung und Gesundheitsfürsorge. Zudem leben sie in ständiger Angst vor Abschiebung.
Rückkehrwilligen Afghanen wird durch Help eine Option zur Wiedereingliederung in ihre Heimat gegeben. Da für den zivilen Wiederaufbau Afghanistans qualifizierte Fachkräfte fehlen, sind die durch Help ausgebildeten Rückkehrer keine Last, sondern eine wichtige Stütze für ihr Land.
Die landwirtschaftliche Ausbildung ist ein durch Fachkräfte betreutes „learning by doing“. Auf gepachteten Ackerflächen führt Help die Rückkehrer in die Bewirtschaftung von Obst- und Gemüsegärten ein. Für Frauen werden spezielle Hausgarten-Trainings angeboten, die durch Kurse in Konservierung und Zubereitung von Obst und Gemüse und in gesunder Ernährung ergänzt werden. Männer werden zusätzlich in die Bedienung und Reparatur landwirtschaftlicher Maschinen eingeführt. In den Kursen werden traditionelle landwirtschaftliche Methoden mit modernen kombiniert.
Die Kursteilnehmer können so überliefertes Wissen und neue Kenntnisse miteinander verknüpfen und lernen unterschiedliche Bewässerungssysteme, den Einsatz von Kunst- und Biodünger, den Anbau von lokalen Obstsorten und importierten Arten, die Nutzung von Dieselpumpe und solar- bzw. windenergiegesteuerten Pumpen. Nach erfolgreicher Ausbildung haben die Kursteilnehmer eine solide berufliche Zukunft und können ihre Familien ausreichend und gesund ernähren.
Unsere Projektaktivitäten in Afghanistan werden gefördert durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und die Europäischen Kommission.
Help hat auch eine spezielle Website mit vielen Informationen für afghanische Rückkehrer aus dem Iran eingerichtet, die Sie hier finden. Die Seite ist in Farsi und Englisch. Sie wird von der Europäischen Kommission finanziert.

Haben Sie Fragen zu
Afghanistan?
Heinz Bitsch hilft Ihnen
gerne weiter.
Tel.: 0228 / 91529 - 14
E-Mail: bitsch(at)help-ev.de


