Gregor Werth ist 39 Jahre alt. Seine langjährige Erfahrung in humanitären Einsätzen haben ihn Ruhe und Gelassenheit gelehrt. Eine Fähigkeit, die im Haiti dieser Tage gefragt ist.
Ich hatte ja bereits erzählt, dass die Anfrage nach seiner Verfügbarkeit, ihn morgens an seinem Geburtstag aus dem Bett gerissen hat. So spontan und energiegeladen, seine Zustimmung kam, so erlebe ich ihn auch hier in Port au Prince oder außerhalb in Petit Goave im Einsatz.
Er rastet nicht. Er setzt um. Er treibt voran. Er ist aber auch der ruhende Pool, der uns zu Besonnenheit ermahnt.
In jedem zweiten Satz von ihm, hören wir „langfristiges Engagement“ heraus. Den Menschen nachhaltig die Möglichkeit zu schaffen, auf eigenen Beinen zu stehen – sie nicht abhängig machen von internationaler Hilfe – ist sein Credo. Er lebt es.
„Es ist wie mit den vielen Not-Operationen hier: Wer macht sich Gedanken, was in sechs Monaten mit den Patienten ist? Wer kümmert sich um die Nachsorge?“, wiederholt er immer wieder. Und weiter: „So ist es auch mit unserem Engagement hier in Port au Prince oder in Petit Goave. Nomen est Omen: Help – Hilfe zur Selbsthilfe. Wir müssen hier einen nachhaltigen Ansatz verfolgen und am Ende wissen, wir haben etwas verändert.“
Es sind diese Aussagen, die unsere Arbeit hier bestimmen, die Help zu einem verlässlichen Partner der Menschen in Haiti machen.