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Haiti – eine halbes Jahr nach dem desaströsen Erdbeben

Viele Menschen leben immer noch in provisori- schen Zeltlagern.

Ein halbes Jahr nach dem Erdbeben in der Nähe von Port-au-Prince sind die Lebensbedingungen der Menschen nach wie vor schwierig. Die Ver- sorgung mit Trinkwasser und Nahrungsmitteln ist bereits seit Monaten sicher gestellt. Allerdings warten immer noch zigtausend Menschen in den provisorischen Camps, die nach der Katastrophe überall in der Stadt entstanden sind, auf ein Übergangshaus.

Zu groß war die Zahl der Menschen, die durch das Beben ihr Zuhause, ihr Hab und Gut verloren haben. Bei 1,5 Mio. Obdachlosen steht die inter- nationale Helfergemeinschaft vor einer herausragenden Anforderung. Das Beben hat die gesamte Infrastruktur des Landes lahm gelegt. Straßen, Verwaltungsgebäude und Schulen sind dem Erdboden gleich gemacht worden. Unter den über 200.000 Toten waren auch zahlreiche Beamte und Regierungsmitglieder gewesen, Personen, die nun beim Neuanfang fehlen. Bei den sehr knappen Landressourcen sind die rechtlichen Fragen nach wie vor ungeklärt.

 

Help-Mitarbeiter Horst Indorf beim Bau der Gesundheitsstation

Mit großem Engagement arbeiten Hilfsorganisationen, wie Help – Hilfe zur Selbsthilfe e.V. daran, die Lebens- umstände der Betroffenen zu verbessern. Bei den vielen logistischen Problemen vor Ort, seien es die kleinen, positiven Ereignisse, die zum Weitermachen anspornen, berichten Help-Mitarbeiter. IM Bezirk Carrefour, Port-au-Prince renoviert Help eine Schule. Hier können 300 Schüler demnächst wieder in ihre Schulräume einziehen und müssen nicht mehr unter freiem Himmel unterrichtet werden. Um den Bau der insgesamt 800 Übergangs- häuser in Darbonne, Barbancourt und Canapé Vert in Port-au-Prince zu beschleunigen, hat Help zusammen mit dem Arbeiter-Samariter-Bund eine gemein- same Produktionsstätte initiiert, in der die Vorproduktion von Einzelteilen für die Übergangshäuser erfolgt. Die Produktionsstätte bietet zudem Einkommenschancen und Ausbildungsmöglichkeiten für die lokale Bevölkerung. In Kooperation mit Malteser International konnte Help ein Gesundheitszentrum in Canapé Vert aufbauen. Dieses wird nun von Help mit Medikamenten ausgestattet, um eine medizinische Versorgung von über 180 Familien sicher zu stellen.

Help – Hilfe zur Selbsthilfe steht den Betroffenen in Haiti langfristig zur Seite. Help war in der Nothilfe- phase da und wird die Menschen auch beim Wiederaufbau begleiten. „Wir haben die nötige Ausdauer und viel Erfahrung in der Bewältigung extremer Katastrophen“, sagt Karin Settele, Geschäftsführerin von Help.

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Help - Hilfe zur Selbsthilfe
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Stichwort: Erdbeben Haiti

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