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24. Februar 2010

Ein Blick zurück

Janina Niemietz in einem Waisenhaus in Haiti.

Ich bin jetzt schon die zweite Woche in Deutschland. Warm Duschen ist wieder eine morgendliche Gewohnheit geworden – es ist schon erstaunlich, wie schnell dem Menschen die Annehmlichkeiten des Lebens zur Selbstverständlichkeit werden. Keine unangenehmen Gerüche in den Straßen,  keine Trinkwassersorgen mehr bei Tagesfahrten, abends im Dunkeln ganz entspannt mit dem Hund spazieren gehen, ganz normale Dinge, die eigentlich nicht erwähnenswert sind. Ja, eigentlich nicht erwähnenswert! Und doch sollte man sich immer wieder vergegenwärtigen, dass es sich um ein Privileg einiger weniger Millionen Menschen auf dieser Erde handelt.

Natürlich kann man mir vorhalten, dass es auch Armut in Deutschland gibt. Ja, klar gibt es Armut in Deutschland und auch hier zu Lande sind es die Schwachen – Kinder, Behinderte und alte Menschen – die am meisten darunter leiden müssen. Aber es besteht ein entscheidender Unterschied – es gibt in Deutschland ein soziales Netz, das gewiss nicht mehr so engmaschig ist wie noch vor einigen Jahren, aber die Menschen doch zumindest auffangen kann.

So ein soziales Netz hat in Haiti nie bestanden und ist seit dem Erdbeben undenkbar. Undenkbar, weil die Last der zu bewältigenden Probleme so groß ist, dass sie nur mit immenser internationaler Anstrengung schrittweise bewältigt werden kann. Es ist ein Weg der kleinen Schritte, der nur im Verbund der internationalen Helferschaft mit Haiti beschritten werden kann.

Dafür brauchen wir Ihre Hilfe - die Unterstützung der deutschen Bevölkerung.  Help – Hilfe zur Selbsthilfe hilft den Menschen in Haiti, die gar nichts mehr haben und auch nicht mit staatlicher Hilfe rechnen können. Help bietet eine Lebensperspektive wo Not und Leid herrscht. Wir engagieren uns für die Menschen in Haiti – engagieren Sie sich auch!