Geschrieben von Maike am 1. Juli 2010 | Abgelegt unter Bildung, Kinder
Am 7. April 1994 begann der Völkermord in Ruanda, bei dem von Hutu-Milizen rund 1 Mio. Tutsi und Oppositionelle ermordet worden waren. Es war – nach dem Holocaust – einer der größten Genozide des 20. Jahrhunderts. Help startete sofort seine Nothilfe-Maßnahmen, versorgte die Flüchtlinge in der Stadt Goma mit Wasser, Nahrungsmitteln und medizinischer Betreuung, baute das Krankenhaus wieder auf und unterstützte später die Rückkehrer.
Durch einen Kontakt zwischen Werner Eyßer, einem Lehrer aus Bad Oeynhausen, und dem damaligen Help-Geschäftsführer Wolfgang Nierwetberg kam die Schulpartnerschaft zwischen Bad Oeynhausen und Ruli ins Rollen. Unter dem Motto „Dem Frieden eine Chance“ starteten die Schüler Aktionen, um Spenden für Ruanda zu sammeln.
Dieses Jahr feiern wir das 15 jährige Jubiläum der Schulpartnerschaft Bad Oeynhausen mit dem Dorf Ruli in Ruanda. In den letzten Jahren konnten durch Spendensammlungen von Help und den Schülern von drei Schulen in Bad Oeynhausen und Umgebung die verschiedensten Projekte finanziert werden. Bisher wurde
- eine Nähstube errichtet (vor allem zur Herstellung von Schuluniformen),
- Rückkehrer beim Hausbau unterstützt,
- Schulmaterial für 3 Schulen angeschafft,
- der Bau einer neuen Schule gefördert,
- eine Basiskrankenversicherung für Kinder eingeführt,
- das Schulgeld bzw. Stipendien für besonders bedürftige Schüler und Studenten übernommen,
- Zisternen für die Schulen gebaut,
- und das Waisenhaus unterstützt.
Als nächstes möchten die Schüler Mikrokredite an kleine Existenzgründer vergeben, außerdem ist jetzt der Bau einer Berufsschule an der Reihe.
Auch Arne Friedrich, Fußball-Nationalspieler und ehemaliger Schüler von Werner Eyßer, unterstützt und fördert die Schulpartnerschaft, da er weiß, wie fruchtbar die Hilfe ist, die die Schüler zusammen mit den Spendern leisten. Es ist wie beim Fußball – gemeinsam ist man stark und kann viel erreichen.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Schulpartnerschaft sind die jährlichen Reisen nach Ruanda. Bereits 1995 reiste die erste Schülergruppe nach Ruli. Vor Ort werden die bestehenden Projekte besichtig und neue Ideen entstehen.
Jetzt steht der nächste Besuch kurz bevor. Im Juli reist wieder eine Schülergruppe aus Bad Oeynhausen für drei Wochen nach Ruanda. Wir werden hier über die Eindrücke und Erfahrungen der Schüler berichten.
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