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		<title>Staunenswerte Welt – Eindrücke einer Reise ins Feld -2-</title>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 07:45:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erika Herkommer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Sri Lanka]]></category>
		<category><![CDATA[Tsunami]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederaufbau]]></category>

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		<description><![CDATA[Help-Mitarbeiterin Erika Herkommer hat Tsunami-Hilfsprojekte in Sri Lanka besucht und berichtet von ihrer Reise.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
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	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/cache/548__240x240_sri_lanka_5.jpg" alt="sri_lanka_5" title="sri_lanka_5" />
</a>
Die Fahrten in die Projektgebiete waren in anderer Weise abenteuerlich. Keine befestigte Straße führt hin. Die Autos müssen viel aushalten, dank guter Federung die Menschen weniger. Kühlende Luft kommt durch die geöffneten Fenster. Die Schlaglöcher sind von besonderer Güte, was wohl von zuweilen heftigem Regen herrührt. Die Autospuren graben sich ein und trocknen aus in den bizarrsten Formen. Entsprechend staubig ist es zur Trockenzeit. Es bekümmerte niemanden.</p>
<p><span id="more-1237"></span><strong>Wasserprojekte und Trainings</strong></p>
<p>
<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/sri-lanka/sri_lanka_7.jpg" title="Teambesprechung." class="thickbox" rel="singlepic550" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/cache/550__240x240_sri_lanka_7.jpg" alt="sri_lanka_7" title="sri_lanka_7" />
</a>
Drei Tage – wie vielen Menschen begegnete man! Es sind Flüchtlinge, die aus den Camps, in denen sie seit ihrer Flucht während des 30 Jahre währenden Bürgerkriegs zwischen den Tamil Tigers und der singhalesischen Regierung gelebt haben, jetzt zurückgesiedelt wurden. Abgesehen davon, dass es darum geht, die Wasserversorgung durch Brunnen, die teils gereinigt, teils erst mittels Radiästhesie überhaupt erst gefunden wurden, durch Wasserspeicher und andere kreative Lösungen sicherzustellen, um auch während der Trockenperioden Zugang zu sauberem Trinkwasser zu haben, gehört dazu auch das Bauen von Sanitäranlagen und entsprechendes Training zur richtigen Benutzung und zur Bedeutung von Hygiene im weitesten Sinne. Der dritte Aspekt sind Schulungen von Menschen, die dadurch in die Lage versetzt werden, durch tätige Mitarbeit Kenntnisse zu erwerben, um Reparaturen später selbst durchführen zu können; denen Fähigkeiten vermittelt werden, in Eigeninitiative ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, Einkommen zu erzielen und anderes mehr.</p>
<p><strong>Eindrucksvolle Begegnungen</strong></p>
<p>
<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/sri-lanka/sri_lanka_3.jpg" title="" class="thickbox" rel="singlepic546" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/cache/546__240x240_sri_lanka_3.jpg" alt="sri_lanka_3" title="sri_lanka_3" />
</a>
Es ist nicht Anliegen dieses Berichts, über die Maßnahmen zu berichten, die durchaus sehr eindrucksvoll sind, sondern vielmehr über die Menschen zu schreiben, denen wir begegnet sind. An jedem Ort wurden wir feierlich empfangen und bekamen die herrlichsten Blumenkränze umgelegt. Unendlich viele frische Blüten kunstvoll verbunden in den schönsten Farben. Die mangelnde sprachliche Verständigung  wurde durch die tiefe Freude und Dankbarkeit auf den Gesichtern, in den Augen, das ehrerbietige Ineinanderlegen der Hände und Neigen des Kopfes wettgemacht. Ein Echo, das möglicherweise besser verstanden wurde als Worte. Auch fehlte bei keinem Besuch auf dem Tisch eine Kerze und Gaben, Ausdruck des Dankes an ihren Gott, ihre Götter. Es war kein Erntedankfest, aber was dort so reichlich gedeiht, ist vielleicht Anlass häufigeren Dankes.  Von den Menschen, die sich in Komitees zusammengefunden haben, um ihre Belange wirksam voranzubringen, gehört auch mindestens einer, der im Tempelzusammenhang steht.</p>
<p>
<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/sri-lanka/sri_lanka_8.jpg" title="Ein neuer Brunnen für ein Dorf." class="thickbox" rel="singlepic551" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/cache/551__240x240_sri_lanka_8.jpg" alt="sri_lanka_8" title="sri_lanka_8" />
</a>
Die Frauen, eine Augenweide in ihren Saris, manchmal in einheitlicher Farbe zum Zeichen der Zugehörigkeit zu dem Komitee, woanders in vielen unterschiedlichen, leuchtenden Farben – unter dem Licht der Sonne ein prachtvoller Anblick. In ihren langen Gewändern schreiten die Frauen ganz anders, viel hoheitsvoller. Auch viele der Männer trugen keine Hosen, sondern hatten lange Tücher um die Lenden gebunden. Die bei uns begehrte braune Haut, dort naturgegeben, in unterschiedlichen Schattierungen, ist erfreulicher Anblick. Herrliche lange schwarze Haare – und alle, auch die Männer, selbst in der Stadt, von bemerkenswerter Sauberkeit. Auch wenn sicher nicht in allen Hütten (mehr ist es oft nicht) eine Waschmaschine steht.</p>
<p>Es klingt nicht nach äußerst bescheidenen Verhältnissen, die es doch sind. Die Schönheit unter dem Sonnenlicht lässt nicht vermuten, welche Schicksale sich hinter den Menschen verbergen. Der Krieg hat viele zu Witwen werden lassen, oder aber, weil die Verdienstmöglichkeiten so gering sind, verdingen sich die Männer zur Landarbeit woanders im Land, oder aber sie arbeiten in den Golfstaaten um des besseren Verdienstes willen, schicken das Geld nach Hause, kommen aber selbst selten auf Urlaub. Deshalb auch als Teil der Projekte, Ausbildung der Frauen, wie sie selbst etwas unternehmen können, um Unternehmungen zu starten, sich zusammenzuschließen, selbst etwas zu verdienen für sich und ihre Kinder. Es ist ein mühsamer Weg, aber der kräftige Wille und die Hoffnung waren überall deutlich.</p>
<p>Wie viele aus Sri Lanka in den Golfstaaten Arbeit haben oder suchen, das sah man auf dem Flughafen in Colombo zurück nach Abu Dhabi (und von dort weiter). Alles junge Männer, viele.</p>
<p><strong>Schulen in Sri Lanka</strong></p>
<p>
<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/sri-lanka/sri_lanka_6.jpg" title="Hier wurde eine Toilette gebaut." class="thickbox" rel="singlepic549" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/cache/549__240x240_sri_lanka_6.jpg" alt="sri_lanka_6" title="sri_lanka_6" />
</a>
Die Schulen, erstaunlich. Dass zum Teil mehrere Jahrgangsstufen gemeinsam unterrichtet werden, das gibt es auch noch hierzulande. Aber: Die Klassenzimmer haben keine Fenster – die immerwährende Wärme macht’s möglich und Klimaanlagen gibt es nicht. Wo Fenster sind, meist über die ganze Gebäudebreite, sind statt Glas nur Gitterstäbe oder großmaschige Drahtnetze angebracht. Die braunen Gesichter mit den dunklen Augen pressten sich nahe an die Gitter,  um die Fremden zu bestaunen, irgendwie Verbindung aufzunehmen. Alle tragen sie eine Schuluniform, sehr adrett anzusehen. Kein Ausstechen durch mehr oder minder hippe Kleidung. Einfluss der Engländer, die über lange Zeit in dem Land als Kolonialmacht solches Erbe hinterlassen haben (wie übrigens auch den Linksverkehr). Diese lachenden Kinderaugen strahlten noch mehr, wenn sie ähnlich ehrfurchtsvoll begrüßt und liebevoll angelächelt wurden. Das sind wohl die Türöffner, wo noch Offenheit füreinander ist.</p>
<p>Um auch des Lesens noch Unkundigen begreiflich zu machen, wie die neuen Einrichtungen zu benutzen sind, hat ein Künstler mit vielen bildhaften Darstellungen den Menschen sprechende Hinweise geschaffen.</p>
<p><strong>Abschied am Indischen Ozean</strong></p>
<p>Überwindung von Entfernungen? Kein Problem mit Booten, einem Einbaum ähnlich. Und, wie alles Neue, ein Vergnügen, sich diesem kleinen Boot anzuvertrauen und sicher ans andere Ufer gestakt zu werden, wo die Autos warteten, die inzwischen den längeren Landweg genommen hatten.</p>
<p>
<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/sri-lanka/sri_lanka_10.jpg" title="" class="thickbox" rel="singlepic554" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/cache/554__240x240_sri_lanka_10.jpg" alt="sri_lanka_10" title="sri_lanka_10" />
</a>
Krönender Abschluss: Am letzten Abend mit dem Motorboot (das schon eingangs erwähnt wurde) im Wasser der Lagune hinaus bis zum Indischen Ozean, der sich im letzten Abendlicht in seiner ungeheuren und erhebenden Majestät vor uns auftat. Hinein in die Wellen, die sich am sandigen Ufer brachen, doch etwas erschrocken, wie heftig die zurückflutende Strömung wieder hinaus aufs weite Meer zog. Die Sonne war am Horizont inzwischen untergegangen.</p>
<p>Unvergessliche Bilder dieser Einen Welt, ihren vielen Facetten und ihren Menschen.</p>
<p><a title="Staunenswerte Welt – Eindrücke einer Reise ins Feld -1-" href="http://www.help-ev.de/blog/allgemein/staunenswerte-welt-%e2%80%93-eindrucke-einer-reise-ins-feld-1/">Hier geht es zum ersten Teil des Reiseberichtes von Erika Herkommer</a>.</p>
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		<title>Staunenswerte Welt – Eindrücke einer Reise ins Feld -1-</title>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 08:06:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erika Herkommer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Sri Lanka]]></category>
		<category><![CDATA[Tsunami]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederaufbau]]></category>

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		<description><![CDATA[Die langjährige Help-Mitarbeiterin Erika Herkommer hat Tsunami-Hilfsprojekte in Sri Lanka besucht und berichtet von ihrer Reise.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/sri-lanka/sri_lanka_2.jpg" title="Erika Herkommer in Sri Lanka." class="thickbox" rel="singlepic553" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/cache/553__240x240_sri_lanka_2.jpg" alt="sri_lanka_2" title="sri_lanka_2" />
</a>
Sie sind sicher schon geflogen. Ich auch, aber noch nie in Richtung Asien, vor allem nicht mit einem Airbus. Keinem der Doppelstöcker allerdings. Aber ein A330 ist schon beachtlich. Der Blick von einem der mittleren Sitze nach vorn und nach hinten – die Länge, folglich die Menge der Passagiere bei voll besetztem Flieger ist kaum zu überblicken. Wie die U-Bahn von Bombardier in Berlin, der Blick geht ohne Unterbrechung durch alle Waggons durch. Moderne Lindwürmer.<span id="more-1227"></span><strong></strong></p>
<p><strong>Der Flug nach Sri Lanka</strong></p>
<p>Aber nicht nur das Erlebnis <em>Airbus</em>, nein, auch welche Fluglinien setzen ihn ein, was haben sie für Bordpersonal: Hübsche, gestylte, vor allem Blonde bei der arabischen Linie, mit einem kleidsamen weißen Chiffontuch zu einer Seite des Käppis und um den Hals geschlungen. Bei Sri Lankan Airlines eher aus Sri Lanka selbst, brauner der Teint, dunkler bis schwarz die Augen, schwarz die Haare, und, für deutschen Blick, entzückend anzusehen in ihren Saris mit dem knappen Oberteil.</p>
<p>So schweben die Menschen wie auf fliegendem Teppich mit Gehäuse behaglich und ohne Turbulenzen hoch durch die Lüfte, über Länder, über Meere, Berge und Wüsten. Auf dem Monitor vor sich die Länder, die Wasser – all das, was sie nicht sehen, nur vorstellen könnten. Wie gern würde man überall schauen dürfen, um wirklich zu sehen, mehr zu erfahren und zu verstehen von der Welt und ihren Völkern.</p>
<p>Langsam wird es Nacht. Das so erhebende Bild, wenn die Sonne am Horizont versinkt, um woanders den neuen Tag zu bringen. Dieser letzte ganz schmale Streifen unglaublicher Farben. Himmel und Erde versinken im Dunkel der Nacht, ununterschieden. Tiefe Momente. Wunder und Staunen.</p>
<p><strong>Zwischenstopp in Abu Dhabi</strong></p>
<p>
<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/sri-lanka/sri_lanka_9.jpg" title="Am Flughafen von Abu Dhabi." class="thickbox" rel="singlepic552" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/cache/552__240x240_sri_lanka_9.jpg" alt="sri_lanka_9" title="sri_lanka_9" />
</a>
Zwischenlandung bei Nacht in Abu Dhabi. Eine der Städte, die Drehkreuz sind zum Weiterflug hin zu anderen exotischen Plätze, auch solchen, die daheim nicht oder nur selten zu lesen sind. Abu Dhabi, Stadt des Emirats Abu Dhabi, gehörend zu den Vereinigten Arabischen Emiraten, somit eines der Wunder modernster Architektur, errichtet im Wüstensand, aus dem schieren Nichts gewachsen. Zu sehen sind nur die Lichter und vereinzelt Autos, die sich zu später Stunde auf sicher gut ausgebauten Straßen bewegen. Keine Chance auf einen Blick in die Wüste. Tiefschwarze Nacht.  Nicht einmal den Flughafen verlassen wir. Was gibt es zu sehen, außer müden Passagieren?</p>
<p><strong>Am Meer<br />
</strong></p>
<p>
<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/sri-lanka/sri_lanka11.jpg" title="Der Indische Ozean." class="thickbox" rel="singlepic545" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/cache/545__240x240_sri_lanka11.jpg" alt="sri_lanka11" title="sri_lanka11" />
</a>
Ein nächster Airbus: Weiterflug von Abu Dhabi nach Colombo. Wieder ein paar Stunden, immer noch Nacht. In Colombo erwartet uns der Fahrer, der uns ins Hotel in Negombo bringen wird, wo wir ein wenig ausruhen, d.h. schlafen dürfen, bevor es am nächsten Morgen im Auto weitergeht. Wohin geht die Fahrt? Zu sehen ist nicht eigentlich viel. Die Häuser werden kleiner, die Wege schmaler, sind nicht mehr geteert. So holpern wir durch ein Gewirr von Gassen und Gässchen bis zum Hotel. Endlich: Das Meer! Unüberhörbar in der Dunkelheit die ewige Bewegung der Wellen des Indischen Ozeans, die sich am Ufer brechen. Angekommen!  Schlaf kommt bald, wohl geborgen unter dem Moskitonetz, in gespannter Erwartung der nächsten Tage.</p>
<p>Am Morgen: Hinaustreten, schauen, die wenigen Schritte hinunter zu einem weiten Sandstrand, leer noch, und den Fuß in die Wellen setzen. Indischer Ozean – ist er anders? Ich vermag es nicht zu sagen. Vielleicht ist es nur die Vorstellung darüber, wo ich jetzt bin, an welchem Ort der Erde. Auf jeden Fall sind die Palmen und das viele Grün ein Augenschmaus. Hier kennt man die Jahreszeiten nicht wie bei uns.</p>
<p>Das Wasser ist angenehm warm, die Sonne scheint, der Himmel wölbt sich blau. Trotzdem, wir müssen weiter, der Weg ist weit. Wohl ist die Straße, die quer über die große Insel nach Osten, nach Batticaloa führt, ausgebaut und mit ordentlichem Belag versehen, aber doch keine der uns gewohnten Autobahnen, auf denen man, falls ohne Stau, in hohem Tempo die Kilometer abspult.</p>
<p><strong>Unterwegs in Sri Lanka</strong></p>
<p>Wir sitzen bequem in einem Transporter, dessen weiche Sitzbänke uns einladend aufnehmen. Durch die offenen Fenster kühlt der Fahrtwind bei der steigenden Hitze.</p>
<p>
<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/sri-lanka/sri_lanka_4.jpg" title="" class="thickbox" rel="singlepic547" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/cache/547__240x240_sri_lanka_4.jpg" alt="sri_lanka_4" title="sri_lanka_4" />
</a>
Überhaupt, Auto fahren in Sri Lanka, einfach atemberaubend. Ob zweispurig oder dreispurig, die Fahrer nutzen jeden Vorteil: Von rechts, von links, wo nur eine Lücke sich auftut – hinein, dem Nächsten auf der Pelle. Aufregend in einer Stadt mit den Radfahrern, Motorrollern, Tuktuks, Lastwagen und Bussen. Die Kleinstmobile fehlen bei der Reise über Land. Trotzdem: Es ist nicht anders. Ständige Wachsamkeit, ständiges Hupen und Vorteilssuche. Reise mit viel Gottvertrauen. Dass nicht ständig etwas passiert, nötigt nur Erstaunen ab.</p>
<p>Die Landschaft, durch die wir von Colombo aus quer über die Insel nach Batticaloa ins Projektgebiet fuhren, war nicht sehr abwechslungsreich, nur ab und an ein höherer Berg in der Ferne. In Deutschland der keimende Frühling, hier die Fülle grüner Bäume und das oftmals sehr dichte Unterholz. An einem Rastplatz direkt an der Straße, wo Getränke und allerlei Souvenirs verkauft werden, einige Äffchen, die munter und schwerelos von Ast zu Ast schwangen, herunterhangelten, um Essbares zu erhaschen. – Wie die Menschen dort: Essen mit den Fingern (der rechten Hand).</p>
<p>Die Reise war lang. So fing erst am nächsten Tag sozusagen die Arbeit an: Kennenlernen der Mitarbeiter, die mit der Durchführung der Projekte seit langem beschäftigt sind und erzählten, was jeder so macht. Das „Büro“-Gebäude selbst, davon würde man hier nur träumen: Nicht üppig, aber durch seine Lage am glitzernden Wasser, zwischen Festland und Lagune gelegen, mit den Palmen, dem offenen Pavillon für Besprechungen, mit Blick auf den Bootssteg – es weckt den Eindruck, als sei man im Urlaub. Unglaublich schön.</p>
<p><a title="Staunenswerte Welt – Eindrücke einer Reise ins Feld -2-" href="http://www.help-ev.de/blog/allgemein/staunenswerte-welt-%e2%80%93-eindrucke-einer-reise-ins-feld-2/">Zum zweiten Teil des Sri Lanka Berichtes geht es hier</a>.</p>
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		</item>
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		<title>Partner</title>
		<link>http://www.help-ev.de/blog/wiederaufbau/partner/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Apr 2012 07:15:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Harald Michalek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wiederaufbau]]></category>
		<category><![CDATA[Flut]]></category>
		<category><![CDATA[Pakistan]]></category>
		<category><![CDATA[Überschwemmung]]></category>

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		<description><![CDATA[Help hat in Pakistan im Jahr 2011 mit acht humanitären Projekten dazu beigetragen, die dringendste materielle und gesundheitliche Not mehrerer Hunderttausender mittelloser, zeitweise durch die Flut von ihren Wohnorten vertriebener Menschen zu lindern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<p>
<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/pakistan-april-2012/pakistan_help_partner3.jpg" title="Foto aus Belutschistan: Zelte eines Camps, wo Menschen, die durch die Flut von ihren Wohnorten vertrieben wurden, zeitweilig wohnen." class="thickbox" rel="singlepic539" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/cache/539__240x240_pakistan_help_partner3.jpg" alt="pakistan_help_partner3" title="pakistan_help_partner3" />
</a>
Nach der apokalyptischen Flut im Sommer 2010 infolge schwerer Monsunregen befindet Pakistan sich dank der internationalen Hilfe wieder auf dem Weg in die Normalität. Eine Normalität, die seit jeher geprägt ist von Armut, Arbeitslosigkeit, Kinderarbeit, katastrophalen hygienischen Umständen, Überbevölkerung, beengtem Wohnen, Analphabetentum, Teuerung und Korruption.<span id="more-1217"></span></p>
<p><strong>Acht Projekte halfen den Flutopfern</strong></p>
<p>Help hat im Jahr 2011 mit acht humanitären Projekten dazu beigetragen, die dringendste materielle und gesundheitliche Not mehrerer Hunderttausender mittelloser, zeitweise durch die Flut von ihren Wohnorten vertriebener Menschen zu lindern. Dazu gehörten einkommensbildende Maßnahmen mit Ausstattung und Ausbildung von mehr als 2.000 Kleinstunternehmern, Kleinbauern und Schneiderinnen, Gesundheitsprojekte mit fahrbaren Kliniken, begleitende Hygieneschulungen, eine Impfkampagne, ein Schulkleidungsprojekt, die Auslieferung von Wasserfiltern an flutgeschädigte Bildungseinrichtungen sowie ein noch laufendes, langfristig angelegtes Sanierungsprogramm ländlicher Gesundheitseinrichtungen mit technischer Ausrüstung und Personalschulung im Nordwesten des Landes.</p>
<p>
<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/pakistan-april-2012/help_pakistan_partner.jpg" title="Kleinbauern im Nordwesten Pakistans wurden  mit Zuckerrohrsaatgut ausgestattet." class="thickbox" rel="singlepic537" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/cache/537__240x240_help_pakistan_partner.jpg" alt="help_pakistan_partner" title="help_pakistan_partner" />
</a>
Alle Projekte, in deren südlichster Peripherie von internationaler humanitärer Hilfe unversorgte Flüchtlingscamps und Ortschaften der gefährlichen Provinz Belutschistan lagen, wurden in umsichtiger Weise von unserer langjährigen pakistanischen Partnerorganisation CAMP umgesetzt. Der Beratung und Kontrolle durch zwei Ärzte der britischen Hilfsorganisation IDEALS verdanken wir den auch unter unvorstellbaren Temperaturen bis zu 40 Grad im Schatten immer abgesicherten hohen Standard der Behandlungen, Medikamente und Impfkühlketten. Für hunderttausende ärmster Patienten, Frauen, Kinder und Greise ohne sonstige Chancen war dies eine einzigartige Erfahrung.</p>
<p><strong>Spätfolgen der Flut werden angepackt<br />
</strong></p>
<p>Nach Erledigung der dringendsten humanitären Rettungs- und Aufbaumaßnahmen gilt es seit 2011 die Spätfolgen der <a title="Helps Projekte nach der Flut in Pakistan" href="http://www.help-ev.de/laender/pakistan/" target="_blank">Flut</a> und die pakistanische Normalität zu bewältigen, also Flutbetroffenen ländlichen Gemeinden zu helfen, sich selbst zu helfen, wo die Unterstützung des eigenen Staates fehlt. Also nahezu überall. Seit Anbeginn auf sich allein gestellt, ohne Sozialhilfe, Krankenversicherungen und Rente, haben die hart arbeitenden Menschen diese Fähigkeit, können sich sehr wohl organisieren, sind auf einfallsreiche Weise mobil. Nur fehlen die Mittel.</p>
<p>
<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/pakistan-april-2012/help_pakistan_partner2.jpg" title="Polio-Impfkampagne in Belutschistan. Die Einhaltung der Kühlkette muss eingehalten werden; die Kühlbox ist im Bild rot markiert." class="thickbox" rel="singlepic538" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/cache/538__240x240_help_pakistan_partner2.jpg" alt="help_pakistan_partner2" title="help_pakistan_partner2" />
</a>
Im Sektor Gesundheitsschutz werden daher seit vorigem Sommer acht Flutbetroffene ländliche Ambulanzen teilsaniert, ausgestattet und deren Personal, über 300 Gemeindeschwestern, in einem Zweiwochenprogramm in Hygiene, Diagnose, Behandlung, Impfung, Verschreibung, Überweisung, Familienplanung, Schwangerenberatung und Säuglingspflege unterrichtet. Dazu im Verhalten bei Notfällen, die in Dörfern mit verunreinigtem Trinkwasser, ahnungslosem Umgang mit Müll und stundenlangen Stromabschaltungen nicht ausbleiben. Die Ausbildung leiten erfahrene pakistanische Ärzte, die sich in Vorgängerprojekten bewährt haben. Per Dezember war die Sanierung, zu der Arbeiten wie Dachdecken, Installation, Brunnenbau und Kanalisation gehören, zur Hälfte abgeschlossen, die Ausbildung der Schwestern und Techniker gestartet.</p>
<p><strong>Help und CAMP drucken einen medizinischen Ratgeber</strong></p>
<p>
<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/pakistan-april-2012/pakistan_help_partner4.jpg" title="Gesundheitsausbildung für Gemeindeschwestern." class="thickbox" rel="singlepic540" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/cache/540__240x240_pakistan_help_partner4.jpg" alt="pakistan_help_partner4" title="pakistan_help_partner4" />
</a>
Unser großer Stolz ist ein eigens zu diesem Zweck herausgegebener medizinischer Ratgeber in der Landesprache Urdu. Auf 359 Seiten stellt dieser in einfachster, ländlich angepasster Form dar, was Mediziner über den Gesundheitsschutz wissen – und vermitteln sollen. Ein kompaktes Nachschlagewerk, das auch gut bei Hausbesuchen eingesetzt werden kann. Als zeitlich drängendes Pilotprojekt noch nicht im allerbesten Druck, das kommt später. Neben Themen wie die direkte Verbindung von Schmeißfliege und Krankheiten, Körperpflege und Problemschwangerschaften wird auch die Familienplanung ohne Tabu über mehrere Seiten angegangen: Spirale, Pille, der Kauf eines Kondoms als erste pakistanische Bürgerpflicht.</p>
<p>Keineswegs Neuland in einer Gesellschaft mit unbestritten prüdem Anflug. Seit Jahren läuft hier im Fernsehen (das wiederum nicht jeder sich leisten kann, und wenn, dann fehlt oft der Strom) die Reklame eines entsprechenden Produkts. „Saathi“ heißt es – Partner.</p>
<p><em>Harald Michalek aus Leipzig ist Help-Landeskoordinator in Pakistan.</p>
<p>
<div class="ngg-galleryoverview" id="ngg-gallery-66-1217">

	<!-- Slideshow link -->
	<div class="slideshowlink">
		<a class="slideshowlink" href="http://www.help-ev.de/blog/wiederaufbau/partner/?show=slide">
					</a>
	</div>

	
	<!-- Thumbnails -->
		
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		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/pakistan-april-2012/help_pakistan_partner2.jpg" title="Polio-Impfkampagne in Belutschistan. Die Einhaltung der Kühlkette muss eingehalten werden; die Kühlbox ist im Bild rot markiert." class="thickbox" rel="set_66" >
								<img title="help_pakistan_partner2" alt="help_pakistan_partner2" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/pakistan-april-2012/thumbs/thumbs_help_pakistan_partner2.jpg" width="100" height="75" />
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		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/pakistan-april-2012/pakistan_help_partner3.jpg" title="Foto aus Belutschistan: Zelte eines Camps, wo Menschen, die durch die Flut von ihren Wohnorten vertrieben wurden, zeitweilig wohnen." class="thickbox" rel="set_66" >
								<img title="pakistan_help_partner3" alt="pakistan_help_partner3" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/pakistan-april-2012/thumbs/thumbs_pakistan_help_partner3.jpg" width="100" height="75" />
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			<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/pakistan-april-2012/help_pakistan_partner.jpg" title="Kleinbauern im Nordwesten Pakistans wurden  mit Zuckerrohrsaatgut ausgestattet." class="thickbox" rel="set_66" >
								<img title="help_pakistan_partner" alt="help_pakistan_partner" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/pakistan-april-2012/thumbs/thumbs_help_pakistan_partner.jpg" width="100" height="75" />
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			<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/pakistan-april-2012/pakistan_help_partner4.jpg" title="Gesundheitsausbildung für Gemeindeschwestern." class="thickbox" rel="set_66" >
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			<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/pakistan-april-2012/unbenannt-1-2.jpg" title="Entsorgung von Müll." class="thickbox" rel="set_66" >
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			<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/pakistan-april-2012/unbenannt-1-3.jpg" title="Können sich sehr wohl organisieren: Einkommen schaffende Massnahmen für Kleinladen in Charsadda, Nordwesten Pakistan." class="thickbox" rel="set_66" >
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			<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/pakistan-april-2012/unbenannt-1-4.jpg" title="Ohne Sozialhilfe, Krankenversicherung und Rente. Einkommensbildende Massnahme für Radhändler in Gala Bela im Nordwesten." class="thickbox" rel="set_66" >
								<img title="pakistan_help_partner7" alt="pakistan_help_partner7" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/pakistan-april-2012/thumbs/thumbs_unbenannt-1-4.jpg" width="100" height="75" />
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			<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/pakistan-april-2012/unbenannt-1-5.jpg" title="Einfallsreicher mobiler Milchhändler in Islamabad. " class="thickbox" rel="set_66" >
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	<!-- Pagination -->
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</div>

</em></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><em>Der Deutschen Regierung (Auswärtiges Amt; Bundesministerium für Zusammenarbeit), Aktion Deutschland Hilft, den LIONS Deutschland, TÜV Rheinland und der Spedition Frohn&amp;Söhne sowie den vielen ungenannten privaten Spendern sei an dieser Stelle für die finanzielle und materielle Unterstützung unserer Projekte gedankt.</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Nias: Leiser Abschied von einer Tropeninsel</title>
		<link>http://www.help-ev.de/blog/wiederaufbau/nias-leiser-abschied-von-einer-indonesischen-tropeninsel/</link>
		<comments>http://www.help-ev.de/blog/wiederaufbau/nias-leiser-abschied-von-einer-indonesischen-tropeninsel/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 11 Apr 2012 09:03:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karin Settele</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wiederaufbau]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeben]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe zur Selbsthilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Indonesien]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Nias]]></category>
		<category><![CDATA[Tsunami]]></category>
		<category><![CDATA[Waisenhaus]]></category>

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		<description><![CDATA[Nias schwamm nahezu auf dem Epizentrum des Erdbebens vom 26. Dezember 2004, ein weiteres Beben am 28. März 2005 zerstörte noch mehr auf der Insel. Danach haben wir angefangen, das zu machen, was wir am besten können: Wiederaufbauen. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/indonesien/2008_11280060.jpg" title="Das Dorf des Waisenhaus-Projektes auf Nias." class="thickbox" rel="singlepic527" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/cache/527__240x240_2008_11280060.jpg" alt="2012_indonesien_help_1" title="2012_indonesien_help_1" />
</a>
Seitdem ich vor sechs oder sieben Jahren das erste Mal meinen Fuß auf die Insel Nias gesetzt habe, fällt mir jedes Mal, wenn ich wieder hier ankomme, die Komödie &#8220;Häuptling Abendwind&#8221; ein. Und jedes Mal denke ich, ich muß mir die Musik besorgen  - und immer vergess ich es wieder. Also, mache ich mir nochmals eine Notiz: Bei der nächsten Gelegenheit die Musik kaufen! Die ist in meiner mehr als 25-jährigen Erinnerung als „gut“ veraktet geblieben! Häuptling Abendwind verspeiste Menschen, den Niassern wird dies auch nachgesagt.</p>
<p><span id="more-1194"></span>Und wenn ich es schaffe, mich gedanklich soweit von der Realität zu entfernen, kann man die Insel wirklich wie in einem Theaterstück betrachten. Manchmal brauche ich das, ich kann nicht immer alles, was ich in der humanitären Hilfe erlebe, an mich heranlassen, und da sind Theaterstücke einfach nur großartig, um sich wegzudenken. Es regnet übrigens jeden Tag zur Mittagszeit hier. Man kann die Uhr danach stellen, Punkt 12 werden die Wolken schwarz, Punkt halb eins fallen die ersten Tropfen, Punkt eins dann der Wolkenbruch. Ok, fast immer!</p>
<p>Die Realität auf Nias ist aber leicht anders.<!--more--></p>
<p><strong>Tsunami und Erdbeben zerstörten Infrastruktur auf Nias</strong></p>
<p>Nias schwamm nahezu auf dem Epizentrum des Erdbebens vom 26. Dezember 2004, ein weiteres Beben am 28. März 2005 zerstörte noch mehr auf der Insel. Danach haben wir angefangen, das zu machen, was wir am besten können: Wiederaufbauen. Wie so oft ist die Anfälligkeit für Naturkatastrophen gekoppelt mit Armut, Unterentwicklung, schlechter Bildung und Marginalisierung. Letzteres sticht schon ins Auge, wenn man nur auf eine Landkarte von Indonesien schaut.</p>
<p>
<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/indonesien/unbenannt-1-4.jpg" title="Auf der Baustelle geht es voran." class="thickbox" rel="singlepic530" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/cache/530__240x240_unbenannt-1-4.jpg" alt="2012_indonesien_help_4" title="2012_indonesien_help_4" />
</a>
Wir haben 2005 dann unser bis dahin größtes Projekt auf dieser Insel begonnen, mehr als acht Millionen Euro für über 1.000 Häuser und sanitäre Anlagen im Süden der Insel. Die Logistik, die da dahinter stand, war gigantisch. Wir hatten zu dieser Zeit nahezu 400 Mitarbeiter, die für Help arbeiteten und waren damals sicher der größte Arbeitgeber auf Nias. Das ganze Material für die insgesamt mehr als 1.000 Häuser musste auf dem Festland beschafft werden. Festland heißt hier Sumatra, eigentlich auch eine Insel. Jeder Nagel und jedes Stück Holz kam von dort, und Holz brauchten wir in Mengen, denn die Häuser auf Nias sind zum größten Teil aus Holz. Steine wären logistisch noch schwieriger gewesen und Holz ist zudem auf Nias das traditionelle Baumaterial.</p>
<p>Und wenn die Niasser früher Kopfjäger waren, so haben sie heute zumindest noch ihren eigenen Kopf. Und wenn die landläufige Vorstellung die immerwährende Dankbarkeit der Empfänger unserer Hilfe ist, die Realität ist manchmal etwas anders. So hatten wir es auch zu tun mit demonstrierender Bevölkerung, die nicht mithelfen wollte. Ihre Vorstellung war ein schlüsselfertiges Haus, was so gar nicht unseren Ideen entsprach. Wir heißen nicht nur „Hilfe zur Selbsthilfe“, wir bei Help leben es auch. Und egal wo wir arbeiten, es wird von den Begünstigten immer eine Eigenbeteiligung gefordert, sei es in Form von Geld oder Arbeit oder Material, was sich eben als vernünftig erweist. Auf Nias war der Transport der Materialien in die Dörfer durch die Begünstigten gefragt. Kein leichtes Unterfangen, hier war zum Teil ein Transport von mehreren Kilometern über Berge, Flüsse, Schlamm und Reisfelder die Rede. Ich erinnere mich noch an einen Marsch, bei dem ich von oben bis unten im Schlamm lag.</p>
<p><strong>Projekte in Indonesien laufen aus</strong></p>
<p>
<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/indonesien/unbenannt-1-6.jpg" title="Das Help-Team für Indonesien: Geschäftsführerin Karin Settele mit Help-Mitarbeiterin Ulfa Triyantika und dem Landeskoordinator für Indonesien Friedhelm Simon." class="thickbox" rel="singlepic536" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/cache/536__240x240_unbenannt-1-6.jpg" alt="2012_indonesien_help_2" title="2012_indonesien_help_2" />
</a>
Die Terrasse des Bürogebäudes habe ich zu meinem Lieblingsarbeitsplatz erklärt (was einige befremdliche Blicke auslöste, als ich das in Deutschland erzählte); mein zweitliebster Arbeitsplatz ist übrigens unter einem Mangobaum in Juba (Südsudan) am Nil! Wenn der Generator nicht laufen würde (die Stromversorgung ist mal wieder zusammengebrochen) könnte man diesen Platz auch als Erholungsort verkaufen. „Nichts tun als denken, es ist heiß heute“ wäre die dazu entsprechende Liedzeile, die mir einfällt, das dazugehörige Buch sind die „traumatischen Tropen“. Aber nein, ich schreibe an einem Blogbeitrag, beschäftige mich mit Abrechnungen und Planungen. Und wenn ich die rosarote Brille absetze, ist es ein ziemlich harter Kampf für die Bewohner von Nias zu überleben. Und die Projektdurchführung für meine Kollegen war auch nicht immer wirklich spaßig, für mich dann aber in der Verlängerung aus Deutschland auch nicht.</p>
<p>Wir haben auf Nias Häuser und Toiletten gebaut sowie Hygienetrainingsprogramme durchgeführt. Ich erwähnte eingangs, dass Help sanitäre Anlagen gebaut hat, dem geneigten Leser mag diese Aussage etwas befremdlich erscheinen, weil er dies als selbstverständlich kennt, aber in vielen Regionen dieser Welt ist die Toilette sowie deren ordnungsgemäße Nutzung durchaus kein Allgemeingut. Im Flughafen von Medan, eine Millionenstadt im Norden Sumatras, sind auf der Toilette Schilder angebracht, wie eine Schüssel richtig zu besetzen ist, und zwar nicht so, dass man die Füße auf den Rand stellt, sondern so, dass die Füße auf dem Boden stehen und nur der mittlere Teil des Menschen die Schüssel besetzt. Vor den beiden Erdbeben gab es zur Erleichterung den Busch, jetzt gibt es Toiletten und die Menschen auf Nias nutzen sie auch. Es ist nicht so einfach Menschen davon zu überzeugen, warum es sinnvoll ist Toiletten zu nutzen. Aber auch das ist uns gelungen.</p>
<p><strong>Waisenhaus ist das letzte Projekt auf Nias</strong></p>
<p>
<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/indonesien/unbenannt-1-3.jpg" title="Einblick in das Waisenhaus: Hier spielen die ganz Kleinen." class="thickbox" rel="singlepic529" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/cache/529__240x240_unbenannt-1-3.jpg" alt="2012_indonesien_help_3" title="2012_indonesien_help_3" />
</a>
Unser letztes Programm auf der Insel Nias ist die <a title="Waisenhäuser auf Nias" href="http://www.help-ev.de/laender/indonesien/waisenhaus-nias/" target="_blank">Unterstützung von zwei  Waisenhäusern</a>. Deutsche und indonesische Schwestern haben diese schon lange vor dem Tsunami aufgebaut. Warum Waisenhäuser auf dieser kleinen Insel? Eigentlich denkt man, dass die Familien, der Familienverbund, das auffangen. Manchmal stirbt ein Elternteil, Eltern haben oft mehr als 10 Kinder, oft kann die Riesenfamilie auch von beiden Elternteilen nicht ernährt werden, für Kinder mit Behinderungen ist oftmals so gar kein Platz vorhanden, manchmal haben die Schwestern auch „nur“ in wahrlich abenteuerlichen Aktionen Kinder vor dem Verkauf gerettet. Es gibt Eltern, die versuchen, einem Teil ihrer Familie das Überleben zu ermöglichen, indem sie ein Kind verkaufen. Im besten Fall an Eltern, die einen Kinderwunsch haben, die schlechteren Fälle mag man sich kaum vorstellen.</p>
<p>
<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/indonesien/unbenannt-1-2.jpg" title="Eine weitere Baustelle auf Nias. Auch hier wird ein Haus für Waisen gebaut." class="thickbox" rel="singlepic531" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/cache/531__240x240_unbenannt-1-2.jpg" alt="2012_indonesien_help_5" title="2012_indonesien_help_5" />
</a>
So bekommt ein Waisenhaus jetzt ein Haus für die Säuglinge oder ein neues Dach, durch das es nicht durchregnet, einen Spielplatz oder die Ausstattung für eine Schreinerei, denn die Schwestern sind Selbstversorger. Nicht nur im Anbau von Gemüse und Obst, sondern sie bauen auch ihre eigenen Möbel und halten alles selbst instand. Gelder stehen ihnen kaum zur Verfügung, der Betrieb und der Unterhalt muß selbst finanziert werden.</p>
<p>Und manchmal kann man Nischen schaffen: Dalma, ein junger Mann, im Fachjargon mit speziellen Bedürfnissen, umgangssprachlich geistig behindert, arbeitet in der Schreinerei. Er ist dafür zuständig die Bauklötzchen zu schmirgeln, bevor sie lackiert werden. Es sind Bauklötzchen, die an die Kleinen im Waisenhaus zum Spielen gehen. Dalma ist sehr stolz auf seine Aufgabe.</p>
<p>Der mittägliche Wolkenbruch ist weitergezogen, die Moskitos sind hingerissen von mir und ich muss mich langsam gedanklich und physisch von der Insel verabschieden. Man hätte hier auch ein paar wunderbare Tage mit Nichtstun verbringen können, denn man verpasst nicht wirklich was: In der Hängematte liegen, aufs Meer starren, vielleicht lesen und nachdenken. Das sind dann manchmal auch Möglichkeiten.</p>
<p><em>Karin Settele ist Geschäftsführerin von Help – Hilfe zur Selbsthilfe und gerade aus Indonesien zurückgekehrt. Sie betreute die Indonesienprojekte von Help seit dem Tsunami im Jahre 2004.</em></p>
<p><em>
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	<!-- Slideshow link -->
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			<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/indonesien/unbenannt-1-6.jpg" title="Das Help-Team für Indonesien: Geschäftsführerin Karin Settele mit Help-Mitarbeiterin Ulfa Triyantika und dem Landeskoordinator für Indonesien Friedhelm Simon." class="thickbox" rel="set_65" >
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			<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/indonesien/unbenannt-1.jpg" title="Ein fast fertig gebautes neue Haus für das Waisenhausprojekt." class="thickbox" rel="set_65" >
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			<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/indonesien/2008_11280060.jpg" title="Das Dorf des Waisenhaus-Projektes auf Nias." class="thickbox" rel="set_65" >
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			<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/indonesien/unbenannt-1-4.jpg" title="Auf der Baustelle geht es voran." class="thickbox" rel="set_65" >
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			<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/indonesien/unbenannt-1-4_0.jpg" title="Kinder des Waisenhauses Sankt Antonius." class="thickbox" rel="set_65" >
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								<img title="2012_indonesien_help_8" alt="2012_indonesien_help_8" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/indonesien/thumbs/thumbs_unbenannt-1-5.jpg" width="100" height="75" />
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	<!-- Pagination -->
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</div>

<br />
</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Haiti: Bei den Häusern in Petit Goâve</title>
		<link>http://www.help-ev.de/blog/wiederaufbau/haiti-bei-den-hausern-in-petit-goave/</link>
		<comments>http://www.help-ev.de/blog/wiederaufbau/haiti-bei-den-hausern-in-petit-goave/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 05 Apr 2012 07:08:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gregor Werth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wiederaufbau]]></category>
		<category><![CDATA[Haiti]]></category>
		<category><![CDATA[Häuser]]></category>
		<category><![CDATA[Petit Goave]]></category>

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		<description><![CDATA[Help baute Häuser in Wo Gaston, ein Stadtteil in Petit Goâve, in den Hügeln gelegen. Lange nachdem andere Organisationen aufgehört haben, in der Stadt zu bauen. Da wollte keiner bauen, zu steil, zu aufwendig, zu unbequem. Aber was soll man machen, wenn die Menschen nur da Land besitzen? ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich war schon länger nicht mehr in unseren Projektgebieten unterwegs. Umso überraschter war ich, als ich neulich abends mitten in der Stadt Petit Goâve eines unserer Häuser entdeckt habe. „Ich muss mal wieder raus“, dachte ich mir.</p>

<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/haiti-februar-2012/hel-261111-9664_blog.jpg" title="Exianne Jean ist 33 Jahre alt. Im September 2011 hat sie und ihre Familie einen Shelter von Help bekommen. Im Haus wohnen 2 Erwachsene und 6 Kinder, von denen hier drei zu sehen sind. Zudem mit im Bild: der Help-Landeskoordinator Gregor Werth (Bild von Alice Smeets/ADH)." class="thickbox" rel="singlepic517" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/cache/517__240x240_hel-261111-9664_blog.jpg" alt="Gregor Werth zu Besuch bei Exianne Jean mit Kindern" title="Gregor Werth zu Besuch bei Exianne Jean mit Kindern" />
</a>
Heute hat es nun endlich geklappt. Zwei Stunden Zeit habe ich eingeplant. Immerhin bauen wir von Help &#8211; Hilfe zur Selbsthilfe im Rahmen des <a title="Wiederaufbau Haiti" href="http://www.help-ev.de/erdbeben-haiti-wiederaufbau.html?&amp;L=0" target="_blank">Wiederaufbaus</a> von Haiti 200 unserer 1039 Häuser für Haiti in Petit Goâve. In Zusammenarbeit mit IOM haben wir die meisten der kleinen Camps im Ort geschlossen. Eine große Leistung für die Bevölkerung. Natürlich wollte ich das Haus mitten in der Stadt sehen. Wie ich erfahre, wohnt hier Luc Augustin mit seiner Frau und seinen zwei Kindern. Ich treffe ihn zuhause an, da gerade Mittagszeit ist. Er hat Arbeit, das ist nicht unbedingt selbstverständlich auf Haiti.<span id="more-1148"></span></p>
<p><strong>&#8220;Was denken Sie, nach zwei Jahren in einem Zelt?&#8221;</strong></p>
<p>
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</a>
Wir kommen ins Gespräch und ich frage ihn, ob wir auf seinem Land stehen. Er bestätigt dies und ich möchte von ihm wissen, wie das vor dem <a title="Help-Projekte nach dem Erdbeben in Haiti" href="http://www.help-ev.de/haiti.html" target="_blank">Erdbeben in Haiti </a>war. Ein Haus habe hier gestanden, alles was er besessen hat. Das Erdbeben hat ihm alles genommen, er musste noch einmal von vorne anfangen. Zwei Jahre hat er in einem der vielen über die Stadt verteilten Camps gelebt. Er habe nie verstanden, warum alle anderen ein Haus bekommen, nur seine Familie nicht. Zwei Jahre in einem schlechten Zelt, das sei doch unmenschlich. Warum das so lange dauern musste, will er wissen. Erklärungsversuche. Und ich kann es ihm eigentlich nicht erklären. Es ist immer noch zu wenig Geld da, um allen ein angemessenes Zuhause zu geben sage ich ihm &#8211; und das stimmt ja auch. Es stimmt aber auch, dass viele Versprechen abgegeben wurden, die dann nicht eingehalten wurden. Das sage ich ihm aber nicht. Er weiß es sowieso.</p>
<p>Ob er das Haus mag, frage ich ihn. „Was denken Sie, nach zwei Jahren in einem Zelt?“ antwortet er mir. Und zum ersten Mal lächelt er. Fotografieren darf ich ihn nicht, er möchte nicht als eines der Opfer präsentiert werden.</p>
<p><strong>Help baut Häuser auch unter schwierigen Bedingungen </strong></p>
<p>
<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/haiti-februar-2012/unbenannt-1-9.jpg" title="Keiner wollte hier bauen. Da baute Help." class="thickbox" rel="singlepic525" >
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</a>
Ich habe noch Zeit und ich möchte mehr sehen. Mein Fahrer schlägt vor nach Wo Gaston zu fahren. Wo Gaston ist ein Stadtteil in Petit Goâve, in den Hügeln gelegen. Hier gab es viele der kleineren Camps und hier sind viele Help-Häuser entstanden. Oben auf einem Hügel habe ich einen tollen Blick über die Stadt und die Bucht. Ich gucke in ein Tal und sehe unsere Häuser, auch gegenüber am nächsten Hang sind sie entstanden. Lange nachdem andere Organisationen aufgehört haben, in der Stadt zu bauen. Da wollte keiner bauen, zu steil, zu aufwendig, zu unbequem. Aber was soll man machen, wenn die Menschen nur da Land besitzen? Ich bin ein bisschen stolz auf Help und meine Mitarbeiter.</p>
<p>Ich treffe Familie Malbranche. Vater Mayetème und seine Frau Exiliane haben acht Kinder. „Eigentlich sind es nur fünf gewesen“, räumt Exiliane ein, aber sie habe die beiden Kinder ihrer Schwester und ihres Schwagers zu sich genommen. Sie sind bei dem Erdbeben ums Leben gekommen. Bei fünf Kindern komme es auf zwei mehr nicht an, lacht sie und eines sei jetzt noch dazu gekommen.</p>
<p><strong>Es wird mitangepackt in Haiti<br />
</strong></p>
<p>
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</a>
Da wo jetzt das Haus von Help steht, war einmal das Haus der Familie. Es sei nicht komplett zusammen gefallen bei dem Beben, sagt mir Mayetème, aber es war unbewohnbar geworden und deswegen musste er es abreißen. Aber er habe noch Glück gehabt, er konnte den größten Teil der Möbel retten. Ich gucke in das Haus und sehe wovon er spricht. Direkt neben ihrem ehemaligen Haus, mit zehn anderen Familien in einem kleinen Camp, hätten sie gelebt, erklärt er mir. Niemand habe sich um sie gekümmert. Klar, am Anfang seien viele gekommen, aber passiert sei nichts. Er habe es auch nicht mehr ernst genommen als wieder die Leute mit ihren Fragebögen gekommen seien. Erst als auf einmal Arbeiter auftauchten und Material gebracht wurde, wusste er, dass etwas anders war. Seine Familie, die mit den vielen Kindern, habe als eine der ersten im Camp ein neues Haus bekommen. Gerne hat er an dem Fundament mitgearbeitet, Wasser getragen und einen Graben gegen den Regen um das Haus angelegt. Er sei immer noch erstaunt, wie schnell dann alles ging. Als das Fundament fertig war kam ein Laster auf dem sein neues Haus lag. Innerhalb eines Tages haben sie es aufgebaut, sagt er mir. Alles sei schon fertig gewesen, sie haben es nur noch zusammen geschraubt. Er konnte schon in der gleichen Nacht das erste Mal wieder in vier richtigen Wänden schlafen. Am nächsten Tag mussten sie noch einmal dem Bautrupp Platz machen. Die haben uns noch den farbigen Boden ins Haus gemacht, zeigt er mir. Eine Nacht mussten sie noch unter den Planen schlafen, aber mit Ausblick auf ihr neues Zuhause.</p>
<p>
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</a>
Was mit den anderen Familien passiert ist, will ich von ihm wissen und ob er noch Kontakt hat. Nach so langer Zeit auf so engem Raum kennt man sich, sagt er und natürlich wisse er, was mit den anderen passiert ist. Alle zehn Familien haben ein Haus bekommen erklärt er mir. Mit seinem stünden drei hier auf dem Hügel, zwei andere weiter unten. Sie seien eben da, wo die Familien vorher auch gewohnt haben. Innerhalb von zwei Wochen sei das Camp weg gewesen. So soll es sein, denke ich mir.</p>
<p>Ob das Haus für zehn Leute nicht zu klein sei, frage ich ihn. Wir stehen im Haus und wegen der vielen Möbel kommt es mir doch sehr eng vor. Wir arrangieren uns, antwortet Mayetème. „Abends schieben wir die Möbel zur Seite und legen Matratzen aus“. Er schlafe meist auf der Veranda. Ansonsten spiele sich das Leben ja tagsüber draußen ab. Auch er lässt mich nicht fotografieren. Es sei doch ein wenig unordentlich, sagt er beschämt. Er selbst möchte auch nicht aufgenommen werden. Aber seine Tochter ist ganz wild auf Fotos. Wie er sein Geld verdient, frage ich ihn noch. Schweine züchtet er, die hätten hier oben genug zu fressen und brächten gutes Geld.</p>
<p>Die Zeit ist mir davon gerannt. Längst habe ich meine geplanten zwei Stunden überschritten und sollte zurück im Büro sein.</p>
<p>Schnell gucke ich mir noch den Platz an, wo einmal das Camp war. Wie Mayetème mir sagte, stehen hier nur noch zwei unserer Häuser, keine Zelte oder Planen. Kinder spielen, Hühner laufen herum, ein Hund schläft im Schatten. Alles ist sehr ordentlich, kein Müll liegt herum.</p>
<p>[Bild nicht gefunden]Weiter unten sehe ich noch die beiden anderen Häuser. Das eine taufe ich sofort „Schoko-Vanille“. Eine gute Farbwahl der Familie. Ich lasse es mir nicht nehmen, noch einen kurzen Moment mit den Menschen dort zu sprechen. Auch hier gucke ich in glückliche Gesichter. Ich bin glücklich.</p>
<p><em>Landeskoordinator </em><em>Gregor Werth ist langjähriger Help-Mitarbeiter. In Haiti organisierte er Helps Nothilfe nach dem Erdbeben</em><em> und koordiniert seither die Projekte dort.</em></p>
<p><a title="Bilder Projekte Wiederaufbau Haiti" href="http://www.help-ev.de/bilder-vom-wiederaufbau-haiti.html?&amp;L=0" target="_blank">Bilder von Helps Projekten beim Wiederaufbau von Haiti können Sie hier ansehen.</a></p>
<p>
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			<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/haiti-februar-2012/hel-261111-9664_blog.jpg" title="Exianne Jean ist 33 Jahre alt. Im September 2011 hat sie und ihre Familie einen Shelter von Help bekommen. Im Haus wohnen 2 Erwachsene und 6 Kinder, von denen hier drei zu sehen sind. Zudem mit im Bild: der Help-Landeskoordinator Gregor Werth (Bild von Alice Smeets/ADH)." class="thickbox" rel="set_64" >
								<img title="Gregor Werth zu Besuch bei Exianne Jean mit Kindern" alt="Gregor Werth zu Besuch bei Exianne Jean mit Kindern" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/haiti-februar-2012/thumbs/thumbs_hel-261111-9664_blog.jpg" width="100" height="75" />
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								<img title="haiti-2012-4" alt="haiti-2012-4" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/haiti-februar-2012/thumbs/thumbs_2012_haiti3.jpg" width="100" height="75" />
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			<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/haiti-februar-2012/2012_haiti4.jpg" title="Das Haus „Schoko-Vanille“" class="thickbox" rel="set_64" >
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			<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/haiti-februar-2012/2012_haiti6.jpg" title="Von Help gebautes Haus in Haiti." class="thickbox" rel="set_64" >
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	<!-- Pagination -->
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		</item>
		<item>
		<title>Simbabwe: Schwierige Bedingungen in den Bereichen Gesundheit, Einkommen, Wasser und Ernährung</title>
		<link>http://www.help-ev.de/blog/allgemein/simbabwe-schwierige-bedingungen-in-den-bereichen-gesundheit-einkommen-wasser-und-ernahrung/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Mar 2012 07:06:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Laufens</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Einkommen]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Nahrung]]></category>
		<category><![CDATA[Simbabwe]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>

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		<description><![CDATA[Help engagiert sich in Simbabwe nicht nur im Bereich Ernährungssicherheit, sondern arbeitet auch an der Rehabilitierung der Wasserversorgung und des Gesundheitssystems mit und unterstützt Kleinunternehmen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Simbabwe ist auch drei Jahre nach Einführung der Regierung der nationalen Einheit noch immer von einem Klima der politischen Ungewissheit geprägt.</p>
<p>
<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/suppenkuche-simbabwe/1101_simbabwe_suppe.jpg" title="Waisenkinder stellen sich in einer von Help unterstützen Suppenküche an." class="thickbox" rel="singlepic309" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/cache/309__240x240_1101_simbabwe_suppe.jpg" alt="1101_simbabwe_suppe" title="1101_simbabwe_suppe" />
</a>
Die politischen Parteien streiten weiterhin über einen Termin für die nächsten abzuhaltenden Wahlen; der verfassungsgebende Prozess, ursprünglich einmal als Vorbedingung für Wahlen gesehen, ist hingegen noch nicht zu einem Abschluss gebracht. Während auf der politischen Ebene diskutiert wird, bleiben die Situation und die Lebensbedingungen für den Großteil der simbabwischen Bevölkerung weiterhin hart.<span id="more-1176"></span></p>
<p><strong>Düstere Ernteprognosen</strong></p>
<p><strong></strong>Im Vergleich zur letzten landwirtschaftlichen Saison ist der Teil der angebauten Fläche um ca. 25% zurückgegangen, von diesen schon geminderten Anbauflächen müssen weitere 30% aufgrund der schlechten Witterungsbedingungen bereits einige Wochen vor der Ernte als Totalausfall bezeichnet werden. Und auch die übrigen Flächen landwirtschaftlicher Produktion sehen in den meisten Gegenden des Landes nicht vielversprechend aus.</p>
<p>
<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/simbabwe-2011/1105_sim_03.jpg" title="Ernährungssicherungsprojekt im Jahre 2011. Help verteilte in einigen Gebieten Sorghum, das trockenresistenter als Mais, der in Simbabwe präferiert angebaut wird, ist." class="thickbox" rel="singlepic384" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/cache/384__240x240_1105_sim_03.jpg" alt="1105_sim_03" title="1105_sim_03" />
</a>
Dies führt insgesamt dazu, dass sich Simbabwe 2012 auch nach der Ernte einem Nahrungsmitteldefizit von ca. 1 Mio. Tonnen (pessimistischere Schätzungen gehen sogar von bis zu 1,5 Mio. Tonnen aus) gegenübersieht. Es steht noch abzuwarten, inwieweit die umliegenden Länder (Sambia, Malawi, Südafrika) in der Lage sein werden nach Simbabwe zu exportieren. Im Moment sind jedenfalls die Exporte aus diesen Ländern gestoppt, was in anderen Worten bedeutet, dass sich Simbabwe in einigen Wochen einer Hungersnot ausgesetzt sehen wird. Vor allem die verarmte Landbevölkerung wird dann nicht in der Lage sein, sich Lebensmittel zu beschaffen. Und selbst in den Städten sind viele Menschen bereits jetzt schon nicht mehr in der Lage, die horrenden Preise für Lebensmittel zu zahlen.</p>
<p><strong>Zugang zu Wasser ist problematisch</strong></p>
<p>Neben der schwierigen Situation im Nahrungsmittelbereich sind auch in den Bereichen Gesundheit und Wasser noch gravierende Missstände zu verzeichnen. Viele Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser, in den Städten kommt es immer wieder zu Ausbrüchen von Cholera und Thyphusfieber-Erkrankungen, die wegen des maroden Gesundheitssystems vermeidbar viele Menschenleben kosten.</p>
<p>
<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/simbabwe-2011/1105_sim_04.jpg" title="Ein reparierter Brunnen in Simbabwe." class="thickbox" rel="singlepic385" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/cache/385__240x240_1105_sim_04.jpg" alt="1105_sim_04" title="1105_sim_04" />
</a>
Help engagiert sich in Simbabwe nicht nur im Bereich Ernährungssicherheit, sondern arbeitet auch an der <a title="Wasserversorgung Simbabwe" href="http://www.help-ev.de/laender/simbabwe/wasser-fuer-simbabwe/" target="_blank">Rehabilitierung der Wasserversorgung</a> und des Gesundheitssystems Simbabwes mit. Seit kurzem ist Help zudem in der Förderung von Kleinstunternehmen aktiv, um über die Unterstützung von Gewerbetreibenden Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen, welche die Begünstigten nachhaltig aus ihrer Armut befreien können.</p>
<p>Lesen Sie mehr über Helps Arbeit in Simbabwe auf unserer Webseite: <a title="Länder- und Projektseiten Simbabwe" href="http://www.help-ev.de/laender/simbabwe/" target="_blank">Länderseite und Projektseiten Simbabwe</a>. In den kommenden Wochen werden die Projektseiten zu Simbabwe laufend aktualisiert und ausgebaut.</p>
<p><em>Christoph Laufens, 34 Jahre, arbeitet seit 2005 für Help &#8211; Hilfe zur Selbsthilfe. Er ist   ursprünglich Jurist und hat einen Master of Peace and Security Studies   (MPS). Für Help arbeitete er in Simbabwe, Indonesien und Myanmar.</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Japan sieben Monate nach dem Tsunami – Eindrücke einer außergewöhnlichen Projektreise (Teil 2)</title>
		<link>http://www.help-ev.de/blog/allgemein/japan-sieben-monate-nach-dem-tsunami-%e2%80%93-eindrucke-einer-ausergewohnlichen-projektreise-teil-2/</link>
		<comments>http://www.help-ev.de/blog/allgemein/japan-sieben-monate-nach-dem-tsunami-%e2%80%93-eindrucke-einer-ausergewohnlichen-projektreise-teil-2/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 28 Oct 2011 07:56:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Berthold Engelmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Nothilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederaufbau]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeben]]></category>
		<category><![CDATA[Flut]]></category>
		<category><![CDATA[Ishinomaki]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Tohoku]]></category>
		<category><![CDATA[Tsunami]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.help-ev.de/blog/?p=1089</guid>
		<description><![CDATA[Help-Nothilfekoordinator Berthold Engelmann reiste Mitte Oktober 2011 nach Japan, um sich ein Bild vom Stand der Help-Projekte in Japan zu machen. Im zweiten Teil seines Blogs trifft er viele Überlebende des Tsunamis mit ihren traurigen Geschichten und sieht, dass sich die Region nur langsam erholt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/japan3/erinnerungen_der_tsunami-opfer.jpg" title="Freiwillige Helfer haben Erinnerungen aus den Häusern der Tsunami-Opfer gesammelt." class="thickbox" rel="singlepic490" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/cache/490__240x240_erinnerungen_der_tsunami-opfer.jpg" alt="erinnerungen_der_tsunami-opfer" title="erinnerungen_der_tsunami-opfer" />
</a>
Help-Nothilfekoordinator Berthold Engelmann reiste Mitte Oktober 2011 nach Japan, um sich ein Bild vom Stand der Help-Projekte in Japan zu machen. Im zweiten Teil seines Blogs trifft er viele Überlebende des Tsunamis mit ihren traurigen Geschichten und sieht, dass sich die Region nur langsam erholt.<span id="more-1089"></span><strong></strong></p>
<p><strong>7.000 Haushalte leben in Containern</strong></p>
<p><strong> </strong>Heute lebt Hiroyuki &#8211; wie 7.000 andere Familien in Ishinomaki &#8211; in einer der vor der Stadt errichten Container-Siedlungen. Alles solide gebaut und mit Heizungen, Bädern und Küchen ausgestattet. Aber es sind eben nur Container, in denen jede Person durchschnittlich 8 qm bewohnt. Mit kleinen Topfpflanzen vor den Eingängen, versuchen die Bewohner, ihre triste Siedlung etwas schöner zu gestalten.</p>
<p>
<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/japan3/abe_taheko_mit_ihrer_tochter.jpg" title="Abe Taheko, 76, mit ihrer Tochter in der Containersiedlung." class="thickbox" rel="singlepic488" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/cache/488__240x240_abe_taheko_mit_ihrer_tochter.jpg" alt="abe_taheko_mit_ihrer_tochter" title="abe_taheko_mit_ihrer_tochter" />
</a>
&#8220;Trotzdem sind wir dankbar, denn wenigstens konnten wir nach sechs Monaten aus dem Evakuierungszentrum, einer Turnhalle, in der wir mit 150 anderen Menschen seit dem Tsunami leben mussten, in diesen Container ziehen,“ erzählt uns die 76-jährige Abe Taheko, die wir in der Siedlung treffen. Zusammen mit Ihrer 53-jährigen Tochter Miyako  und deren beiden Kindern im Alter von 18 und 20 Jahren wohnt sie nun in einem Container von 35 Quadratmetern.  „Und besonders danken wir JEN und Help, denn in den sechs Monaten im Evakuierungszentrum hat uns die Suppenküche von JEN sehr geholfen. Und dank der Basisausstattung für unsere Containerwohnung können wir nun wieder einen normalen Haushalt führen“, erzählen mir die beiden. Mit Unterstützung von Help konnte JEN 1.100 Haushalte in den Containern mit einer Basisausstattung aus Matratzen, Decken, Töpfen, Geschirr, Reinigungsmitteln und allem, was man so in einem kleinen Haushalt benötigt, ausstatten. Mit der Unterstützung von anderen Gebern erreichte JEN sogar alle der 7.000 Haushalte in den Containern von Ishinomaki.</p>
<p>
<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/japan3/familien_leben_in_wohncontainern.jpg" title="7.000 Familien in Ishinomaki leben noch in Wohncontainern." class="thickbox" rel="singlepic491" >
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</a>
Denn wie Hiroyuki und Abe hatten die Bewohner der Küstenstädte nur 50 – 70 Minuten, um sich zu retten. Dabei verloren die meisten alle ihre Habseligkeiten. Auch Abe erzählt mir, wie sie den Moment des Tsunami erlebte: „Wir hatten Glück, denn wir vier waren zusammen zuhause, als das Erdbeben passierte. Unser Haus blieb zunächst unversehrt, aber ich wusste sofort, dass da noch etwas nachkommen würde. Wir beschlossen deshalb, in ein hohes Schulgebäude in der Nähe zu fliehen. Hier waren wir in Sicherheit, aber was wir unter uns sahen, werde ich nie vergessen“, erzählt sie. „Ertrinkende Menschen trieben vorbei, zum Teil eingeschlossen in ihren Fahrzeugen. Wir versuchten mit Holzlatten einige der Vorbeitreibenden zu retten, aber die Gewalt des Wassers war einfach zu stark.“ Ihre jüngere Schwester und zwei ihrer Cousinen starben in einem Küstenort in der Nähe.</p>
<p><strong>25 Meter hohe Welle</strong></p>
<p>
<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/japan3/parkplatz_in_onagawa.jpg" title="Auf diesem 25 Meter über dem Meer gelegenen Parkplatz starben 70 Menschen, die sich vor dem Tsunami sicher fühlten." class="thickbox" rel="singlepic498" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/cache/498__240x240_parkplatz_in_onagawa.jpg" alt="parkplatz_in_onagawa" title="parkplatz_in_onagawa" />
</a>
Am nächsten Tag fahren wir an der Küste der Halbinsel Oshika entlang auf dem Weg zu einem weiteren Projekt von JEN und Help. Auch hier das gleiche Bild der Zerstörung. Die rund 10.000 Bewohner der  Halbinsel lebten fast ausschließlich vom Fischfang, aber alle Fischerdörfer und die gesamte Infrastruktur dafür wurde zerstört. Am meisten beeindruckte mich die kleine Stadt Onagawa, wo vor dem Tsunami 5.000 Menschen lebten. Hier entwickelte der Tsunami seine ganze Kraft mit einer 25 Meter hohen Welle, die tief ins Landesinnere eindrang. Wir stehen auf einem Plateau etwa 20 Meter über dem Meeresspiegel, wohin sich etwa 70 Menschen nach der Tsunami-Warnung geflüchtet hatten. Ein vermeintlich sicherer Platz, denn die Welle tötetet alle Flüchtlinge selbst in dieser Höhe.</p>
<p>Unter uns liegt friedlich der Pazifik, fast ohne Wellen. Ein 5-stöckiges Betongebäude liegt noch immer auf der Seite. Was hier am 11. März geschehen ist, kann ich mir nicht vorstellen. Onagawa wird wohl nicht mehr aufgebaut werden.</p>
<p><strong>Mit dem Boot gegen den Tsunami</strong></p>
<p>In Ayukawa, dem Hauptort von Oshika, haben JEN und Help zur Unterstützung der Fischer und ihrer Familien verschiedene Projekte gestartet, die mich sehr beeindrucken. Fast alle der Bewohner leben wie in Ishinomaki in Containern. Nicht nur ihre Häuser wurden zerstört, sondern auch die gesamte Infrastruktur in Form von täglich benötigten Dienstleistungen oder Geschäften. Das einzige, was manche Fischer retten konnten, sind ihre Boote, da sie nach der Tsunami-Warnung der Welle entgegen fuhren. Eine mutige Entscheidung, aber sie rettete nicht nur ihr Leben, sondern auch ihre wichtigstes Arbeitsmittel. Da aber die Netze und Hafenanlagen kaputt sind und die Kühlhäuser nicht mehr funktionieren, bringt ihnen das im Moment auch nicht viel.</p>
<p><strong>Erste Schritte in eine bessere Zukunft</strong></p>
<p>
<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/japan3/ladenstrasse_in_ayukawa.jpg" title="In Ayukawa baut Help eine Ladenstraße für 16 Händler und Dienstleister." class="thickbox" rel="singlepic495" >
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</a>
Um einen ersten Schritt in Richtung Normalität zu gehen, haben JEN und Help, finanziert von der Commerzbank, dem Hilfswerk der deutschen Lions und der Audio AG, zusammen mit den örtlichen Gewerbetreibenden einen Plan entwickelt, wie sich die Wirtschaft in Ayukawa langsam wiederbeleben lässt. Es entstehen zunächst zwei große Gebäude mit jeweils einer Ladenstraße und je acht kleinen Gewerben wie Fischhändler, Friseur, Lebensmittelhändler, Sushi-Laden etc. Sogar ein Tourenanbieter für Touristen möchte dort neu beginnen, denn vor dem Tsunami war Oshika auch ein beliebtes Ausflugsziel. Alle Läden wurden in einer offenen Ausschreibung vergeben und es wurden vor allem Händler und Dienstleister aufgenommen, die bereits vorher in Ayukawa tätig waren und die nun für die Versorgung der Bevölkerung wichtig sind. So sollen nicht nur die Gewerbe gefördert, sondern auch die Versorgung der Bevölkerung gesichert werden. Der 23-jährige Tatsuya Henmi wird hier einen Laden für Trockenfisch eröffnen: „Ich setze damit unsere Familientradition fort. Mein Vater hatte hier im Ort vor dem Tsunami einen Fischladen. Der Laden wurde aber zerstört, mein Vater beim Tsunami schwer verletzt. Er starb im Mai dieses Jahres auch als Folge der Verletzungen. Nun möchte ich sein Werk fortsetzen und zunächst meine Mutter und mich versorgen können“, sagt er mir. Am 11. November wird die Ladenstraße fertig gestellt sein und die ersten Geschäfte sollen einziehen. In einem weiteren Projekt unterstützen wir die Fischer beim Knüpfen von Netzen. Alles erste Schritte in eine bessere Zukunft.</p>
<p><strong>Deutsch-Japanische Solidarität</strong></p>
<p>
<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/japan3/netze_fuer_fischer.jpg" title="Gemeinsam mit den Fischern stellen die Freiwilligen von JEN neue Netze her." class="thickbox" rel="singlepic503" >
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</a>
Ich verlasse Ishinomaki am nächsten Tag zwar voll mit Eindrücken der schockierenden Bilder, die ich gesehen, und der Geschichten,  die ich gehört habe, aber auch mit einem hoffnungsvollen Blick in die Zukunft, den mir die Japaner mit Ihrer Gelassenheit und Ihrem Willen, den Wiederaufbau selbst in die Hand zu nehmen, gegeben haben. Und ich bin froh gesehen zu haben, dass jeder Euro, der in der Welt für die japanischen Erdbebenopfer gesammelt wurde, hier dringend gebraucht wird und auch bei den Menschen ankommt. Auch wenn es Jahre dauern wird, bis hier wieder Normalität einkehrt. „Wir sind froh über die Hilfe und Solidarität aus Deutschland und hoffen, dass wir uns irgendwann einmal revanchieren können“, bedankt sich Hiroyuki bei mir. „Solltet Ihr in Deutschland einmal eine Katastrophe haben, sind wir sofort zur Stelle, um Euch zu helfen.“</p>
<p><a title="Japan sieben Monate nach dem Tsunami (Teil 1)" href="http://www.help-ev.de/blog/allgemein/japan-sieben-monate-nach-dem-tsunami-%e2%80%93-eindrucke-einer-ausergewohnlichen-projektreise-teil-1/">Hier können Sie den ersten Teil der Projektreise Japan lesen</a>.</p>
<p>
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	<!-- Slideshow link -->
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		<a class="slideshowlink" href="http://www.help-ev.de/blog/allgemein/japan-sieben-monate-nach-dem-tsunami-%e2%80%93-eindrucke-einer-ausergewohnlichen-projektreise-teil-2/?show=slide">
					</a>
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			<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/japan3/netze_fuer_fischer.jpg" title="Gemeinsam mit den Fischern stellen die Freiwilligen von JEN neue Netze her." class="thickbox" rel="set_61" >
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			<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/japan3/taishi_endo_und_tatsuya_henmi.jpg" title="Der freiwillige Helfer Taishi Endo und der Fischhändler Tatsuya Henmi vor der Ladenstraße in Ayukawa." class="thickbox" rel="set_61" >
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			<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/japan3/scheckuebergabe_an_jen.jpg" title="Scheckübergabe von Commerzbank Vorstand Markus Beumer an Nobuyuki Mori von JEN." class="thickbox" rel="set_61" >
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			<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/japan3/meterhohe_schuttberge.jpg" title="Meterhoch türmen sich die Schuttberge an der ganzen Küste." class="thickbox" rel="set_61" >
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			<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/japan3/hiroyuki_kogure_in_seinem_haus_in_ishinomaki.jpg" title="Hiroyuki Kogure in seinem Haus in Ishinomaki." class="thickbox" rel="set_61" >
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			<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/japan3/hiroyuki_kogure_erzaehlt.jpg" title="Hiroyuki Kogure erzählt von seinen Erlebnissen beim Tsunami." class="thickbox" rel="set_61" >
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			<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/japan3/familien_leben_in_wohncontainern.jpg" title="7.000 Familien in Ishinomaki leben noch in Wohncontainern." class="thickbox" rel="set_61" >
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			<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/japan3/erinnerungen_der_tsunami-opfer.jpg" title="Freiwillige Helfer haben Erinnerungen aus den Häusern der Tsunami-Opfer gesammelt." class="thickbox" rel="set_61" >
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			<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/japan3/abe_taheko_mit_ihrer_tochter.jpg" title="Abe Taheko, 76, mit ihrer Tochter in der Containersiedlung." class="thickbox" rel="set_61" >
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			<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/japan3/berthold_engelmann_mit_familie.jpg" title="Nothilfekoordinator Berthold Engelmann mit einer Familie in der Containersiedlung." class="thickbox" rel="set_61" >
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			<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/japan3/parkplatz_in_onagawa.jpg" title="Auf diesem 25 Meter über dem Meer gelegenen Parkplatz starben 70 Menschen, die sich vor dem Tsunami sicher fühlten." class="thickbox" rel="set_61" >
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		<title>Japan sieben Monate nach dem Tsunami – Eindrücke einer außergewöhnlichen Projektreise (Teil 1)</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Oct 2011 08:11:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Berthold Engelmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Nothilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederaufbau]]></category>
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		<description><![CDATA[Am 11. März 2011 erschütterte ein gewaltiges Erdbeben mit der Stärke 9,0 den Nordosten Japans. Ein daraus resultierender Tsunami traf kurz darauf auf die japanische Küste. Durch die zerstörten Häuser wurden Hunderttausende Japaner und Japanerinnen obdachlos, ein Großteil ist noch immer in Notunterkünften untergebracht. Help-Nothilfekoordinator Berthold Engelmann reiste Mitte Oktober 2011 nach Japan, um sich ein Bild vom Stand des Wiederaufbaus in Japan zu machen. Lesen Sie hier den ersten Teil seines Berichts.

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			<content:encoded><![CDATA[
<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/japan3/zerstoerungen_in_ayukawa1.jpg" title="Zerstörungen in Ayukawa" class="thickbox" rel="singlepic502" >
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Am 11. März 2011 erschütterte ein gewaltiges Erdbeben mit der Stärke 9,0 den Nordosten Japans. Ein daraus resultierender Tsunami traf kurz darauf auf die japanische Küste. Durch die zerstörten Häuser wurden Hunderttausende Japaner und Japanerinnen obdachlos, ein Großteil ist noch immer in Notunterkünften untergebracht. Help-Nothilfekoordinator Berthold Engelmann reiste Mitte Oktober 2011 nach Japan, um sich ein Bild vom Stand der Help-Projekte in Japan zu machen.<em><span id="more-1044"></span></em></p>
<p><strong>Unterstützung durch die deutsche Wirtschaft</strong></p>
<p>Schon der Beginn meiner Projektreise nach Japan ist außergewöhnlich. Zum ersten  Mal in 15 Jahren Nothilfe habe ich bei einer Reise in ein Katastrophengebiet Anzug, weißes Hemd und Krawatte im Gepäck. Denn mein einwöchiger Aufenthalt in Japan beginnt mit einem Empfang zum 50-jährigen Bestehen der Commerzbank Japan, die zu diesem Anlass eine Spende über 50.000 € für die Opfer des Tsunamis vom März an Help und unsere japanische Partnerorganisation <a title="Helps japanische Partnerorganisation JEN" href="http://www.help-ev.de/japan_partner.html" target="_blank">JEN </a>übergibt. Vertreter der deutschen und japanischen Wirtschaft sind zu dem Empfang im 52. Stock eines Hochhauses in der japanischen Hauptstadt Tokio gekommen. Schnell wird klar, dass der Tsunami und seine Folgen noch immer eines der wichtigsten Gesprächsthemen sind. Wie die Commerzbank haben viele deutsche Firmen, vor allem jene, die Wirtschaftsbeziehungen nach Japan pflegen, sich durch Spenden solidarisch mit den Tsunamiopfern erklärt. 
<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/japan3/scheckuebergabe_an_jen.jpg" title="Scheckübergabe von Commerzbank Vorstand Markus Beumer an Nobuyuki Mori von JEN." class="thickbox" rel="singlepic499" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/cache/499__240x240_scheckuebergabe_an_jen.jpg" alt="scheckuebergabe_an_jen" title="scheckuebergabe_an_jen" />
</a>
Das kommt hier in Japan gut an, denn Zusammenhalt und Solidarität sind wichtige Tugenden in der japanischen Gesellschaft.  Alleine für die Projekte von Help und JEN haben deutsche Firmen wie ZF Friedrichshafen, die Audio AG und die Commerzbank 190.000 € gespendet, dazu fast 2 Mio Euro an Spenden von privaten Spendern. Wie sehr diese Spenden nötig waren und immer noch sind, erfahre ich in den nächsten Tagen bei meiner Reise in die Katastrophenregion an der Ostküste nördlich von Tokio.</p>
<p><strong>Mit dem Hochgeschwindigkeitszug ins Projektgebiet</strong></p>
<p>Auch die Anreise von Tokio ist für mich außergewöhnlich. Mit U-Bahn, Hochgeschwindigkeitszug und Bus reise ich mit Fumiko, der Projektkoordinatorin unseres Partners JEN, nach Ishinomaki, etwa 430 km nördlich von Tokio. Alles pünktlich auf die Minute, komfortabler und schneller als in Deutschland. Auf Projektreisen in andere Länder bin ich mit Geländewagen und oft abenteuerlichen Kleinflugzeugen unterwegs. Eine Strecke, wie wir sie heute zurücklegen, bedeutet dort oft eine Tagesreise. Jetzt erreichen wir bereits nach 3,5 Stunden Fahrtzeit Ishinomaki, eine Stadt von 150.000 Einwohnern, gelegen in einer Ebene direkt am Pazifischen Ozean. Auf dem Weg dorthin dachte ich zwischendurch: Müssen wir diesem Land, das so gut organisiert scheint, das so hoch entwickelt ist, wirklich von außen helfen? Schaffen das die Japaner nicht alleine?</p>
<p><strong>Sechs Tage von der Außenwelt abgeschnitten</strong></p>
<p>
<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/japan3/hiroyuki_kogure_erzaehlt.jpg" title="Hiroyuki Kogure erzählt von seinen Erlebnissen beim Tsunami." class="thickbox" rel="singlepic492" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/cache/492__240x240_hiroyuki_kogure_erzaehlt.jpg" alt="hiroyuki_kogure_erzaehlt" title="hiroyuki_kogure_erzaehlt" />
</a>
Als erstes treffen wir in Ishinomaki Hiroyuki Kogure, 52, heute Mitarbeiter von JEN, früher leitender Angestellter in einer Lebensmittelfabrik. Hiroyuki erzählt mir vom Tag des Tsunamis, als er gerade mit dem Auto von der Mittagspause, die er zuhause mit seiner Frau verbracht hatte, zurück zur Arbeit fahren wollte, die etwas 3 km von seinem Wohnhaus entfernt ist. Er erzählt von dem Moment, als das Erdbeben die Stadt erschütterte, aber zunächst nur einige wenige Gebäude einstürzen ließ. Wenig später ertönten auch schon die Sirenen der Tsunami-Warnanlagen und Hiroyuki entschloss sich, umzukehren und seine Frau zuhause abzuholen. Etwa 300 m vor seinem Haus traf er dann auch schon seine Frau Yayoko auf der Straße, nur bepackt mit einer Decke, da die Temperaturen um den Gefrierpunkt lagen. Hiroyuki wollte sie zunächst überreden, doch noch gemeinsam zum Haus zurückzukehren, um wenigstens einige Wertsachen und wichtige Erinnerungen ins Auto zu packen. Sie bestand jedoch darauf, so schnell wie möglich auf ein höher gelegenes Gebiet zu fahren.</p>
<p>Es gelang den beiden, kurz vor Eintreffen der Welle, auf einen etwa 35 Meter hoch gelegenen Parkplatz zu gelangen, wo sich inzwischen 150 Menschen mit ihren Autos eingefunden hatten. Sechs Tage sollten sie von nun an auf diesem Parkplatz verbringen, unter ihnen die völlig zerstörte Stadt, ein einziges Trümmerfeld, das Wasser stand tagelang in den Straßen, der Parkplatz von der Außenwelt abgeschlossen. Nahrung fanden sie in einer Fischrogenfabrik in der Nähe: 6 Tage Fischroggensuppe war das einzige, was sie zu sich nehmen konnten.</p>
<p><strong>Sorge um die Kinder</strong></p>
<p>
<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/japan3/hiroyuki_kogure_in_seinem_haus_in_ishinomaki.jpg" title="Hiroyuki Kogure in seinem Haus in Ishinomaki." class="thickbox" rel="singlepic493" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/cache/493__240x240_hiroyuki_kogure_in_seinem_haus_in_ishinomaki.jpg" alt="hiroyuki_kogure_in_seinem_haus_in_ishinomaki" title="hiroyuki_kogure_in_seinem_haus_in_ishinomaki" />
</a>
&#8220;Am schlimmsten war jedoch die Ungewissheit, was mit unseren Kindern passiert ist“, erzählt Hiroyuki. Der 25-jährige Sohn arbeitete zur Zeit des Tsunamis in einem Einkaufszentrum in der Nähe, die 27-jährige Tochter in Sendai als Büroangestellte. „6 Tage wussten wir nicht, ob unsere Kinder überlebt hatten, und sie wussten nicht, wie es uns ging.“ Die Straßen in der Umgebung waren komplett zerstört und der Mobilfunk funktionierte nicht. „Gottseidank gelang es uns nach 6 Tagen zur ebenfalls teilweise zerstörten Wohnung unseres Sohnes zu gelangen, der wohlauf war, und auch unsere Tochter hatte die Katastrophe unverletzt überstanden. Doch zwanzig unserer Nachbarn wurden getötet, weil sie nicht rechtzeitig fliehen konnten“, erzählt Hiroyuki mit Tränen in den Augen. Diese Tränen der Erinnerung an die Ereignisse des 11. März werde ich in den nächsten Tagen noch oft bei meinen Gesprächen sehen.</p>
<p>Später zeigt uns Hiroyuki sein im Erdgeschoss völlig zerstörtes Haus, das Fundament wurde unterspült, so dass es wohl abgerissen werden muss. Die Uhr im Wohnzimmer ist um 15:55, dem Zeitpunkt, als der  Tsunami auf die Küste traf, stehen geblieben. Auch die Siedlung um das Haus ein Trümmerfeld, Dutzende von Abrissbaggern sind unterwegs und beseitigen noch immer die Reste von Häusern und Fabriken. Am Rande des Geländes die aufgeschichteten Trümmer, zum Teil 30 Meter hohe und mehrere hundert Meter lange Hügel. Die Schuttberge werden an der ganzen Küste die Landschaft verändern. Auch die Fabrik, in der Hiroyuki arbeitete, wurde zerstört, 200 Angestellte verloren ihre Arbeit, wie 70.000 weitere Menschen alleine in der am schlimmsten betroffenen Provinz Miyagi.</p>
<p><strong>Wiederaufbau noch nicht möglich</strong></p>
<p>
<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/japan3/meterhohe_schuttberge.jpg" title="Meterhoch türmen sich die Schuttberge an der ganzen Küste." class="thickbox" rel="singlepic496" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/cache/496__240x240_meterhohe_schuttberge.jpg" alt="meterhohe_schuttberge" title="meterhohe_schuttberge" />
</a>
Ich verstehe nun, warum an den Beginn des Wiederaufbaus noch immer nicht zu denken ist. Sieben Monate nach dem Tsunami sind die Trümmer noch immer nicht vollständig beseitigt: 150 km Küste waren betroffen, 470 Quadratkilometer Land überspült, über 115.000 Gebäude stürzten vollkommen sowie weitere etwa 160.000 teilweise ein. Über eine weitere halbe Million Häuser wurden teilweise beschädigt. Mehr als 15.000 Menschen verloren ihr Leben. Ohne das gut funktionierende japanische Frühwarnsystem wären es hunderttausende Tote gewesen. Die Dimensionen dieser Katastrophe sind unbeschreiblich und werden auch erst greifbar, wenn man die Region besucht &#8230;&#8230;</p>
<p><a title="Japan sieben Monate nach dem Tsunami (Teil 2)" href="http://www.help-ev.de/blog/allgemein/japan-sieben-monate-nach-dem-tsunami-%e2%80%93-eindrucke-einer-ausergewohnlichen-projektreise-teil-2/">Zum zweiten Teil geht es hier.</a></p>
<p>
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	<!-- Slideshow link -->
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		<a class="slideshowlink" href="http://www.help-ev.de/blog/allgemein/japan-sieben-monate-nach-dem-tsunami-%e2%80%93-eindrucke-einer-ausergewohnlichen-projektreise-teil-1/?show=slide">
					</a>
	</div>

	
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			<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/japan3/netze_fuer_fischer.jpg" title="Gemeinsam mit den Fischern stellen die Freiwilligen von JEN neue Netze her." class="thickbox" rel="set_61" >
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			<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/japan3/zerstoerungen_in_ayukawa1.jpg" title="Zerstörungen in Ayukawa" class="thickbox" rel="set_61" >
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			<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/japan3/zerstoerungen_in_ayukawa.jpg" title="Zerstörungen in Ayukawa" class="thickbox" rel="set_61" >
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			<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/japan3/taishi_endo_und_tatsuya_henmi.jpg" title="Der freiwillige Helfer Taishi Endo und der Fischhändler Tatsuya Henmi vor der Ladenstraße in Ayukawa." class="thickbox" rel="set_61" >
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			<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/japan3/scheckuebergabe_an_jen.jpg" title="Scheckübergabe von Commerzbank Vorstand Markus Beumer an Nobuyuki Mori von JEN." class="thickbox" rel="set_61" >
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			<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/japan3/meterhohe_schuttberge.jpg" title="Meterhoch türmen sich die Schuttberge an der ganzen Küste." class="thickbox" rel="set_61" >
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			<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/japan3/ladenstrasse_in_ayukawa.jpg" title="In Ayukawa baut Help eine Ladenstraße für 16 Händler und Dienstleister." class="thickbox" rel="set_61" >
								<img title="ladenstrasse_in_ayukawa" alt="ladenstrasse_in_ayukawa" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/japan3/thumbs/thumbs_ladenstrasse_in_ayukawa.jpg" width="100" height="75" />
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			<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/japan3/ladenstrasse_in_ayukawa-2.jpg" title="Am 11. November wird die neue Ladenstraße fertig gestellt." class="thickbox" rel="set_61" >
								<img title="ladenstrasse_in_ayukawa-2" alt="ladenstrasse_in_ayukawa-2" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/japan3/thumbs/thumbs_ladenstrasse_in_ayukawa-2.jpg" width="100" height="75" />
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			<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/japan3/hiroyuki_kogure_in_seinem_haus_in_ishinomaki.jpg" title="Hiroyuki Kogure in seinem Haus in Ishinomaki." class="thickbox" rel="set_61" >
								<img title="hiroyuki_kogure_in_seinem_haus_in_ishinomaki" alt="hiroyuki_kogure_in_seinem_haus_in_ishinomaki" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/japan3/thumbs/thumbs_hiroyuki_kogure_in_seinem_haus_in_ishinomaki.jpg" width="100" height="75" />
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			<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/japan3/hiroyuki_kogure_erzaehlt.jpg" title="Hiroyuki Kogure erzählt von seinen Erlebnissen beim Tsunami." class="thickbox" rel="set_61" >
								<img title="hiroyuki_kogure_erzaehlt" alt="hiroyuki_kogure_erzaehlt" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/japan3/thumbs/thumbs_hiroyuki_kogure_erzaehlt.jpg" width="100" height="75" />
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			<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/japan3/familien_leben_in_wohncontainern.jpg" title="7.000 Familien in Ishinomaki leben noch in Wohncontainern." class="thickbox" rel="set_61" >
								<img title="familien_leben_in_wohncontainern" alt="familien_leben_in_wohncontainern" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/japan3/thumbs/thumbs_familien_leben_in_wohncontainern.jpg" width="100" height="75" />
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			<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/japan3/erinnerungen_der_tsunami-opfer.jpg" title="Freiwillige Helfer haben Erinnerungen aus den Häusern der Tsunami-Opfer gesammelt." class="thickbox" rel="set_61" >
								<img title="erinnerungen_der_tsunami-opfer" alt="erinnerungen_der_tsunami-opfer" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/japan3/thumbs/thumbs_erinnerungen_der_tsunami-opfer.jpg" width="100" height="75" />
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			<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/japan3/abe_taheko_mit_ihrer_tochter.jpg" title="Abe Taheko, 76, mit ihrer Tochter in der Containersiedlung." class="thickbox" rel="set_61" >
								<img title="abe_taheko_mit_ihrer_tochter" alt="abe_taheko_mit_ihrer_tochter" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/japan3/thumbs/thumbs_abe_taheko_mit_ihrer_tochter.jpg" width="100" height="75" />
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			<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/japan3/berthold_engelmann_mit_familie.jpg" title="Nothilfekoordinator Berthold Engelmann mit einer Familie in der Containersiedlung." class="thickbox" rel="set_61" >
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			<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/japan3/parkplatz_in_onagawa.jpg" title="Auf diesem 25 Meter über dem Meer gelegenen Parkplatz starben 70 Menschen, die sich vor dem Tsunami sicher fühlten." class="thickbox" rel="set_61" >
								<img title="parkplatz_in_onagawa" alt="parkplatz_in_onagawa" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/japan3/thumbs/thumbs_parkplatz_in_onagawa.jpg" width="100" height="75" />
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		<title>Wassermangel und fehlende Lebensmittel</title>
		<link>http://www.help-ev.de/blog/nothilfe/wassermangel-und-fehlende-lebensmittel/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Aug 2011 07:17:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Laufens</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nothilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Dürre]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Hungersnot]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Ostafrika]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.help-ev.de/blog/?p=975</guid>
		<description><![CDATA[Es fehlt an Wasser: Die Flüsse und Bäche sind ausgetrocknet, die Wasserleitungen unzureichend. Die Menschen müssen viele Kilometer gehen, um Wasser zu bekommen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a title="Wassermangel und fehlende Lebensmittel" href="http://www.help-ev.de/blog/nothilfe/wassermangel-und-fehlende-lebensmittel/">Dürre Ostafrika. Bericht aus der Projektregion Mwingi in Kenia</a>.</strong></p>

<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/ostafrika/1108_kenia_trockenes-flussbett.jpg" title="Ein ausgetrocknetes Flussbett in Kenia." class="thickbox" rel="singlepic408" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/cache/408__240x240_1108_kenia_trockenes-flussbett.jpg" alt="1108_kenia_trockenes-flussbett" title="1108_kenia_trockenes-flussbett" />
</a>
Help &#8211; Hilfe zur Selbsthilfe  leistet im kenianischen Distrikt Mwingi Nahrungsmittelhilfe und unterstützt Projekte für Kleinbauern und Pastoralnomaden im Bereich Lebensunterhalt, dort ist beispielweise die erfolgversprechende Ziegenhaltung anvisiert.</p>
<p><span id="more-975"></span><strong> </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Trockene Wasserläufe: Kilometerweite Märsche zu Wasserquellen<br />
</strong></p>
<p><strong> </strong>Im Vergleich zum<a title="Kenia: Warten auf den Regen" href="http://www.help-ev.de/blog/nothilfe/kenia-warten-auf-den-regen/"> Distrikt Thika </a>ist Mwingi deutlich trockener. Der Distrikt Mwingi liegt in der Eastern Province in Kenia, in der sich auch das Flüchtlingscamp <a title="Bericht aus dem Flüchtlingscamp Dadaab" href="http://www.help-ev.de/bericht-fluechtlingscamp-dadaab.html" target="_blank">Dadaab</a> befindet. Agrarwirtschaftlich betrachtet sind in Mingwi die Aussichten auf eine gute Ernte &#8211; selbst mit angepasstem Saatgutpaket &#8211;  als gering einzuschätzen. Ein Mitarbeiter unserer lokalen Partnerorganisation Kumea erzählt mir, dass selbst in Jahren mit einer guten Ernte Probleme dadurch entstehen, dass die Leute <strong>keine Lagermöglichkeiten für ihre Ernte</strong> haben und vieles der Nahrungsmittel verkommt und verfault. Es <strong>fehlt</strong> dem Distrikt offensichtlich <strong>an Wasser</strong>: Die <strong>Flüsse und Bäche sind ausgetrocknet</strong>, die Wasserleitungen unzureichend. Die <strong>Menschen müssen viele Kilometer gehen, um Wasser zu bekommen</strong>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Anpassungsfähige Ziegen</strong></p>
<p>Was in Mwingi bei Kleinbauern außerordentlich gut zu funktionieren scheint, sind Ziegen. <strong>Die leicht zu unterhaltenden Ziegen haben sich an die Situation angepasst</strong> und können sich von den wenigen verbliebenen Pflanzen wie Euphobia oder Ndau ernähren – dies können Kühe und andere Nutztiere nicht.</p>
<p>
<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/ostafrika/1108_kenia_ziegen-an-euphobia-baum.jpg" title="Ziegen sind gut an die Trockenheit im Osten Kenias angepasst." class="thickbox" rel="singlepic406" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/cache/406__240x240_1108_kenia_ziegen-an-euphobia-baum.jpg" alt="1108_kenia_ziegen-an-euphobia-baum" title="1108_kenia_ziegen-an-euphobia-baum" />
</a>
Somit brauchen Ziegen im Vergleich zu Hühnern nicht mit käuflich zu erwerbendem Futter versorgt werden. Die Tiere können hier desinfiziert werden, das staatliche Vet Departement verfügt über die Chemikalien zur Behandlung. So können Sterbefälle bei den Tieren vermieden werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Sofortmaßnahmen: Ernährung für die nächsten Monate sicherstellen</strong></p>
<p>In Mwingi und im angrenzenden Kakuyu ist es noch nicht zu Todesfällen durch die Dürre gekommen, dennoch beklagen sich die Menschen nahezu ohne Ausnahme über <strong>nicht vorhandene Lebensmittel</strong>. Die staatlichen Verteilungen können den Bedarf nicht annähernd decken, in einem Bezirk mit ca. 7.000 bis 8.000 Menschen werden gerade einmal 30 kg Mais im Monat verteilt.</p>
<p><strong>Die Lage wird sich in den nächsten Monaten weiter verschlechtern</strong>, wir befinden uns Anfang August am Ende der eigentlich stattfindenden Ernte, der nächste Regen, so er denn kommen sollte, wird frühestens im Oktober erwartet. Bis dahin wird die betroffene Landbevölkerung auch weiterhin nicht wissen, wie sie ihre Ernährung sicherstellen sollen. Help wird als Soforthilfe Nahrungsmittelpakete mit Bohnen, Mais und Öl an betroffene kenianische Familien verteilen. Die Verteilung erfolgt durch die lokale Partnerorganisation Kumea.</p>
<p><a title="Kenia: Warten auf den Regen" href="http://www.help-ev.de/blog/nothilfe/kenia-warten-auf-den-regen/">Ein Lagebericht zu Projektregion Thika können Sie hier lesen</a>.</p>
<p>
<div class="ngg-galleryoverview" id="ngg-gallery-57-975">

	<!-- Slideshow link -->
	<div class="slideshowlink">
		<a class="slideshowlink" href="http://www.help-ev.de/blog/nothilfe/wassermangel-und-fehlende-lebensmittel/?show=slide">
					</a>
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								<img title="1108_kenia_trockene-landschaft" alt="1108_kenia_trockene-landschaft" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/ostafrika/thumbs/thumbs_1108_kenia_trockene-landschaft.jpg" width="100" height="75" />
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								<img title="1108_kenia_ziegen-an-euphobia-baum" alt="1108_kenia_ziegen-an-euphobia-baum" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/ostafrika/thumbs/thumbs_1108_kenia_ziegen-an-euphobia-baum.jpg" width="100" height="75" />
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			<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/ostafrika/getting-water1.jpg" title="Ein Junge schöpft Wasser aus einem Wasserloch. Wasserstellen sind zumeist weit entfernt von Siedlungen." class="thickbox" rel="set_57" >
								<img title="getting-water1" alt="getting-water1" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/ostafrika/thumbs/thumbs_getting-water1.jpg" width="100" height="75" />
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			<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/ostafrika/1108_kenia_trockenes-flussbett.jpg" title="Ein ausgetrocknetes Flussbett in Kenia." class="thickbox" rel="set_57" >
								<img title="1108_kenia_trockenes-flussbett" alt="1108_kenia_trockenes-flussbett" src="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/ostafrika/thumbs/thumbs_1108_kenia_trockenes-flussbett.jpg" width="100" height="75" />
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<p><em>Christoph Laufens, 34 Jahre, arbeitet seit 2005 für Help. Er ist  ursprünglich Jurist und hat einen Master of Peace and Security Studies  (MPS). Für Help arbeitete er in Simbabwe, Indonesien und Myanmar.</em></p>
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		<title>Kenia: Warten auf den Regen</title>
		<link>http://www.help-ev.de/blog/nothilfe/kenia-warten-auf-den-regen/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Aug 2011 05:42:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Laufens</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nothilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Hirse]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Mais]]></category>
		<category><![CDATA[Ostafrika]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Regenfälle waren wie in vielen anderen Teilen Ostafrikas unzureichend. Die von der Dürre betroffenen Menschen müssen bis zu 10 Kilometer zur nächsten Wasserstelle gehen, einem dreckigen Wasserloch, aus dem sich Mensch und Tier gleichermaßen bedienen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a title="Kenia: Warten auf den Regen" href="http://www.help-ev.de/blog/nothilfe/kenia-warten-auf-den-regen/">Dürre Ostafrika. Bericht aus der Projektregion Thika in Kenia</a><br />
</strong></p>
<p>
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</a>
Im kenianischen Distrikt Thika leistet Help &#8211; Hilfe zur Selbsthilfe Nothilfe: Die an der Dürre leidende Landbevölkerung wird mit Nahrungsmittelpaketen unterstützt. Daneben wird sich Help mittelfristig auf Hilfsprojekte im Bereich Lebensunterhalt  konzentrieren.<span id="more-969"></span></p>
<p>Die in der Central Province Kenias befindliche Stadt Thika hat über 200.000 Einwohner. Sie wächst schnell, das Stadtbild ist industriell geprägt. Viele Menschen aus dem Umland ziehen nach Thika, um sich als Tagelöhner durchzuschlagen und den dürftigen Bedingungen auf dem Land zu entgehen. Geschäfte und das staatliche Nahrungsmittel-Depot verfügen noch über Maisreserven, aber die <strong>Preise</strong> <strong>sind</strong> in den letzten Wochen <strong>deutlich gestiegen</strong>.</p>
<p><strong>Schwierige Situation in ländlichen Gebieten</strong></p>
<p>Einige Kilometer außerhalb des Stadtgebietes ändert sich das Bild deutlich und ist landwirtschaftlich geprägt. Es ist gibt große kommerzielle Anbaugebiete, z. B. mit Ananas, der Großteil besteht aber aus <strong>Subsistenzwirtschaft</strong> oder <strong>kleineren landwirtschaftlichen Selbsthilfegruppen</strong>. Die Bodenverhältnisse sind unterschiedlich, von Sand über rote Erde bis den für den landwirtschaftlichen Anbau sehr schwierigen schwarzen Boden ist alles vorzufinden.</p>
<p><strong>Ausbleibende Regenfälle führen zu Dürre</strong></p>
<p>
<a href="http://www.help-ev.de/blog/wp-content/gallery/ostafrika/getting-water1.jpg" title="Ein Junge schöpft Wasser aus einem Wasserloch. Wasserstellen sind zumeist weit entfernt von Siedlungen." class="thickbox" rel="singlepic404" >
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</a>
Die Regenfälle waren wie in vielen anderen Teilen <a title="Help leistet Nothilfe in Ostafrika" href="http://www.help-ev.de/ostafrika.html" target="_blank">Ostafrikas</a> unzureichend. Die von der Dürre betroffenen Menschen müssen bis <strong>zu 10 Kilometer zur nächsten Wasserstelle</strong> gehen, einem dreckigen Wasserloch, aus dem sich Mensch und Tier gleichermaßen bedienen.</p>
<p><strong>Die Ernte war</strong> für viele Kleinbauern <strong>ein Totalausfall</strong>, was aber &#8211; ähnlich wie in den Projektgebieten von <a title="Helps Hilfsprojekte in Simbabwe" href="http://www.help-ev.de/simbabwe.html" target="_blank">Help in Simbabwe</a> an der falschen Wahl des Saatgutes lag. Die Menschen bauen verzweifelt Mais an, auch wenn <strong>Mais nicht für die dürregeneigte Region geeignet</strong> ist. Die &#8211; nahrhaftere &#8211; Hirse wird nicht angebaut, weil die Bevölkerung sie nicht essen möchte und die Hirse auf dem Markt keinen so guten Preis wie Mais erzielt.</p>
<p>Der Anbau von <a title="Süsskartoffelanbau von Help in Simbabwe" href="http://www.help-ev.de/simbabwe_suesskartoffel.html?&amp;L=0" target="_blank">Süßkartoffeln</a> und Maniok wäre möglich, dies wird aber eben so selten in Betracht gezogen wie Mango oder Orangen, die in Teilen des Distriktes auch wachsen.</p>
<p>Die Bevölkerung beklagt sich über <strong>nicht vorhandene Lebensmittel</strong>, zu Todesfällen hat die Dürre bislang aber noch nicht geführt. Help startet die Nahrungsmittelhilfe über seine lokale Partnerorganisation Kumea.<br />
<a title="Wassermangel und fehlende Lebensmittel" href="http://www.help-ev.de/blog/nothilfe/wassermangel-und-fehlende-lebensmittel/"><br />
Lesen Sie hier einen Lagebericht aus dem Distrikt Mwingi (Eastern Province)</a>.</p>
<p><em>Christoph Laufens, 34 Jahre, arbeitet seit 2005 für Help. Er ist ursprünglich Jurist und hat einen Master of Peace and Security Studies (MPS). Für Help arbeitete er in Simbabwe, Indonesien und Myanmar.</em></p>
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